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Kopfdichtungsschaden


| 28.03.2006 17:04 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
vor 4 Tagen war bei Autoscout ein Auto, dass als unfallfrei, im guten Zustand und ohne TÜV für 650 Euro ausgeschrieben war. Nach telefonischer Zusicherung, dass das Auto keine Reperaturen benötig, es nur verkauft wird da sie mit ihrem Freund jetzt zusammen lebt, sie keine 3 Autos braucht und 150 Euro Nachlass anbot, bin ich am nächsten Tag mit einem Freund hingefahren und habe eine ca. 10 km Probefahrt gemacht. Als sich nichts ungewöhnlich feststellte, habe ich den Kaufvertrag ohne Gewährleistung und unfallfrei unterschrieben. Leider hatte ich keine zusätzliche Vereinbarung eingetragen, dass es im guten Zustand ist und keine Reperaturen benötigt. Als ich dann 8 km fahrte, ging plötzlich die Temperaturanzeige auf maximum. Ich rief sofort die Vorbesitzerin an, schilderte ihr dies und hatte ihr gesagt wenn es hohe Kosten werden gebe ich das Auto zurück. Sie meinte das sie das nicht versteht wie das passieren kann und ich sollte mich dann nochmal melden. Ein mir bekannten Mechaniker musste das Auto dann abschleppen. In der Werkstatt stellte sich dann heraus das die Kopfdichtung defekt ist. Die Vorbesitzerin beruft sich auf den Kaufvertrag und nimmt das Auto auf keinen Fall zurück. Ich hatte mein letztes Geld für Schrott hergegeben und sitz nun auf noch mehr Kosten da. Komm ich da irgendwie aus diesem Vertrag wieder raus? Oder hab ich Chancen das sie für die Kosten aufkommen muss? Ich denke sie hat es gewusst und nur nichts gesagt. Ihr Freund war da auch anwesend, also Aussage gegen Aussage oder?
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Sehr geehrte Fragestellerin bzw.
sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes nehme ich zu Ihrem Problem im Rahmen einer Erstberatung gerne Stellung:

Ihren Erläuterungen entnehme ich, dass Sie wahrscheinlich einen umfassenden Haftungsausschluss im Kaufvertrag vereinbart haben. Hierdurch werden grundsätzlich Ihre Gewährleistungsrechte ausgeschlossen.

Ein solcher Haftungsausschluss ist jedoch gemäß § 444 BGB unwirksam, wenn der Verkäufer einen Mangel beim Abschluss des Kaufvertrages verschwiegen hat. Gleiches gilt, wenn der Verkäufer trotz Kenntnis von einem Mangel angibt, dass der PKW frei von Mängeln sei.

Dieses scheint hier der Fall zu sein, da der PKW bereits nach 8 km (zzgl. der 10 km Probefahrt) defekt war. Es ist daher davon auszugehen, dass der Fehler der Verkäuferin bekannt war und sie ihn bewusst verschwiegen hat.

Die Tatsache, dass die Verkäuferin Kenntnis von dem Mangel hatte, wäre in einem späteren Rechtsstreit von Ihnen zu beweisen. Ihr Freund könnte hierbei als Zeuge aussagen. Der Umstand, dass der Pkw bereits nach 8 km defekt war, spricht ebenfalls für Sie. Das Prinzip Aussage gegen Aussage ist hier also nicht zwingend.

Da die Gewährleistungsrechte nicht mehr wirksam ausgeschlossen sind, können Sie von der Verkäuferin zunächst die Durchführung der Reparatur auf ihre Kosten verlangen. Sollte sie sich weigern das Auto reparieren zu lassen oder eine Reparatur nicht möglich sein, können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten. In diesem Fall müssten Sie den Pkw zurückgeben und die Verkäuferin Ihnen den Kaufpreis auszahlen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen behilflich sein und verbleibe mit

freundlichen Grüßen,

Rechtsanwalt Torben Hoffmann

Nachfrage vom Fragesteller 28.03.2006 | 20:08

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,erstmals möchte ich mich für ihre schnelle Auskunft sehr bedanken. Muss ich beweisen das der Schaden schon vorher war oder ist es auch so für einen Richter ersichtlich das der Schaden vorher gewesen sein muss? Wüsste nämlich nicht wie ich diese Täuschung beweisen kann. Mein Freund war allerdings bei der Aussage: das Auto sei in einem guten Zustand und sie hätte keinerlei Probleme mit dem Auto bisher gehabt, dabei gewesen.
Kann es von einem Sachverständigen überprüft werden das der Schaden von ihr stammen muss? Ich bin mir ja sicher, aber das wird dem Richter wohl nicht ausreichen. Weiß nur von meinem Mechaniker, dass ein Zylinderkopfdichtungsschaden nicht von der Stilllegung kommt. Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.03.2006 | 10:35

Sehr geehrte Fragestellerin,

um Gewährleistungsansprüche geltend machen zu könnenn, muss der Schaden im Zeitpunkt der Übergabe des Pkws bestanden haben.

Dieses ist von Ihnen zu beweisen. Ein Richter würdigt hierbei neben den Zeugenaussagen auch die Gesamtumstände. Diese sprechen für Sie, da der PKW bereits nach wenigen Kilometern defekt war. Sollte dieses nicht ausreichen, den Richter zu überzeugen, kann ein Sachverständiger sicherlich nachweisen, dass der Schaden bereits zum Zeitpunkt der Übergabe vorlag.

Ihr Freund kann außerdem bezeugen, dass die Verkäuferin das Auto als in "gutem Zustand und frei von Problemen" beschrieben hat. Sie können auch die Beschreibung, die die Verkäuferin bei "autoscout" eingetragen hat, als Beweis mit in den Prozess einbringen. Nach Ihrer Schilderung wurde auch hier von einem "guten Zustand" gesprochen.

Die Täuschung ergibt sich daraus, dass die Verkäuferin vorher bereits die leuchtende Temperaturanzeige bemerkt haben muss. Ein einfaches Bestreiten erscheint hier eher unglaubhaft.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen weiteren Ausführungen weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwalt Torben Hoffmann

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