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Probleme nach Kündigung durch die Firma

| 23.07.2008 20:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Am Ende des letzten Arbeitstages vor meinem Urlaub erhielt ich vorab mündlich die Kündigung aus betriebswirtschaftlichen Gründen zum 01.10.08 (fristgerecht hätte mir mein AG auch schon zum 01.08.08 kündigen können). Die schriftliche Kündigung kam dann ohne die Angabe von Gründen in meinem Urlaub. Da ich mich in einer Privatinsolvenz befinde (Wohlverhaltensphase)zog ich einen Anwalt für Arbeitsrecht zu Rate. Er leitete für mich eine Kündigungsschutzklage in die Wege (der Betrieb hat unter 5 Mitarbeiter)und forderte vom AG ein Vorabzeugnis für mich an. Um meiner Verpflichtung besonders im Hinblick auf meine Privatinsolvenz nachzukommen, schickte ich mehrere Bewerbungen ab. (Ein Vorabzeugnis wurde mir bisher nicht ausgestellt, da der RA der Gegenpartei im Urlaub ist.) Nun hätte ich eine neue Stelle zum 04.08.08 in Aussicht und am 01.08.08 ist der Termin beim Arbeitsgericht. Was kann ich tun um die neue Stelle annehmen zu können? Momentan bin ich krankgeschrieben, da ich aufgrund der plötzlichen Kündigung (mein AG hat betont, das er mit meiner Arbeit immer vollstens zufrieden war!)nervlich am Ende bin. Mein RA hat mir geraten die Verhandlung am 1.8. abzuwarten, um evtl. einen Aufhebungsvertrag zum 4.8. zu erwirken. Nun habe ich Angst das mir die Felle wegschwimmen, falls die Gegenpartei nicht darauf eingeht und mir am Ende der in Aussicht gestellte Arbeitsplatz verloren geht. Da ich mich anwaltlich über meine Rechtsschutzversicherung vertreten lasse habe ich auch Bedenken einfach selbst die Initiative zu ergreifen. Vom Gefühl her würde ich am Liebsten vorsorglich zum 01.09.08 selbst kündigen und trotzdem noch versuchen einen Auflösungsvertrag zum 04.08. zu bekommen. Vielen Dank im Voraus für eine schnelle Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

wie ich es verstanden habe, greift das Kündigungsschutzgesetz in Ihrem Fall nicht.
Meines Erachtens sollten Sie die daher die neue Stelle annehmen und Ihr Anwalt sollte im Termin versuchen, eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung der restlichen Lohnansprüche bis zum 01.10.2008 (als Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes)zu erreichen (über die Höhe kann ggf. auch noch verhandelt werden , wenn die Gegenseite hierauf nicht eingeht). Sie können angeben, dass Sie eine neue Stelle zum 04.08 in Aussicht haben, diese aber nur annehmen werden, wenn der Arbeitgeber einer einvernehmlichen vorzeitigen Beendigung zustimmt. Ich gehe davon aus, dass Ihr Arbeitgeber damit einverstanden ist, da durch die Zahlung eines Abfindungsbetrages keine Sozialversicherungsbeiträge anfallen.
Sollte am 04.08. wider Erwarten keine Einigung zustandekommen, können Sie das Arbeitsverhältnis immer noch selbst kündigen (auch wenn die Kündigungsfristen nicht eingehalten werden, wird Ihr Arbeitgeber wohl keine Einwände gegen eine vorzeitige Beendigung haben) und am 04.08. Ihre neue Arbeitsstelle antreten.
Vor der Verhandlung würde ich keine Eigenkündigung aussprechen, da dies Ihre Verhandlungsposition bzgl. der Zahlungsansprüche schwächt.
Evtl. ist es auch möglich, dass Ihr Anwalt noch vor dem Gütetermin mit dem Gegenanwalt Kontakt aufnimmt, da man eine derartige Einigung bereits jetzt aushandeln könnte.
Viel Erfolg!
Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 23.07.2008 | 21:20

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, vielen Dank für Ihre turboschnelle Antwort. Laut meinem Arbeitsvertrag habe ich eine 4-wöchige Kündigungsfrist jeweils vom 15. zum 15. oder Monatsletzten zum Monatsletzten. Wenn ich Sie richtig verstanden habe brauche ich in diesem Fall diese Kündigungsfrist nicht einzuhalten. Könnte ich dann also auch schon am 01.08. nach der Verhandlung vor dem Arbeitsgericht zum 04.08. kündigen, falls dort keine Einigung erzielt werden konnte? Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen Ihr Fragensteller

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.07.2008 | 06:08

Sehr geehrter Fragesteller,

grds. sind die kündigungsfristen zwar einzuhalten; allerdings würde ich, da der neue Arbeitsplatz für Sie wichtiger ist als ein Festhalten an einem bereits gekündigten Arbeitsverhältnis, das Arbeitsverhöltnis dann zum 04.08. kündigen. Das Nichteinhalten der Frist hat in der Regel keine Konsequenzen, da der Arbeitgeber evtl. Schadenersatzansprüche, die ihm durch Ihr vorzeitiges Ausscheiden entstehen könnten, beweisen müßte.
Ich gehe aber davon aus, dass Sie im Rahmen der Güteverhandlung eine vergleichsweise Regelung erzielen werden.
Nochmals viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin

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