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Inkassogebühren nach Vollstreckungsbescheid

31.08.2011 15:09 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Sehr geehrte Damen und Herren,

durch eine nichtbezahlte Kreditkartenrechnung aus den Jahren 2005-2006 und einer zu späten Reaktion meinerseits, ist mir im Mai 2006 ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt worden.

Darauf hin habe ich dem Prozessbevollmächtigten Anwalt des Antragsstellers (welcher mich zuvor bereits mehrmals angemahnt hatte) einen Ratenzahlungvorschlag unterbreitet (50 Euro pro Monat), welcher diesem auch schriftlich zugestimmt hat, gleichzeit aber auf die Durchführung des gerichtlichen Mahnverfahrens bestanden hat.

So wurde im Juni 2006 ein Vollstreckungsbescheid in Höhe von 2570 Euro gegen mich erwirkt. (Hiervon fallen 1850 Euro auf die Hauptforderung, 160 Euro für anfallende Zinsen, 350 Euro Rechtsanwaltskosten, 177 Euro Inkassokosten).

Die erste Ratenzahlung wurde am 15.06.2007 und anschliessend immer am 1. eines Monats von mir überwiesen Die Zahlung erfolgte immer direkt an den Rechtsanwalt mit welchem die Vereinbarung geschlossen wurde.

Im August 2008 habe ich die Rate zu spät überweisen, da der Dauerauftrag ausgelaufen war und ich dies erst nicht bemerkte.

Nun habe ich ein Schreiben eines Inkassobüros bekommen, welches die fehlende Rate für August bei mir anmahnt (Mit diesem Inkassobüro hatte ich bereits in einer anderen Angelegenheit zu tun, war deshalb ein wenig verwundert dass sich das Schreiben auf diesen Vorgang bezieht). Auf diesen Schreiben ist die Forderung gegenüber der Bank in Höhe von z.Z. 850 Euro angegeben! Die Aktenzeichnnumer ist die Selbe wie der des Rechtsanwaltes an den ich bisher immer die Ratenzahlung geleistet habe. Nur die Kontovernbindung ist selbsverstädnlich eine andere.

Die fehlende Rate für August habe ich mittlerweile, wie bisher an den Rechtsanwalt überwiesen.

Die aufgelistete Forderung von 850 erscheint mir definitv zu hoch. Ich habe mittlerweile insgesammt 2550 Euro in Raten abbezahlt, wenn ich die Zinsen mit einrechne (5% über Basiszinsatz) sind noch etwa 400 Euro offen (Beruht auf eigenen Berechnungen, bei monatlicher Zinsberechnung auf den noch fälligen Betrag)

Meine Fragen hierzu?

1. Wie soll ich mich gegenüber dem Inkassobüro verhalten? Ich gehe davon aus, dass die Forderungen gegen mich an diese Inkassobüro verkauft wurden.

2. Bei mir wurde nie der Versuch der Vollstreckung durch einen Gerichtsvollzieher unternommen, also dürften doch ausser den Zinsen keine weiteren Kosten zu der im Vollstreckungsbescheid genannten Summe hinzukommen?

3. Mittlerweile hat sich meine finanzielle Lage wesentlich verbessert, so dass ich die Angelegenheit möglichst schnell bereinigt haben will und die restliche Summe auf einmal bezahlen könnte. An wenn sollte ich mich wenden damit ich möglichst schnell den Schuldtitel gegen mich zurückbekomme?

Vielen Dank für Ihre Hilfe




Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

1. Wie soll ich mich gegenüber dem Inkassobüro verhalten? Ich gehe davon aus, dass die Forderungen gegen mich an diese Inkassobüro verkauft wurden.

Wenn die Gläubigerin bisher durch einen Rechtsanwalt vertreten wurde, sollten Sie sich mit dem Inkassobüro in Verbindung setzen und von dort eine Vollmacht anfordern, die die Beauftragung des Inkassobüros nachweist.

Weiter sollten Sie sich mit dem Rechtsanwalt in Verbindung setzen und nachfragen, ob dessen Mandat nach wie vor besteht. Auf diesem Wege wird sich sicherlich Ihr weiterer Ansprechpartner ermitteln lassen.

Im Weiteren sollten Sie dann eine ausführliche Forderungsaufstellung anfordern, aus der sich die einzelnen Schuldpositionen, Ihre Zahlungen und die Verrechnung Ihrer Zahlungen ersehen lässt. Anhand dieser Forderungsaufstellung können Sie dann den Restbetrag ermitteln bzw. überprüfen.

2. Bei mir wurde nie der Versuch der Vollstreckung durch einen Gerichtsvollzieher unternommen, also dürften doch ausser den Zinsen keine weiteren Kosten zu der im Vollstreckungsbescheid genannten Summe hinzukommen?

Durch den Ratenzahlungsvergleich an sich können weitere Kosten entstanden sein. Dazu sollten Sie die damalige Vereinbarung noch einmal prüfen.

Weitere Kosten könnten sich ggf. im Zusammenhang mit der nicht gezahlten Rate ergeben haben.

Dies können Sie sicherlich anhand der Forderungsaufstellung überprüfen. Falls sich dort unberechtigte Positionen finden, sollten Sie diesen Positionen und der Verrechnung mit bereits geleisteten Zahlungen schriftlich widersprechen und ggf. einen Rechtsanwalt beauftragen.

3. Mittlerweile hat sich meine finanzielle Lage wesentlich verbessert, so dass ich die Angelegenheit möglichst schnell bereinigt haben will und die restliche Summe auf einmal bezahlen könnte. An wenn sollte ich mich wenden damit ich möglichst schnell den Schuldtitel gegen mich zurückbekomme?

Ein Anspruch auf Herausgabe des Schuldtitels wird aus § 371 BGB hergeleitet und setzt die vollständige Begleichung der (berechtigten) Schuld voraus. Ihren Ansprechpartner und den richtigen Zahlungsempfänger sollten Sie wie oben erläutert bei den Beteiligten erfragen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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