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Schriftlicher Auftrag für Maklercourtage?


23.10.2006 16:24 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Ein Makler bot mir eine Beteiligung an einen Einkaufsmarkt an. Daraufhin fuhr ich mit ihm zu diesem Markt zur Besichtigung. Bei unserem Zusammensein, erwähnte ich, daß ich ein Grundstück besitze und ich vor habe dieses zu bebauen und mir dann einen geeigneten Mieter zu suchen.
Die Besichtigung des Einkaufsmarktes verlief ergebnislos, weil das Objekt zu teuer für mich war.
Der Makler wurde nun hingegen aber dahingehend aktiv, daß er einen Interessenten für mein Grundstück suchte, obwohl ich ihn hierzu nicht beauftragt hatte. Er fand einen Interessenten und forderte bei mir sodann einen Lageplan des Grundstückes an und nannte mir den Namen des Mietinteressenten.

Alle weiterein Verhandlungen führte daraufhin ich mit dem Intressenten, der Makler wurde nicht mehr tätig.

Nun nach 1 Jahr meldete sich der Makler wieder und stellt eine Forderung aus seiner Maklertätikeit in den Raum.

Meine Frage ist nun: Muß hierfür nicht ein schriftlicher Auftrag vorliegen damit der Makler für mich tätig wird.Ich habe ihn nicht beauftragt für mich zu suchen. Falls sich der Interessent entschließt doch mein Mieter zu werden, kann dann der Makler, der mir diese Person nannte ein Honorar für die Vermittlung verlangen, bzw. welche Voraussetzung muß vorliegen damit ich den Makler der aus freien Stücken handelte zahlen muß
Danke für die rasche Antwort.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Voraussetzung für das Maklerhonorar sind gem. § 652 BGB der Abchluss eines Maklervertrages und der Abschluss eines Hauptvertrages über das vermakelte Objekt sowie die Ursächlichkeit der Maklertätigkeit für den Abschluss des Hauptvertrages.

Die schriftliche Form ist für einen Auftrag an den Makler nicht erforderlich. Der Vertrag kann formfrei und sogar durch schlüssiges Verhalten abgeschlossen werden.

Ob tatsächlich ein Maklervertrag abgeschlossen wurde, ist durch Auslegung der gegenseitigen Erklärungen zu ermitteln. Zugunsten eines Vertragsschlusses ist es dabei zu werten, dass Sie sich mit dem vom Makler benannten Interessenten in Verbindung gesetzt haben und damit die Maklerdienste entgegengenommen haben. Zudem haben Sie dem Makler Ihre Absichten in Bezug auf das Grundstück im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit geschildert, so dass vieles -vorbehaltlich der Prüfung im Einzelfall- für einen Vertragsschluss spricht.

Sollte allerdings der Hauptvertrag nicht abgeschlossen werden, kann der Makler keinen Mäklerlohn verlangen. Aufwendungen kann er gem. § 652 II BGB nur verlangen, wenn dies vereinbart ist.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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