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Kann man gegen mich eine Strafanzeige wegen Unterschlagung stellen?

21.09.2010 23:13 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Vielleicht kann mir hier jemand helfen.

Folgende Situation:

Vor knapp einem Jahr ist mein Opa verstorben, in dessen Haus ich bis heute lebe. Meine Mutter, körperlich behindert, hat dieses Haus geerbt. Sie bekommt eine Berufsunfähigkeitsrente von gut 800 Euro. Meine Schwester hat sich im letzten Jahr um so ziemlich alles gekümmert, auch um das Finanzwesen meiner Mutter. Zudem hat meine Mutter einen Bruder, der geistig behindert ist und von der Caritas betreut wird. Meine Schwester hasst mich bis aufs letzte, weil ich in der Vergangenheit öfters mal meinen Opa auf Geld angepumpt habe und es aufgrund meiner finanziellen Situation nicht zurückzahlen konnte. Da mein Opa allerdings nun verstorben ist und er eine gute Rente bekam muss ich nun alles alleine Regeln.

Ich fragte meine Mutter ob sie für mich einen Kredit aufnehmen würde, den ich ntürlich zurück zahlen werde. Den Kredit wollte ich nutzen um meine Alt-Schulden abzulösen um endlich wieder ein normales Leben führen zu können.

Nun haben sich meine Mutter und ich uns vor gut zwei Wochen mit einem Kreditgeber zusammengesetzt, der meiner Mutter einen 10000 Euro Kredit gegeben hat. Meine Schwester erkundigte sich be der Betreuerin des Bruders meiner Mutter was zu tun sei und diese empfahl ihr, dass sie einen Widerruf unterschreiben solle, da sie sonst einen Betreuungsantrag stellen werde. Meine Schwester drohte dementsprechend meiner Mutter mit Entmündigung. Ich weiss, man kann in Deutschland keinen mehr entmündigen lassen, aber im Endeffekt ist dies nichts anderes. Meine Mutter unterschrieb den Widerruf und an dem Tag, wo das Geld da war, wurde es auch schon wieder zurück überwiesen. Ich sprach also mit meiner Mutter und wir gingen am nächsten Tag zur Filiale der Bank, die den Kredit gegeben hat und haben einen Widerruf des Wiederrufs eingereicht und das Geld wenige Tage später bar abgeholt. Nun kam meine Schwester und die Betreuerin des Bruders meiner Mutter dahinter und drohen mir nun mit einr Strafanzeige wegen Unterschlagung.

Meine Mutter wusste, dass Sie für mich einen Kredit aufnimmt und hat mir das Geld bewusst gegeben. Meine Mutter ist (noch) voll geschäftsfähig (Betreuerin hat einen Betreungsantrag gestellt, was meine Mutter aber nicht will). Und, meine Mutter wusste, was ich mit dem Geld machen wollte. Noch habe ich nichts zurück gezahlt, weil die erste Rate erst am 1.10. fällig wird, aber ich werd natürlich zahlen, da es mir jetzt finanziell möglich ist und ich ja nichts mehr anderes zu zahlen habe, außer diesem Kredit, den ich, wenn es mir wieder möglich ist, auch komplett auf mich überschreiben lassen wil.

Jetzt meine Frage: Mit dem Wissen meiner Mutter, dass Sie bewusst einen Kredit aufgenommen hat um mir aus der finanziellen Not zu helfen, kann man mich da wegen Unterschlagung überhaupt anzeigen. Meine Schwester und die Betreuerin des geistig behinderten Bruders meiner Mutter (sie ist (noch) nicht die Betreuerin meiner Mutter) drohen mir diesbezüglich mt einer Strafanzeige wegen Unterschlagung. Das ist doch Schwachsinn, oder. Es lief doch alles mit rechten Dingen zu, oder ist es nun strafbar einen Kredt zu nehmen und jmd. anderem das Geld zu geben? Und wie kann ich meine Mutter vor der drohenden Betreuung (Entmündigung) retten?

Sehr geehrter Fragesteller,

einer Unterschlagung können Sie sich erst strafbar machen, wenn Sie den Besitz einer Sache abstreiten oder wenn sie diese an einen Dritten verfügt haben, also jemandem geschenkt oder an jemanden gemietet oder verkauft haben. Das ist bei Ihnen nicht der Fall.

Ob das jetzt Betrug wäre, würde ich sagen nein, solange Sie zahlungswillig bei der Verfügung des Geldes, also bei der Übergabe des Geldes waren.

Und wie kann ich meine Mutter vor der drohenden Betreuung (Entmündigung) retten?

Es muss zuerst Betreung bei dem zuständigen Gericht beantragt werden. Dort können sich anwaltlich vertreten lassen und entsprechende Anträge aus Beweiserhebung stellen oder Ihre eigene Zeugenaussagen machen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft zu haben. Bitte beachten Sie, dass diese Auskunft ein persönlihces Gespräch mit einem Anwalt, in dem auch Rückfragen möglich sind und eine abschließende Feststellung der Sachlage gemacht werden kann, nicht ersetzen kann.



Ergänzung vom Anwalt 21.09.2010 | 23:45

Um zu verdeutlichen: Unterschlagen werden nur fremde Sachen, die der Täter sich zueignet. Diese Zueignung manifestiert sich durch Verfügen mit der Sache wie mit einer eigenen. Das kommt zum Ausdruck in der Weggabe der Sache an einen Dritten oder durch Abstreiten des Besitzes. Das ist bei Ihnen fernliegend.

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