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Firma plante von vornherein Kündigung

| 13.05.2013 09:20 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Zusammenfassung: Im Kündigungsschutzverfahren trägt jede Partei in 1. Instanz die Kosten selber, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens.

Private Arbeitsvermittlung vermittelt an Zeitarbeitsfirma. Erster Arbeitstag 08.05.2013, zweiter Arbeitstag 09.05.

Anruf am 10.05. zwecks Nachfrage weitere Einsätze, telefonische Info: Alle 13 Mitarbeiter, die auch mit mir am 08.05. angefangen hatten, seien gekündigt worden, weil es einen Diebstahl gab.

Mittags (10.05.) liegt die am 08.05. (also meinem 1. Arbeitstag!) angefertigte Kündigung ohne Angabe von Gründen "fristgerecht zum 11.05." im Briefkasten. Die Firma plante also VON VORNHEREIN keine Weiterbeschäftigung!

Lohnt sich eine Kündigungsschutzklage - was gewinne ich? Vermutlich maximal zwei Wochen Lohn (also bis zur regulären Kündigungsfrist), richtig? Wer muss die Kosten tragen? Ist das Verhalten dieser Firma evtl. sogar strafbar? Danke!

Einsatz editiert am 13.05.2013 09:28:58

Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Die Frage, ob sich eine Kündigungsschutzklage für Sie lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wenn davon ausgegangen wird, dass der Vertrag zeitnah zum 08.05.2013 geschlossen worden ist, ist eine " fristgerechte" Kündigung zum 11.05.2013 praktisch nicht möglich, da auch eine vereinbarte Probezeit mindestens 2 Wochen betragen muss. Von daher erscheint die ausgesprochene Kündigung bereits unwirksam.

Ob eine umgedeutete fristlose Kündigung wirksam ist, hängt davon ab, ob hierfür ein Grund vorliegt. Sollten Sie allerdings gegen eine solche fristlose Kündigung nicht vorgehen, besteht die Gefahr, dass Ihnen von der Arbeitsagentur eine Sperrfrist verhängt wird.

Falls Sie eine Kündigungsschutzklage einreichen, könnten Sie maximal das Gehalt bis zum Zeitpunkt, zu dem das Probearbeitsverhältnis frühestens gekündigt hätte werden können, erreichen.

Im Arbeitsgerichtsverfahren gilt die Regelung, dass unabhängig vom Ausgang des Verfahrens in 1. Instanz jede Partei die eigenen Kosten selber trägt. Sollten Sie also einen Anwalt beauftragen, müssten Sie grundsätzlich diesen Anwalt selber bezahlen auch dann, wenn Sie die Klage in vollem Umfang gewinnen würden.

Ob eine Rechtsschutzversicherung eintrittspflichtig ist, oder ob Sie Anspruch auf Prozesskostenhilfe hätten, hängt von verschiedenen, hier nicht bekannten Faktoren ab.

Grundsätzlich können Sie vor dem Arbeitsgericht auch selber klagen, ohne einen Anwalt. In diesem Fall bräuchten Sie natürlich solche Kosten nicht zu tragen.

Für eine Strafbarkeit im Handeln der Firma sehe ich derzeit keine Anhaltspunkte.


Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 15.05.2013 | 08:50

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