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Maklercourtage, obwohl Makler nie vom Verkäufer beauftragt?

03.05.2012 11:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marion Rehmann


Folgernder Fall:

Ein Makler bietet ein Haus an. Es kommt ein Kontakt mit dem Verkäufer zu Stande.

Verkäufer und Interessent verstehen sich auf Anhieb so gut, dass sie Kontaktdaten austauschen.

Es stellt sich heraus, dass der Makler gar keinen Auftrag hatte und die Verkäufer mit dem Makler nichts mehr zu tun haben wollen, da sie mit ihm sehr unzufrieden waren. (Nachbarn wurden schlecht behandelt u.s.w.

Ihm wurde jegliche Aktivität untersagt.

Er wurde nie beauftragt, sondern hat sich aufgedrängt.

Der Makler hatte auch nur ein sperliches Expose vorzuweisen, ohne Fotos, Quadratmeter ect.

Der Makler hat folgendes geleistet: Expose zugeschickt mit Angabe über die Höhe der Vermittlungsgebühr. Einen Besichtigungstermin vereinbart.

Kommt der Interessent um die Maklercourtage herum, wenn der Käufer der Lebensgefährte ist und einen anderen Namen hat? Muß eine andere Anschrift im Kaufvertrag stehen?

Wie erfährt der Makler im Nachhinein, wer das Haus gekauft hat? Woher nimmt er die Informationen wenn der Verkäufer nicht kooperiert?

Macht es Sinn, sich auf einen Rechtsstreit einzulassen?

Sehr geehrter Ratsuchende,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:

1. Kommt der Interessent um die Maklercourtage herum, wenn der Käufer der Lebensgefährte ist und einen anderen Namen hat?
Nein. Soweit die Informationen des Maklers nicht zu einem Kauf des Objekts durch seinen Maklerkunden, sondern durch Dritte führen, wird der Maklerkunde provisionspflichtig, so bspw. (...) bei familiären Verflechtungen zwischen dem Kunden und und einem Dritten (OLG Frankfurt 17 U 123/96 vom 03.08.99)

2. Muss eine andere Anschrift im Kaufvertrag stehen?
Nein. Siehe Antwort 1.

2. Wie erfährt der Makler im Nachhinein, wer das Haus gekauft hat? Woher nimmt er die Informationen, wenn der Verkäufer nicht kooperiert?
Viele Makler lassen sich bereits bei der Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrages im Kaufvertrag ihre Rechte sichern.
Außerdem kann der Makler über einen beauftragten Notar Einsicht in das Grundbuch nehmen. Eine Auskunft ist auch über das Katasteramt zu erfragen. Viele Makler gehen den einfachen Weg und finden den Eigentümer über das Klingelschild oder die Nachbarn heraus.

3. Macht es Sinn, sich auf einen Rechtsstreit einzulassen?
Fraglich ist, ob tatsächlich ein wirksamer Maklervertrag zustandegekommen ist, aus dem sich der Anspruch des Maklers ergibt. Auf der einen Seite hat der Makler das Objekt angeboten und den Kontakt zu den Verkäufern hergestellt. Außerdem hat er einen Besichtigungstermin mit den Verkäufern vereinbart. Auf der anderen Seite soll er nicht (mehr) mit der Vermittlung des Objektes beauftragt worden sein. Ob der Vertrag mit dem Makler tatsächlich wirksam gekündigt worden ist, lässt sich auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhaltes nicht zuverlässig prüfen. Ich kann Ihnen daher zu einem Rechtsstreit nicht raten.
Es steht Ihnen aber offen, mit den Verkäufern über eine Minderung des Kaufpreises in Höhe der Maklercourtage zu verhandeln.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Einschätzung gegeben zu haben.

Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Beurteilung ergeben.
Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Rehmann
Rechtsanwältin

www.kanzleirehmann.de
kanzleirehmann@email.de

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