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Makler gleichzeitig Verwalter, Courtage gerechtfertigt?

| 22.10.2009 21:37 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Der Makler, der mir meine jetzige Wohnung vermittelt hat, ist gleichzeitig Verwalter des Mietobjekts. Es handelt sich dabei um ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 6 Parteien, die allesamt von Ihm verwaltet werden. Darf er eine Courtage in Höhe von zwei Kaltmieten erheben, wenn er gleichzeitig Verwalter ist?

Der Makler und Immobilienverwalter Max Mustermann betreibt zwei Firmen, einmal „Mustermann Immobilien GmbH“ und „Hausmanagement e.K. Mustermann“. Beide Firmen haben die gleiche Anschrift und den gleichen Inhaber bzw. Geschäftsführer und zwar Max Mustermann. Einen direkten Kontakt zum Besitzer des Mietobjekts besteht nicht, alles läuft über Mustermann, er ist somit eindeutig der Verwalter. Der Mietvertrag jedoch wurde vom Besitzer des Mietobjekts unterschrieben, der angeblich auch die Auswahl der Mieter getroffen hat. Die Selbstauskunft hierfür wurde vom Makler Mustermann eingeholt.

Es gibt einige Urteile in denen vom Makler als unabhängigen Vermittler die Rede ist. Als Verwalter nimmt er aber vorrangig die Interessen des Vermieters wahr und ist somit alles andere als unabhängig, auch wenn es zwei verschiedene Firmen sind, aber die gleiche Person. Ist der „Trick“ mit den zwei Firmen, identische Anschrift/Inhaber zulässig? Darf er eine Maklergebühr erheben?

Guten Tag!

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wie Sie zutreffend feststellen, entfällt der Vergütungsanspruch des Maklers, wenn zwischen Makler und Auftraggeber Identität herrscht, denn § 652 BGB verlangt die Vermittlung eines Vertrages für einen Dritten.

Wenn der Vermieter (!) und der Makler in der von Ihnen beschriebenen Konstellation tätig geworden wären, würde in der Tat (je nach Beteiligungs- und Geschäftsführungverhältnissen der GmbH) einiges für eine sog. Verflechtung sprechen, die einen Lohnanspruch des Makler ausschließen würde.

In Ihrem Fall ist besteht jedoch nur zwischen Hausverwaltung und Makler eine Verflechtung. Dies ist normalerweise unproblematisch und entspricht auch gängiger Praxis.

Etwas anderes würde jedoch dann gelten, wenn der Makler als Hausverwalter selbst über den Abschluss des Vertrages entscheiden durfte. In diesem Fall kann ebenfalls der Maklerlohn entfallen, da hierdurch die von der Rechtsprechung geforderte realistische Möglichkeit zur selbständigen Willensbildung bei Makler und Dritten entfallen würde. Der Nachweis diesbezüglich dürfte Ihnen jedoch ausgesprochen schwer fallen. In einem etwaigen gerichtlichen Verfahren würde wohl keiner der Beteiligten einräumen, dass der Hausverwalter die Entscheidung ohne Zustimmung des Vermieters treffen durfte. Hiergegen spricht ebenfalls, dass der Vermieter selbst unterschrieben und die Mieter ausgewählt hat.

Leider kann ich Ihnen daher keine günstige Prognose für einen etwaigen Rechtsstreit erteilen.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Biernacki
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.10.2009 | 16:21

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