Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anzeige wegen Unterschlagung von Ex Freund


30.04.2006 04:03 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von



Hallo,

Mein Ex Freund hat mich wegen Unterschlagung angezeigt.
Es geht um einen PC, den er mir vor 4 monaten geschenkt hat.
Da dieses meine erste Anzeige ist, den ich bekommen habe, habe ich nicht die geringste ahnung was ich machen soll.

Ich kann es nicht beweißen, wie soll man es auch beweißen können? dass er mir es geschenkt hat. Den Rechner wollte er nach dem wir schluss hatten, von mir abkaufen, dies kann ich auch durch E-Mails von ihm beweißen (ich weiß zwar nicht ob E-Mails als Beweißmittel anerkannt werden),Ich habe es aber an eine Freundin verkauft das weiß er auch. Ich habe mich bei einem Anwalt Telefonisch beraten lassen, er meinte dass ich keine Chancen hätte. Einen Anwalt kann ich mir leider nicht leisten.

Heute habe ich ihn angerufen und das Gespräch aufgenommen.Er hat andeutungen auf Rache gemacht, aber nichts wirklich zugegeben, dass er es mir geschenkt hat.

Ich bin total ratlos. In 2 wochen werde ich vernommen.
ich weiß nicht was ich machen kann? und wie ich stehe, sollte ich versuchen den Rechner wieder zurück zu kaufen?
30.04.2006 | 08:32

Antwort

von


7 Bewertungen
Kantstraße 93 a
10627 Berlin
Tel: 030-32511385
Web: www.reiserecht-berlin.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte Fragenstellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte Ihre Fragen unter Zugrundelegung der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Eine Schenkung bzw. Eigentumsübertragung an Sie würde bereits den Tatbestand des § 246 I StGB entfallen lassen, da es sich in diesem Fall beim Verkauf des Computers nicht um eine für Sie fremde Sache gehandelt hätte.

Die Polizei wird ermitteln, wem der Computer zum Zeitpunkt des Verkaufs gehört hat. Als Beweismittel kommen in Betracht:
Ihre Einlassung, Aussagen von Zeugen und Urkunden.
Sie müssen als Beschuldigte nicht aussagen, insbesondere bei der Polizei nicht erscheinen.
Ein Rechtsanwalt kann für Sie Akteneinsicht nehmen und entscheiden, ob eine Aussage sinnvoll ist. Sie selbst haben kein Recht auf Einsicht in die Ermittlungsakten.

Falls Sie aussagen möchten, sollten Sie von der Schenkung erzählen. Die Polizei wird Sie nach dem Anlass der Schenkung fragen. Auch die Trennung sollten Sie erwähnen.
In diesem Zusammenhang sollten Sie die E-Mails ausdrucken und der Polizei zur Verfügung stellen, wenn dort von einem Rückkauf die Rede ist, da dies eine Schenkung an Sie nahe legt.
Die E-Mails werden als Beweismittel behandelt.

Auch wenn Sie zunächst von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen, können Sie sich zu einem späteren Zeitpunkt äußern.
Die Polizei wird Ihren Ex-Freund vernehmen. Falls dessen Aussage glaubhaft ist, kann es zu einer Anklage durch die Staatsanwaltschaft kommen.
Sie sollten prüfen, ob andere Personen eine Schenkung bezeugen können. Vielleicht wurde im Vorfeld auch im Beisein Dritter über die Schenkung gesprochen.
Als Urkunden können ggf. die Kaufbelege Ihres Ex-Freundes herangezogen werden. Zwar bezeugen diese nicht, dass dieser den Computer gekauft hat bzw. Eigentümer wurde. Sollte er jedoch im Besitz der Kassenzettel/Garantieerklärungen etc. sein, kann dies als Indiz für sein früheres Eigentum herangezogen werden.
Ob Ihr Exfreund im Zeitpunkt des Verkaufs noch Eigentümer war, kann aus den Kaufbelegen jedoch nicht geschlossen werden.

Es ist, wenn keine weiteren Verurteilungen vorliegen,unwahrscheinlich, dass eine Anklage erfolgt.
Es ist eher davon auszugehen, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellt.

Falls eine Verständigung mit Ihrem Freund zur Zeit möglich ist, sollten Sie jedoch versuchen, ihn zur Rücknahme des Strafantrags zu bewegen.

Der Rückkauf des Computers durch Sie lässt den strafrechtlichen Vorwurf nicht entfallen, da auf den Zeitpunkt des Verkaufs abzustellen ist.

Zusammenfassend rate ich Ihnen,zunächst nicht bei der Polizei auszusagen. Dies sollte der Polizei mitgeteilt werden. Dann wird das Ermittlungsverfahren nach Aktenlage entschieden. Dies kann zum Ergebnis haben,dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellt.
Andernfalls können Sie sich später auf die Schenkung berufen.
Zur Beweissicherung sollten Sie schon jetzt die E-Mails ausdrucken.

Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A.Krenkel
Rechtsanwältin








ANTWORT VON

7 Bewertungen

Kantstraße 93 a
10627 Berlin
Tel: 030-32511385
Web: www.reiserecht-berlin.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Reiserecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER