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Käufer möchte teuren Artikel für 1 Euro


| 27.10.2006 21:20 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von



Ich wollte einen Vorführabend für eine Küchenmaschine von Vorwerk in Ebay anbieten, weil der direkte Verkauf von Vorwerk aus verboten ist und habe diese "Werbung" unter Küchenmaschinen eingestellt für 1 Euro Sofort-Kauf.Ich gebe zu das Angebot war sehr unübersichtlich und ich wollte damit Kunden locken, aber niemanden über den Tisch ziehen und keiner hätte davon einen Schaden gehabt.
Erst habe ich das Paket vorgestellt, dann geschrieben Gesamtwert:1025 Euro, bei mir exclusiv für 885 Euro als Gastgeber, dann das Bild der Maschine und drunter den Text: "Ihr bietet also auf eine nette Thermomix-Vorführung" "ACHTUNG: Ihr bietet nicht auf einen Thermomix, sondern auf die Vorführung im Umkreis von 50km von Amberg bei der ihr dieses Paket bei mir erwerben könnt".
Hier die Ebay-Artikelnummer vielleicht können sie mal nachsehen:
120044661768

Ein Anwalt hat das nun gekauft und mir schon 3 böse Mails geschrieben und mir eine Frist bis 2.11. gesetzt, wenn ich bis dahin nicht liefere, dann setzt er das gerichtlich durch. Er sagt: "Das Leben ist hart, der Sonntag war für Sie ein schlechter Tag, für mich ein guter, so ist es eben. Ich möchte ihnen und ihren Kindern nicht schaden, aber was würde wohl meine Frau sagen, wenn ich Ihnen 999 Euro schenke, wo ich doch das Gerät im Wert von 1000 Euro von Ihnen für 1 Euro haben kann"

Danke für ihre Hilfe, ich brauche endlich Gewissheit
27.10.2006 | 23:02

Antwort

von


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Austr. 9 1/2
89407 Dillingen a. d. Donau
Tel: 09071/2658
Web: www.rechthilfreich.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Nach dem von Ihnen dargestellten Sachverhalt und nach Einsicht in die Auktionsseite gehe ich davon aus, dass der Käufer einen Vorführabend für das Küchengerät zum Preis von 1,00 €uro ersteigert hat. Der ersteigerte Vorführabend beinhaltet eine Kaufoption für den Gastgeber, das besagte Gerät zum Preis von den ausgeschriebenen 885,00 €uro zu erwerben. Ich gehe diesbezüglich davon aus, dass Sie dem Käufer den Vorführabend bereits angeboten haben und dieser die Erbringung der Dienstleistung ausgeschlagen hat. Die Emails des Käufers sind in juristischer Hinsicht wohl als Vertragskündigung zu werten.

Um Rechtssicherheit und Rechtsklarheit zu bekommen, ist es allerdings dennoch ratsam den Käufer schriftlich mit Rücksendeeinschreiben nochmals auf den ersteigerten Vertragsinhalt aufmerksam zu machen. Hierbei sollte für den Fall der beharrlichen Nichtannahme des Vorführabends von Ihnen das Einverständnis mit der Kündigung des Verkaufsabends und dem Verzicht auf die Kaufoption zum Ausdruck gebracht werden.

Ich hoffe Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht zu haben und hoffe, dass Sie sich von den Sprüchen des Käufers nicht einschüchtern lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kohberger
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Michael Kohberger

Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2006 | 09:53

Danke, ich soll also nun einen Brief an ihn schicken, dass er den Abend haben kann (obwohl er nicht im Umkreis von 50km von Amberg wohnt)und dort für 885 Euro die Maschine erwerben kann und wenn er nicht innerhalb von ... Tagen darauf eingeht der Vertrag nichtig ist.
Kann ich auch den Vertrag wegen Irrtum anfechten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2006 | 11:40


Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Nachfrage(n), die ich wie folgt beantworte:

Für eine Anfechtung des Vertrages benötigen Sie einen Anfechtungsgrund. Diesbezüglich wäre allenfalls an § 119 BGB zu denken. Allerdings müsste bei Ihnen hierfür bei Einstellung des Angebots bei eBay entweder ein sogenannter Erklärungs - oder Inhaltsirrtum vorgelegen haben. Beides ist offensichtlich nicht der Fall, da Sie sich ja über den Inhalt Ihres Angebots, nämlich ein Verkaufsabend mit Kaufoption für den Gastgeber im Klaren waren !

Der Umstand, dass der Käufer nicht innerhalb des von Ihnen angegebenen Umkreises von 50 km wohnt war mir bislang mangels Angabe im Sachverhalt nicht bekannt. Angenommen der Vertrag ist wirksam zu Stande gekommen, wie von Ihnen angeboten, so ist die erste Frage, ob der ersteigerte Dienstleistungsvertrag nicht bereits vom Besteller nach § 626 BGB wirksam gekündigt wurde. Dies ist kaum anzunehmen, da man für eine fristlose Kündigung nach § 626 BGB einen wichtigen Grund benötigt. Allein das oberflächliche Lesen Ihres Angebots bei eBay berechtigt den Käufer - bzw. richtig ausgedrückt: den Ersteigerer der Dienstleistung inklusive Kaufoption - kaum zu einer fristlosen Kündigung.

Daher mein Rat an Sie, dass Sie sich mit einer Kündigung für den Fall einverstanden erklären, dass bis zu einem bestimmten Datum keine geeigneten Räume vom mutmaßlichem Gastgeber zur Verfügung gestellt werden können. Ich hoffe Ihre Frage(n) abschließend beantwortet zu haben und wünsche ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl. -Jur. Michael Kohberger
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"Dieser Anwalt setzt sich wirklich für die Belange seines Fragestellers ein. Er antwortet sehr ausführlich, nimmt sich viel Zeit und nimmt den Fragesteller vor allem ernst.
Von so einem Anwalt können sich viele andere noch eine Scheibe abschneiden. Eigentlich war es viel zu wenig, was ich bezahlt habe und nochmal DAAAAAANKE an den netten Anwalt.

Ich kann Euch nur sagen: "Wer wo anders frägt, ist selbst Schuld"

Hier seid ihr jedenfalls in besten Händen!!!! "
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Dieser Anwalt setzt sich wirklich für die Belange seines Fragestellers ein. Er antwortet sehr ausführlich, nimmt sich viel Zeit und nimmt den Fragesteller vor allem ernst.
Von so einem Anwalt können sich viele andere noch eine Scheibe abschneiden. Eigentlich war es viel zu wenig, was ich bezahlt habe und nochmal DAAAAAANKE an den netten Anwalt.

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