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Kauf von Antiquitäten bei Facebook, Verkäufer macht einen Rückzieher

19.10.2015 12:57 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Guten Tag,

ich bin durch einen Beitrag in einer geschlossenen Facebook Gruppe auf einen Gegenstand aufmerksam geworden. Ich habe dann den Beitragsersteller kontaktiert und mein Kaufinteresse bekundet. Der Beitragsersteller stellte sich als ein Mittelsmann heraus, der die Gegentände für einen Bekannten verkaufen möchte. Nach mehrmaligen Hin- und Herschreiben bekam ich einen Preis genannt und stimmte zu. Die Lieferadresse habe ich dem Verkäufer mitgeteilt. Die Zahlungsinformationen (in dem Falle Kontodaten) sollte ich am nächsten Tag mitgeteilt bekommen.
Am nächsten Tag bekam ich eine Nachricht in der stand, daß der Verkauf nicht zustande kommt weil der Verkäufer anderweitig verkauft hat.
Nun meine Frage: ist ein rechtlicher Kaufvertrag enstanden und kann ich auf die Erfüllung bestehen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Abschluss eines Kaufvertrags kommt durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande, welche eine Einigung über Kaufsache und Kaufpreis enthalten müssen. Dies kann formfrei, also zum Beispiel auch im Rahmen einer Facebook-Konversation erfolgen.

Ein Vertragsschluss wäre nicht erfolgt, wenn die Erklärung der anderen Partei erkennbar ohne Rechtsbindungswillen erfolgt wäre, wenn also beispielsweise in Ihrem Fall geäußert worden wäre, dass der Stellvertreter erst noch mit dem Vertretenen Rücksprache halten möchte o.ä.

Sollten Sie sich hingegen bereits mit dem Stellvertreter vorbehaltlos über Kaufsache und Preis geeinigt haben, wäre ein Vertrag zustande gekommen. Dann könnten Sie vom Verkäufer (vom Vertretenen) Vertragserfüllung, also Übereignung der Kaufsache gegen Zahlung des Kaufpreises, verlangen. Sollte hinsichtlich der Übereignung der Kaufsache inzwischen Unmöglichkeit eingetreten sein, wäre der Verkäufer von seiner diesbezüglichen Leistungspflicht gem. § 275 I BGB frei geworden. In einem solchen Fall könnten Sie dann Schadensersatz gem. §§ 280 I, III, 283 BGB verlangen. Der geltend zu machende Schaden könnte z.B. aus der Differenz des objektiven Marktwertes des Kaufsache abzüglich des vereinbarten Kaufpreises oder anhand eines Ihnen ventuell entgangenen Gewinns errechnet werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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