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Kündigung eines Honorarvertrages,

| 03.07.2019 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


21:10
Ich arbeite seit 7 Jahren (ab 2012) vertraglich gesichert als Honoravertrag, für die Hector Akademie BW und gebe Kunst Kurse für deren Begabtenförderung, wöchentlich, jeweils 9-10 mal im Frühjahr und Herbst (ab 03-06 und ab 10-12),
jetzt wurde mir (ich hatte Differenzen mit der Leitung meines Hector Gebietes/ Leonberg , rein persönlicher verwaltungstechnischer Art) , ohne Begründung der Vetrrag gekündigt, obwohl mein Kursangebot bei Kindern und Eltern gut ankommt keine Beschwerden gab und es keine sachlich fachliche Begründung für diese Entscheidung gibt.
In der kurz gefassten Kündigung wurde auch kein Grund erwähnt:
Kann das einfach so nach all den Jahren (ohne Entschädigung etc) stattfinden, ausserdem würde ich die Kurse gerne weiterführen, da sie mir einen entsprechend gesicherten (bis jetzt) Nebenverdienst bieten, bin Freiberufler, ,?? Gruss BH
03.07.2019 | 11:55

Antwort

von


(1207)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Sie arbeiten auf Honorarbasis und haben vermutlich mit der Akademie einen schriftlichen Honorarvertrag geschlossen. In diesem Honorarvertrag dürfte auch eine Kündigungsfrist aufgeführt sein.

Der erste Schritt für Sie ist also, dass Sie die Einhaltung der Kündigungsfrist anhand des Honorarvertrags prüfen.


2.

Die Auftraggeberin kann einen Honorarvertrag jederzeit kündigen, sofern es sich tatsächlich um einen Honorarvertrag und nicht um ein abhängiges Arbeitsverhältnis handelt.

Kennzeichen eines Honorarvertrags ist beispielsweise, dass Sie selbstständig als freier Mitarbeiter für die Akademie tätig sind.

In dem Kündigungsschreiben muss kein Kündigungsgrund aufgeführt sein.

Für den freien Mitarbeitern, der auf Honorarbasis für einen Auftraggeber arbeitet, sieht das Gesetz auch keinerlei Entschädigung vor. Ein Rechtsanspruch auf eine Entschädigung käme nur dann in Betracht, wenn im Honorarvertrag eine solche Entschädigung zugesichert wäre. Das halte ich aber für unwahrscheinlich, da Entschädigungszahlungen im Fall der Beendigung eines freien Mitarbeiterverhältnisses höchst selten sind. Sie können das aber leicht nachprüfen, indem Sie im Honorarvertrag nachschauen, ob von einer Entschädigung für den Fall der Kündigung etwas gesagt ist.


3.

Natürlich ist es für Sie, da Sie die Kurse gern weiterführen möchten und auch einen zusätzlichen Verdienst erwirtschaften, unerfreulich.

Wenn die Kündigung fristgerecht erfolgt ist, werden Sie aber keine Möglichkeit haben, sich gegen die Kündigung zur Wehr zu setzen.

Diese Ausführungen kann ich natürlich nur in Anbetracht des Umstandes machen, als dass mir der Honorarvertrag nicht vorliegt.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 03.07.2019 | 20:36

Hallo geehrter Hr, Raab,

Danke für die Antwort:
ich hatte mir etwas in der von Ihnen genannten Richtung, bei entsprechender Nachfrage auch bei Kollegen, zudem schon "gedacht" !
.
Nun, der Vertrag den ich habe, ist recht kurz gefasst, aber von irgendeiner Kündigungdsfrist ist dort keine Rede, bzw. es wird sich auf die Rechtslage Arbeitsgesetz §552 BGB (?) irgendwas. etc berufen (habe den Vertrag da auswärts tätig , derzeit leider nicht vorliegen) .

Aber kann es sein, dass man nach dauerhafter, einvernehmlicher Tätigkeit, und diese Kurse gibt es dort weiterhin an der Schule. einfach so, sang und klanglos "abgeferigt" wird??
Ist das nicht irgendwie "Wild West" Manier? besonders da man lange gut zusammen gearbeitet hat?
Bin als künstlerisch tätiger Freiberufler von solchen Methoden eher enttäuscht und in meinem Rechtsempfinden verunsichert, ..,..!?

Frdl. Gruss, B.H.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.07.2019 | 21:10

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


Als freier Mitarbeiter geniessen Sie keinen Kündigungsschutz wie er z. B. bei Arbeitsverhältnissen gilt, sofern das Kündigungsschutzgesetz eingreift. Das ist der Fall, wenn ein Betrieb mehr als 10 Mitarbeiter beschäftigt.

Bei weniger als 10 Mitarbeitern, im Arbeitsverhältnis wohlgemerkt, kann arbeitgeberseits ebenso sang- und klanglos, wie Sie es formulieren, gekündigt werden.

Und als freier Mitarbeiter hat man eben keinen Kündigungsschutz. Man kann nur in den Vertrag schauen, um zu prüfen, wie lange die Kündigungsfrist ist.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.07.2019 | 21:24

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"alles sachlich fachlich korrekt, aber nur aus human - künstlerischer Sicht "etwas kurz", !

(PS: Naja, wenn ca 135 Anwälte oder Anwaltsberufe im Bundestag sitzen, (bei etwa 703 Abgeordneten, ..) und diese Gesetze machen, die die Kunst-schaffenden in den Orkus befördern, als "brotlos", ?
aber dafür kann dieser Anwalt nat. nichts, war nur "laut" gedacht, Schönen Gruss, BH)"
Stellungnahme vom Anwalt:
Es ist gar nicht selten, dass das Rechtsgefühl des Bürgers und die tatsächliche Rechtslage auseinandergehen. Weit verbreitet ist z. B. die Meinung (hat mit diesem Fall nichts zu tun), man müsse, bevor man eine Geldforderung gegen einen Schulder erst dreimal anmahnen, bevor man seine Forderung gerichtlich geltend machen dürfe. Das ist falsch: Eine einzige Aufforderung mit Fristsetzung reicht aus. Oder ein anderer Fall jüngst aus meiner Praxis: Drei Personen schulden einem Dritten als Gesamtschuldner 5.000 €. Der Mandant vertrat die Ansicht, damit schulde jeder der drei Personen nur 1/3 des Gesamtbetrags. Ebenfalls unrichtig: Bei gesamtschuldnerischer Haftung schuldet jeder der drei Personen den vollen Betrag von 5.000 €. Natürlich erhält der Gläubiger diesen Betrag nur einmal. Das ist eine eindeutige Rechtslage, also absolut unstreitig. Was den Mandanten aber nicht von seiner falschen Meinung bezüglich der Rechtslage abbringen konnte. Auch so etwas gibt's!
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.07.2019
4,2/5,0

alles sachlich fachlich korrekt, aber nur aus human - künstlerischer Sicht "etwas kurz", !

(PS: Naja, wenn ca 135 Anwälte oder Anwaltsberufe im Bundestag sitzen, (bei etwa 703 Abgeordneten, ..) und diese Gesetze machen, die die Kunst-schaffenden in den Orkus befördern, als "brotlos", ?
aber dafür kann dieser Anwalt nat. nichts, war nur "laut" gedacht, Schönen Gruss, BH)


ANTWORT VON

(1207)

Aachener Strasse 585
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