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Ist das steuerlich relevante auch das unterhaltsrelevante Einkommen?


| 06.06.2006 16:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Tag,

Es geht um die Berechnung von Unterhalt. Mein Mann hat Einkünfte aus a) Land und Forstwirtschaft, b) Gewerbebetrieb (GmbH & CO KG), c)nichtselbstständiger Arbeit, d) Vermietung und Verpachtung. Ich habe nunmehr Unterlagen (Einkommenssteuerbescheide) vorliegen, aus denen hervorgeht, dass bei den Einküften zu a,c und d positive Einküfte vorhanden sind. Bei dem Gewerbebetrieb liegt ein Minusbetrag lt. Gewinn- und Verlustrechnung vor.
In dem Steuerbescheid werden nun alle positiven Einkünfte zusammengezählt und dann "der Minusbetrag aus dem Gewerbetrieb" voll abgezogen. Somit ergibt sich natürlich ein erheblich geringeres Einkommen. Wird dieses Einkommen nun zur Unterhaltberechnung herangezogen? Oder ist dieses nur das steuerlich relevante Einkommen, aber nicht das Unterhaltsrelevante?

Danke für die Anwort.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

das steuerlich relevante Einkommen ist in der Tat nicht das unterhaltsrelevante Einkommen.

Allein die Steuerbescheide reichen für die Feststellung des unterhaltsrechtlichen Einkommen auch nicht aus. Es ist bei den selbständigen Tätigkeites Ihres Mannes die Vorlage der Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen der letzten drei, Nachweise über die Mieteinnahmen und Einnahmen aus der Verpachtung und die Steuerbescheide der letzten drei Jahre erforderlich.

Erst an Hand dieser - in Ihrem Fall umfangreichen - Unterlagen kann das unterhaltsrechliche Einkommen ermittelt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 06.06.2006 | 18:01

Können Sie mir eventuell trotzdem etwas zu den negativen Einkünften im Gewerbebetrieb sagen. Diese sind ziemlich hoch und verringern das Gesamteinkommen erheblich. Kann man diese voll als Negativeinkünfte abziehen? Ich muss noch dazu sagen, dass der Gewerbeberieb bisher noch nie einen Gewinn ausgewiesen hat, die Einkünfe waren imm negativ.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.06.2006 | 18:43

Tilgungen und steuerliche Abschreibungen sind unterhaltsrechtlich nicht zu berücksichtigen. Aufpassen müssen Sie auch, dass nicht etwa (steuerlich relevante, nicht aber für das Unterhaltsrecht geltende) Rückstellungen, Absetzungen für Abnutzung und Substanzverringerung oder weitere Sonderabschreibungen bei der UNTERHALTSberechnung abgezogen werden - dieses ist nicht zulässig.

Und genau hier wird dann versucht, den unterhaltsrechtlichen Betrag zu reduzieren.

Entscheidend sind allein die TATSÄCHLICH zur Verfügung stehenden Mittel, wobei z.B. die Privatentnahmen ein wichtiger Faktor bei der Bemessung dieser Mittel darstellt.

Daher werden Sie die von mir angesprochenen Unterlagen benötigen, wobei dann -unterhaltsrechtlich- eine erhebliche Korrektur zu Ihren Gunsten zu erwarten sein wird.

Hier müssen Sie hartnäckig bleiben und sich anwaltlichen individuellen Rat holen.

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