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Kindesunterhalt / Mangelfallberechnung


05.03.2007 13:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo,

ich habe 5 Kinder von 3 verschiedenen Frauen. Mit der dritten Frau bin ich verheiratet (mit Ehevertrag) und letztes Jahr haben wir Zwillinge bekommen. Für die anderen 3 Kinder zahle ich wie folgt Kindesunterhalt:

Mutter 1 (wir waren nicht verheiratet):

Kind 1.A --> 13 Jahre alt (lebt bei der Mutter) bekommt 170,00 EURO Unterhalt (Jugendamt A)
Kind 1.B --> 8 Jahre alt (lebt bei der Mutter) bekommt 170,00 EURO Unterhalt (Jugendamt A)


Mutter 2 (wir waren nicht verheiratet):

Kind 2.A --> 3 Jahre alt (lebt bei der Mutter) bekommt 98,00 EURO Unterhalt (Jugendamt B)


Mein Gehalt beträgt monatlich 1760,00 EURO mit Lohnsteuerklasse 3. Meine Frau erhält Kindergeld für die Zwillinge + Erziehungsgeld (Pro Kind 300,00 EURO). Sie arbeitet zur Zeit nicht. Evtl aber schon ab nächstes Jahr wieder.

Von meinem Gehalt gehen ab:

Miete --> 820,00 EURO Warmmiete
Kindesunterhalt --> 438,00 EURO (für Kind 1.A + 1.B + 2.A)
Kredit --> 150,00 EURO Schuldentilgung (von beiden Jugendämtern anerkannt!)
Telefon + Internetkosten --> 60,00 EURO (von beiden Jugendämtern anerkannt da ich es für die Arbeit brauche)


Vom Kindergeld + Erziehungsgeld geht folgendes ab:

Kredit --> 180,00 EURO Fahrzeugkredit (hatte meine Frau vor unserer Hochzeit und der Geburt der Zwillinge gekauft und da sie nicht arbeiten kann weil sie auf die Kinder aufpassen muss, geht das Geld von da ab)

Lebensversicherung --> 60,00 EURO (von meiner Ehefrau)


Nun meine Fragen:

1. Habe seit Geburt der Zwillinge noch keine neue Berechnung durchführen lassen. Wieviel muss ich pro Kind zahlen in anbetracht dass ich nun eine Familie habe und meine Frau und Kinder (Zwillinge) ernähren muss?

2. Die o. g. Beträge wurden zu einem Zeitpunkt berechnet wo ich alleine gewohnt habe und weniger verdient habe. Mittlerweile habe ich seit ca. 3 Monaten eine andere Steuerklasse und Nettogehalt. Kann man mich dafür belangen dass ich nicht rechtzeitig die Jugendämter informiert habe?

3. Wie verhält es sich wenn meine Frau wieder arbeitet? Wird Ihr Gehalt mit angerechnet? Falls ja, wieviel muss ich pro Kind dann zahlen in anbetracht dass sie ca. 900,00 EURO (Lohnsteuerklasse V)Nettogehalt bekommt?

Vielen Dank für die Antworten.

MfG

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen summarisch wie folgt beantworten:

Eine Unterhaltsberechnung ist kompliziert und von vielen Faktoren abhängig. Daher kann hier nur eine orientierende Berechnung vorgenommen werden. Sicher kann die Berechnung nur von einem Kollegen vor Ort durchgeführt werden!

Hinsichtlich der Miete ist diese im Selbstbehalt bereits enthalten. Ich habe Ihre Miete zunächst nicht berücksichtigt. Wenn diese relativ hohen Mietkosten aber zwingend notwendig wären, könnte der Mehrbetrag evtl. abgesetzt werden.

Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben liegt ein Mangelfall vor. Daraus ergeben sich für die Kinder folgende Zahlbeträge (Alter – Regelsatz – Quote – BETRAG):

13 Jahre 291,00 51,39% 150,00
8 Jahre 247,00 51,39% 127,00
3 Jahre 204,00 51,39% 105,00
0 Jahre 204,00 51,39% 105,00
0 Jahre 204,00 51,39% 105,00

Die Auskunft muss der Unterhaltsberechtigte von Ihnen verlangen, eine Bringschuld besteht nicht.

Das Einkommen Ihrer Frau bleibt dem Grunde nach unberücksichtigt.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

Nachfrage vom Fragesteller 05.03.2007 | 13:53

Das heisst Kindergeld + Erziehungsgeld für die Zwillinge werden nicht als Einkommen angerechnet?

Die hohen Mietkosten sind bei ein 4 Personenhaushalt hoch?! Es gibt hier in der Gegend leider nichts anderes. Die Mieten sind halt ziemlich hoch und die Wohnung ist nichts besonderes. Auch die Kinder (13, 8) sind alle 14 Tage bei uns übers Wochenende und auch dafür brauchen wir Platz.

Das heisst meine Frau kann verdienen was sie will, es wird mir nicht angerechnet und ich muss dadurch nicht automatisch mehr zahlen??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2007 | 14:04

Ihr Einkommen ist für den Unterhalt entscheidend.Hieraus benisst sich der Unterhalt, Auf das Einkommen Ihrer Frau kommt es insoweit nicht an.

Kindergeld ist bereits berücksichtigt.

Wegen § 9 BErzGG wird Erziehungsgeld regelmäßig ebenfalls nicht berücksichtigt.

In den Unterhaltsbeträgen sind Euro 360 für Miete angesetzt. Wenn in Ihrem Fall - wie von Ihnen geschildert - die Miete angemessen ist, vermindert sie den einsetzbaren Betrag. Es ergeben sich folgende Werte:

Name Einsatzbetrag x Quote = Anspruch
13 291,00 11,39% 34,00
8 247,00 11,39% 29,00
3 204,00 11,39% 24,00
0 204,00 11,39% 24,00
0 204,00 11,39% 24,00

Sie sollten unbedingt einen Kollegen vor Ort zur Klärung der Unterhaltspflichten aufsuchen!

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