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Kündigung: Kündigungsschutzklage - wie?


30.06.2005 22:53 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,

dies sind allgemeine Frage zu meinem ´Fall´ - Kündigung wegen (angeblich) unentschuldigten Fehlens.

Ich möchte auf Anraten der Rechtsanwälte Glatzel und Hellmann (vielen, vielen Dank nochmals für die bisherigen Antworten!) eine Kündigungsschutzklage einreichen.
Fragen:

a) Muss eine solche Klage über einen Anwalt eingereicht werden?

b) Wo befindet sich das oder ein Arbeitsgericht?

c) Da bei mir Wohnort und Arbeitsort weit auseinander liegen: Spielt die Ortsfrage eine Rolle?
Das heißt: ist es besser, einen RA am Wohnort oder am Arbeitsort ´einzuschalten´?

d) Schließlich eine unangenehme Frage (aber man muss den Tatsachen ins Gesicht sehen):
Wie sieht es aus mit der Bezahlung, wenn ich einen RA zu meiner Verteidigung verpflichten möchte?
Ich besitze kaum finanzielle Reserven? Welche Möglichkeiten habe ich? Gibt es eine Art Anrecht auf Rechtsbeistand, wenn man unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt?

Vielen Dank für die Beantwortung im voraus!!

Mit freundlichen Grüßen.

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Guten Abend,

vorab noch einmal der Hinweis, daß Sie binnen drei Wochen ab Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage einreichen müssen, da ansonsten die Kündigung als sozial gerechtfertigt gilt, unabhängig davon, ob Sie richtig oder falsch ist.

Die Klage müssen Sie nicht über einen Anwalt einreichen; Sie können sie selbst formulieren oder -was ich Ihnen für den Fall, daß Sie keinen Anwalt einschalten sollten, empfehlen möchte- bei der Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichtes zu Protokoll geben. Letzteres hat den Vorteil, daß Sie von Anhang einen vernünftigen Klagantrag stellen, da Ihre Klage durch den dort zuständigen Rechtspfleger aufgenommen wird.
Dieser kann Sie allerdings nicht im Verfahren weiter beraten, so daß Sie doch einen Anwalt einschalten sollten, um "Waffengleichheit" zu Ihrem Arbeitgeber zu wahren.

Zuständig ist das Arbeitsgericht, welches für den Ort zuständig ist, an dem Sie Ihre Arbeitsleistung erbringen. Wenn Sie mir diesen Ort nennen, kann ich Ihnen gerne die Gerichtsadresse mitteilen.

Ich würde Ihnen eher empfehlen, einen Anwalt am Ort des Gerichtes zu wählen. Dies hat den Vorteil, daß bei dem Rechtsanwalt keine zusätzlichen Fahrtkosten entstehen, die auf jeden Fall ansonsten von Ihnen zu tragen wären.

Noch eine Anmerkung zu den Kosten:
Sie können, wenn Ihr Einkommen und das Vermögen unter bestimmten Freigrenzen liegt, Prozeßkostenhilfe beantragen. Dies bedeutet, daß Sie bei Bewilligung hinsichtlich der Kosten nichts mehr zu beachten haben, daß der Rechtsanwalt seine Kosten vom Arbeitsgericht gezahlt bekommt. Lediglich etwaige Fahrtkosten müßten Sie selbst tragen.

Zu beachten ist auch noch, daß Sie unabhängig vom Ausgang des Prozesses mit den Kosten der Gegenseite nichts zu tun haben. Im arbeitsgerichtlichen Verfahren trägt zumindest in der ersten Instanz jede Seite Ihre Kosten selbst, eine Kostenerstattung findet nicht statt.

Sie sollten die Voraussetzungen der Prozeßkostenhilfe mit einem Rechtsanwalt erörtern. Dort erhalten Sie auch ein Formular, um Prozeßkostenhilfe beantragen zu können.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2005 | 20:59

Guten Abend,

zunächst einmal: beiden Herren RAen vielen Dank für die Antwort und Auskünfte!!
Ich werde wohl einen RA einschalten, da vermutlich noch viele andere Dinge zu regeln sind, u.a. die Weiterzahlung meines Gehaltes, so lange der Prozess anhängig ist.

Da ich nicht ganz sicher bin, wie "1x nachfragen" zu verstehen ist (1x fragen oder nur noch 1 Zusatzfrage), liste ich hier vier Fragen auf.

Wenn dies zuviel sein sollte, weil nur EINE zusätzliche Frage erlaubt ist, beantworten Sie bitte die erste Frage nach der PLZ, da sie die wichtigste der drei Fragen ist.

Vielen Dank im voraus!
Hier meine drei Fragen:


1) Die PLZ meines tatsächlichen Arbeitsortes ist 55278.

Aus Sicht der Militärverwaltung handelt es sich allerdings bei meinem Arbeitsort um einen ´Ablegerstützpunkt´, der zu einer größeren Einheit (Battalion) gehört, die in zwei Bundesländern liegt. Das Hauptquartier des Battalions liegt im benachbarten Bundesland und hat wiederum die PLZ 65205 in der Ziviladresse.


2) Meldung beim Arbeitsamt?

Soll ich mich nun ´arbeitssuchend´ melden? Oder könnte man das
sogar so auslegen, dass dieser Schritt eine indirekte Anerkennung der Kündigung (die zum gestrigen 30.06. ausgesprochen wurde)bedeute?

3) Mir wurde mitgeteilt, dass meine "Papiere" bei der Gehaltsstelle lägen und ich sie dort abholen solle.
Die Gehaltsstelle ist wiederum eine andere Behörde und an einem ganz anderen Ort als mein Arbeitsplatz.
Abgesehen davon, dass ich dies merkwürdig finde - muss ich dieser Aufforderung Folge leisten? Kann ich die Zusendung verlangen?

4)Wie kann ich Einsicht in meine Personalakte erlangen?

Nochmals vielen Dank im voraus!!
Mit freundlichen Grüßen!





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.07.2005 | 11:51

Guten Tag,

örtlich zuständig ist für Sie das Arbeitsgericht Mainz, Ernst-Ludwig-Str. 4, 55116 Mainz.

Sie sollten sich bereits jetzt arbeitslos melden, da Sie ansonsten Kürzungen bei der Leistung zu befürchten. Eine Anerkennung der Kündigung ist hiermit nicht verbunden.

Ihr Arbeitgeber muß Ihnen die Arbeitspapiere übersenden, da Arbeitsort und Wohnort bei Ihnen auseinanderklaffen.

Sie haben nach § 83 I BetrVG einen Anspruch auf Einsicht in die Personalakte. Diesen können Sie dadurch verwirklichen, daß Sie am Ort der Personalverwaltung die Akte direkt einsehen.

mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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