Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung oder Widerruf einer Maklervermittlung


27.10.2007 10:55 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin auf der Suche nach einem Haus zur Miete. Am 20.10. fand ich über das Internet ein interessantes Angebot und vereinbarte mit dem Makler 1 (via email)einen Besichtigungstermin für den 25.10.
Am 24.10. fand ich ein weiteres interessantes Objekt über Internet. Bei dem Telefonat mit Makler 2 stellte sich heraus, daß es sich um das selbe Objekt handelte.
Nach Rückfrage versicherten mir beide Makler im Auftrag des Eigentümers zu handeln.
Da ich bei Makler 1 einen Vermittlungsauftrag unterzeichnet hatte, nahm ich die Objektbesichtigung wie vereinbart am25.10. wahr. Mein persönlicher Eindruck ist, daß Makler 1 im auftrag des Mieters handelt.
Wir vereinarten einen zweiten Besichtigungstermin für den 29.10., wobei der Makler dies noch abklären wollte. Auf meine Anrufe bzw email zur Terminbestätigung reagiert der Makler 1 nicht.

Ich habe jetzt die Befürchtung, daß mir das Angebot "durch die Lappen geht".
Habe ich die Möglichkeit den Vermittlungsauftrag für Makler 1 zu widerrufen oder zu kündigen und mich an Makler 2 zu wenden?

Ich möchte vermeiden, 2 mal Maklercourtage zu zahlen.

Anbei der Text des Vermittlungsauftrages:

Wir erkennen an, dass mit dem Abschluss eines Kauf- Miet- oder sonstigen Vertrags über ein Objekt, das von der Firma XXX nachgewiesen oder vermittelt wurde, eine Provision in Höhe von 2 Monatskaltmieten bei Wohnraum, von 3 Monatskaltmieten bei Gewerberaum sowie, in besonderen Fällen 2 Monatswarmmieten (bei Gewerbeobjekte: 3 Monatswarmmieten) bzw. 3% des Kaufpreises zuzüglich der geltenden Mehrwertsteuer geschuldet wird. Wir erkennen an, dass die vorgenannte Provision auch geschuldet wird, wenn anstelle des eingeleiteten Geschäfts ein Ersatzgeschäft durch den Nachweis von XXX zustande kommt. Die Provision ist innerhalb von 8 Tagen nach Rechnungsstellung zur Zahlung zu bezahlen.
Wir erkennen an, dass Exposés nur für uns bestimmt sind und nur nach schriftlicher  Einwilligung der XXX an Dritte weitergegeben werden dürfen. Im Fall einer Zuwiderhandlung schulden wir Schadensersatz in voller Provisionshöhe, sofern nicht ein geringerer Schaden von uns der XXX  nachgewiesen wird.
Es gelten für dieses Vertragsverhältnis unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die im Exposé aufgeführt bzw. unter der Internetadresse www.XXX einsehbar sind. Mündliche Nebenabsprachen wurden nicht getroffen und bedürfen zur Wirksamkeit der Schriftform. Das Schriftformerfordernis kann nur schriftlich aufgehoben werden.

Vielen Dank

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage. Diese darf ich Ihnen anhand der mir zur Verfügung gestellten Informationen sowie unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich gehe auf Grund Ihrer Angaben davon aus, dass der Text des Vermittlungsauftrages von Ihnen vollständig wiedergegeben wurde, und keine weitere Vereinbarung existiert.

Bei dem zwischen Ihnen und dem Makler geschlossenen Vertrag handelt es sich um einen Mäklervertrag im Sinne der §§ 652 ff. BGB. Ein solcher Vertrag läuft mangels anderweitiger Vereinbarung auf unbestimmte Zeit.

Kündigen können Sie den vorstehenden Auftrag, mangels anderslautender Vereinbarung, jederzeit. Bei der Vereinbarung einer Vertragsdauer kommt eine fristlose Kündigung des Auftrages gemäß § 314 BGB in Betracht. Dies würde jedoch voraussetzen, dass Ihnen das Festhalten an dem Auftrag nicht mehr zumutbar ist. Diese Voraussetzung sehe ich nach Ihrer Schilderung noch nicht als gegeben an.

Ich weise aus anwaltlicher Vorsorge darauf hin, dass eine Kündigung des Auftrages nur für die Zukunft gelten würde. Hat der Makler nämlich ggf. während der Vertragsdauer seine Leistung erbracht, so kann sich der Auftraggeber nicht seiner Vergütungspflicht durch Kündigung entziehen, wenn
der beabsichtigte Hauptvertrag, hier der Mietvertrag, später tatsächlich geschlossen wird.

"Seine Leistung" bedeutet hier grundsätzlich, dass der Makler Sie in die Lage versetzt hat, in konkrete Verhandlungen über den von Ihnen angestrebten Mietvertrag einzutreten.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.

Für eine einmalige Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich über die kostenlose Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,


Hauke Flamming
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER