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Kündigung durch Sozialauswahl


22.06.2006 12:13 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle




Problem : ich wurde gekündigt (Sozialauswahl)

3 Monate vorher war eine Betriebsratswahl und diese Mitarbeiter
sollen jetzt von dieser Kündigungswelle ausgeschlossen sein.

Daher falle ich jetzt in die Sozialauswahl obwohl ein MA
mit mir vergleichbar wäre ( Qualifikation am Arbeitsplatz,
Lohngruppe und Tätigkeitsfeld) wesentlich weniger Punkte
erreicht hätte ( ledig ohne Kinder)

Dieser MA stand auf der Liste der BR Wahl.

Hat es Erfolg auf Wiedereinsteluung o.ä. zu klagen oder ist
das gesetzlich so geschützt das die Firma Recht hat.
Ich bin verh. + 2 Kinder und länger in der Firma als oben genannter MA.

Mir wurde ein Eintritt in eine Auffanggesellschaft angeboten
aber damit verwirkt das Recht zu klagen. Abfindungsgeld wurde
berechnet.

Ich hoffe sie können mir schnell helfen weil in 3 Tagen der
"dreiseitige Vertrag" abgegeben werden soll um in die Auffang-
gesellschaft einzutreten.

Mit frdl. Grüßen

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


ob eine Klage tatsächlich Erfolg hat, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab:

Nach Ihrer Darstellung ist in der Firma das Punktesystem eingeführt worden, so dass der Arbeitgeber sich auch daran zu halten hat. Diese Auswahlrichtlinien nach § 95 BetrVG, § 1 KSchG sind zu beachten.

Problematisch ist aber, dass hier bei dem anderen MA die Betriebsratszugehörigkeit vorliegt, da dann § 15 KSchG eingreifen kann, wonach dessen Kündigung unzulässig wäre.

Ob diese Vorschrift auch bei der -hier offenbar vorliegenden- Massenkündigung eingreift, ist immer noch heftig umstritten, wobei die derzeite Rechtsprechung BAG DB 87, 2207 dieses bejaht, teilweise die Arbeitsgerichte jedoch davon abweichen.

Sofern dieses nun alles im Punktesystem berücksichtigt worden ist (was ohne Einsicht in die Unterlagen nicht beurteilt werden kann-hier stößt die online-Beratung auf ihre Grenzen), wird es schwer werden, erfolgreich zu klagen (zumal Sie die RA-Kosten auch bei einem obsiegenden Urteil nicht erstattet bekommen).

Nach der vorläufigen Einschätzung wäre ich die Chancen als nicht gut bewerten. Dieses KANN sich aber ändern, wenn sich aus den Unterlagen noch etwas anderes ergibt.

Daher kann ich Ihnen zur ehrlicherweise raten, mit ALLEN Unterlagen sofort einen Kollegen vor Ort aufzusuchen, da die Einsicht für die abschließende Beurteilung unverzichtbar ist.


Wichtig wäre auch zu klären, wie die Auffanggesellschaft mit dem Arbeitgeber tatsächlich verknüpft ist; hier kann es sein, dass diese als Betrieb des Arbeitgebers anzusehen ist. Das könnte dann zur Folge haben, dass es kein neues Arbeitsverhältnis darstellt (allerdings auch die Abfindung dann nicht zu zahlen wäre.

Daher wird der Gang zum Anwalt und Vorlage aller Unterlagen (der neue Vertrag sollte dann gleich mit geprüft werden) hier unverzichtbar sein.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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