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Makler sagt uns ab und will später Maklercourtage?

| 01.07.2009 14:04 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Hallo,

wir haben uns ein Haus über eine Maklerin angeschaut und bei ihr für die Besichtigung unterschrieben. Wir zeigten weiterhin Interesse und vereinbarten einen Termin gemeinsam mit der Vermieterin.

Die Vermieterin war mit der Kaltmiete nicht einverstanden, da sie zunächst keine Vorstellung hatte, beendet wir das Treffen. Ein paar Tage später erhielten wir von der Maklerin eine schriftliche Absage mit dem Inhalt das sich die Vermieterin für jemand anderen entschieden hat.

Auf unserer weiteren Suche fanden wir eine Woche später eine Anzeige in der Zeitung, als wir uns dort meldeten, waren wir genau bei der Vermieterin, die selbst eine Anzeige geschaltet hatte.

Wir traten in Verhandlung mit der Vermieterin und bekamen den Mietvertrag.

Jetzt meine Frage, hat die Maklerin nach der schriftliche Absage noch Anspruch auf ihre Maklercourtage?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrte(r) Rechtssuchende(r),

Ihre Anfrage möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsdarstellung wie folgt beantworten und vorab darauf hinweisen, dass dieses Forum nur geeignet ist, einen groben Abriss über die rechtliche Lage zu erteilen und kein tiefgründiges Mandantengespräch ersetzen kann.

Der Anspruch des Maklers auf Zahlung der vereinbarten Maklercourtage richtet sich nach §652 BGB. Danach ist derjenige, der für die Vermittlung eines Vertrages einen Mäklerlohn verspricht, zur Entrichtung des Lohnes verpflichtet, wenn der Vertrag infolge der Vermittlung zustande kommt.
Zwingend notwendig ist also für den Anspruch auf Maklercourtage, dass zwischen Ihnen und dem Makler ein entsprechender Vertrag geschlossen wurde. Dies ist vorliegend bereits fraglich. Soweit man Ihren Sachverhaltsangaben folgt, ergibt sich hieraus, dass nicht etwa der Makler von Ihnen, sondern von Vermieterseite eingesetzt worden war. Insoweit sind Sie nicht als Auftraggeber, sondern als Dritter, mit dem ein Vertrag geschlossen werden soll, zu qualifizieren.

Auch wenn Sie selbst den Makler eingeschalten haben, ergibt sich kein Anspruch auf Maklercourtage. Für diesen Fall sei folgendes ausgeführt.
Der Makler muss zudem eine typische Maklertätigkeit wahrgenommen haben. Ihrer Sachverhaltsschilderung zufolge ist dies der Fall, soweit es das erste Haus betrifft. Hier räumen Sie ein, sich ein Haus gemeinsam mit einer Maklerin angeschaut zu haben. Hier kam aber kein Vertrag zustande. Beim zweiten Haus hingegen, sei kein Makler zwischengestalten gewesen. Insoweit wurde keine Maklertätigkeit erbracht. Alleine die zweite Besichtigung erfüllt die Voraussetzung, dass es auch tatsächlich zum Vertragsschluss kam. Die erste Besichtigung führte gerade nicht zu einem Vertragsabschluss, zu welchem die Tätigkeit des Maklers geführt hätte. Ein Anspruch auf Maklercourtage für die erste Besichtigung nicht besteht. Für die zweite Besichtigung besteht sie eben sowenig, da keine Maklertätigkeit erbracht wurde.

Ich bitte darum, dass Sie mir kurz mittels Nachfragefunktion mitteilen, durch wen der Makler eingesetzt wurde. Sollte dieser von Ihrer Seite stammen, so bitte ich um Mitteilung, ob im Rahmen des Vertragsschlusses über Aufwendungsersatz gesprochen wurde, der gemäß §652 BGB Abs. 2 BGB zu erstatten wäre.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen vorerst behilflich sein und verbleibe

Bewertung des Fragestellers 10.07.2009 | 13:25

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