Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung vor Kurzarbeit

29.01.2020 11:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Es geht um Fragen der Kurzarbeit im Zusammenhang mit eigener Kündigung und das Kurzarbeitergeld.

Die Fakten:

18.10.2019 wurden wir über die geplante Kurzarbeit informiert
29.11.2019 Festsetzung der Kurzarbeit mit Betriebsvereinbarung
19.12.2010 meine Kündigung eingereicht aufgrund beruflicher Umorientierung
01.01.2020 Start Kurzarbeit (1x pro Woche an einem Freitag frei)
Habe heute auf meinem Kontoauszug gesehen, dass das Kurzarbeitgeld nicht abgezogen wurde. Bin also zu meinem Chef und dieser meinte das ich zur Personalreferentin gehen soll, da er nicht wüsste wieso das so ist. Mir fehlen drei Tage Kurzarbeit, also wurden mir 24h Arbeit weiterhin bezahlt. Die vom Personal meinte das das mit dem Entgelt berechnet wird. Mit meinem Resturlaub konnte das nicht mehr verrechnet werden, da ich diesen schon genutzt habe. Man ließ mich in dem Anschein, dass ich ebenso bei der Kurzarbeit inbegriffen bin. Ich wurde nie darauf hingewiesen, dass durch meine Kündigung die Sachlage ändern würde. Habe somit drei Tage Kurzarbeit genommen und diese fehlen mir jetzt und werden abgezogen vom Entgelt.

Was soll oder kann ich tun? Ich wusste nichts davon und wurde nicht darüber informiert, das meine Kündigung dazu führt das ich aus der Kurzarbeit rausfalle.
Wie sieht die Sache rechtlich gesehen aus? Im Nachhinein weiß ich jetzt, dass ich nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses keine Kurzarbeit habe, aber das wusste ich vorher nicht. Erst nach eigener Recherche.

29.01.2020 | 13:33

Antwort

von


(823)
Vorstadt 42
41812 Erkelenz
Tel: 02435 - 6114416
Tel: 0174 - 9994079
Web: http://www.rechtsanwalt-burgmer.com
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Gerne zu Ihrer Frage, ausgehend von dem 19.12.2010 , dem Datum Ihrer Kündigung aufgrund beruflicher Umorientierung.

Man ließ Sie in dem Anschein, dass Sie bei der Kurzarbeit inbegriffen sind. Sie wurde nie darauf hingewiesen, dass durch sich durch Ihre Kündigung die Sachlage ändern würde.


Zur Rechtslage ist es so, dass ich ohne Kenntnis Ihres konkreten Arbeitsvertrags und der Betriebsvereinbarung grundsätzlich sagen kann, dass es der Hauptzweck des Kurzarbeitergeldes ist, bei vorübergehendem Arbeitsausfall die Weiterbeschäftigung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ermöglichen und Entlassungen zu vermeiden.
Das steht naturgemäß im Widerspruch mit Ihrer Kündigung aufgrund beruflicher Umorientierung, denn eine wesentliche Voraussetzung im persönlichen Bereich ist, vor allem eine ungekündigte versicherungspflichtige Beschäftigung.
Das Kurzarbeitergeld ( grundsätzlich 60 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts) wird auf Antrag des Arbeitgebers bzw. des Betriebsrats gezahlt. Der Antrag ist innerhalb einer Ausschlussfrist von drei Monaten bei der zuständigen Agentur für Arbeit einzureichen, vgl. im Einzelnen §§ 99 ff SGB III.
Ihre Frage fokussiert sich deshalb allein darauf, ob Sie vom AG (oder von der Betriebsvertretung) bei der Ihre Kündigung auf die Rechtslage hätten hingewiesen werden müssen.

Das ist aus der Ferne kaum zu beurteilen, weil – wie Sie schreiben – diese Recherche im Prinzip Ihnen auch selbst möglich gewesen wäre. Es käme also auf die betrieblichen Verhältnisse seit dem 18.10.2019 („wir über die geplante Kurzarbeit informiert") an und ggf. auch eine etwaige Betriebsversammlung zu dem Thema und auch den Inhalt der Betriebsvereinbarung.
Mit anderen Worten: Wenn also zu Kündigung „animiert" bzw. motiviert wurde oder andere Kollegen/innen gleichfalls gekündigt haben, würde es zur Fürsorgepflicht des AG gehört haben, die AN umfassend und vor allem gleichermaßen zu informieren.

Wurde das schuldhaft unterlassen, könnte ein Anspruch auf Schadensersatz bestehen, sofern ein „Schutzgesetz" verletzt wurde. Hier sehe ich einen Ansatz, dass Ihr Chef „meinte dass Sie zur Personalreferentin gehen soll, da er nicht wüsste wieso das so ist" und dass Sie DANACH „somit drei Tage Kurzarbeit genommen und diese Ihnen jetzt fehlen, weil Sie vom Entgelt abgezogen wurden".

Dann sollten Sie unter Beachtung der kurzen Fristen im Arbeitsrecht Ihren Arbeitgeber mit Fristsetzung zum Ausgleich auffordern und ggf. eine weiterführende Beratung einer/s Kollegen/in
vor Ort einholen, weil das aus der Distanz nicht abschließend möglich ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

ANTWORT VON

(823)

Vorstadt 42
41812 Erkelenz
Tel: 02435 - 6114416
Tel: 0174 - 9994079
Web: http://www.rechtsanwalt-burgmer.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht, allgemein, Verwaltungsrecht, Straßen- und Verkehrsrecht, Baurecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90380 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank, hat mir sehr gut weiter geholfen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ausführliche, kompetente und schnelle Antwort, danke schön! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Äußerst kompetente, verlässliche und ausführliche Beantwortung meiner Fragen. Hat mir sehr weitergeholfen - vielen Dank! ...
FRAGESTELLER