Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Aufforderung zur Kündigung, habe ich Chancen bei einer Kündigungsschutzklage?

16.01.2008 12:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Konkreter Fall:

Person, welche in einem öffentlich rechtl. Kreditinstitut beschäftigt ist, Tarifangestellt, wird gebeten sich einen neuen Job zu suchen, da Person und Chef unterschiedliche Sichtweise bei der Bearbeitung von Geschäftsvorfällen haben. Person soll sich in den nächsten 2-3 Monaten eine neue Beschäftigung suchen und freiwillig den Arbeitgeber verlassen.

Es liegt weder eine Abmahnung noch Kündigung vor. Person ist seit 15 Monaten, unbefristet beschäftigt und hat momentan kein Interesse sich extern zu orientieren, d.h. möchte weder kündigen noch gekündigt werden.

Da das Institut groß ist benötigt der AG Kündigungsgrund, richtig? Es gibt derzeit keine betriebsbedingten Kündigungsgründe. Deshalb kommen meines Erachtens nur personen- oder verhaltensbedingte Gründe in Betracht, richtig? Wie einfach ist es für einen AG solche Gründe darzulegen, müssen diese nicht schwerwiegend sein, damit eine Kündigung gerechtfertigt wäre? Person verneint solche Gründe, zumindest liegen keine schwerwiegenden Gründe vor.

Was raten Sie dieser Person? Hat Person gute Chancen bei einer Kündigungsschutzklage?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Das Ergebnis vorwegnehmend, empfehle ich Ihnen unter keinen Umständen selbst zu kündigen bzw. sich "freiwillig" eine neue Stelle zu suchen.

Ausgehend von der Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes ( Betrieb mehr als 10 Arbeitnehmer, der Arbeitnehmer selbst mehr al 6 Monate in dem Betrieb beschäftigt) genießen Sie grundsätzlich Kündigungsschutz nach diesem Gesetz.

Sofern keine betrieblichen Gründe vorliegen, kann der Arbeitgeber nur eine verhaltens- oder personenbedingte Kündigung aussprechen.

Eine verhaltensbedingte Kündigung kommt bei arbeitsvertraglichen Pflichtwidrigkeiten in Betracht.Zu beachten ist, dass vor einer verhaltensbedingten Kündigung das zu missbilligende Verhalten in der Regel zunächst abzumahnen ist. Eine Beispiel für eine verhaltensbedingte Kündigung wäre die Arbeitsverweigerung.

Häufigster Fall der personenbedingten Kündigung ist die Kündigung wegen einer langanhaltenden Krankheit, die zur Arbeitsunfähigkeit führt und auch in Zukunft führen wird.

Da für beide Möglichkeiten nach Ihren Angaben keine Anzeichen bestehen, wird der Arbeitgeber Sie nicht kündigen können.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.



Mit freundlichen Grüßen


Florian Günthner
Rechtsanwalt


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70666 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Klare verständliche Antwort. Besser geht es nicht. Danke! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Super. Danke. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Innerhalb einer Stunde hatte ich meine Antwort die mir wirklich weiterhilft. Herzlichen Dank dafür ...
FRAGESTELLER