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Vollstreckungsbescheid von 1981

07.07.2014 13:10 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Zusammenfassung: Neubeginn der Verjährung durch Vollstreckungshandlungen und Verjährung von Verzugszinsen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Inkassobüro fordert mich zur Zahlung von 4.135,-- Euro auf, dies basiert aus einem Vollstreckungsbescheid von 1981. Der Gerichtsvollzieher war das letzte Mal 1989 bei mir. Seitdem habe ich nichts mehr gehört. Der Betrag setzt sich zusammen aus:


rd. 1.311,-- Hauptforderung
rd. 1.100,-- Verzugsschaden aus Hauptforderung von 1.1.1995 bis 31.12.2001 mit 12% p.a.
rd. 1.600,-- Verzugsschaden aus Hauptforderung von 1.1.2002 bis 13.3.2012 mit 12% p.a.

Das Inkassobüro hat sich das erste Mal Ende 2011 bei mir gemeldet.

Meine Frage ist, ist der Titel verjährt ? Wenn nicht, muss ich die gesamten Zinsen bezahlen ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:


1. Die Verjährung für eine titulierte Forderung tritt nach 30 Jahren ein (§ 197 BGB). Daher käme als Verjährungsende grundsätzlich das Ende des Jahres 2011 in Betracht.

Durch Einleitung von Vollstreckungsmaßnahmen (Besuch des Gerichtsvollziehers 1989) kam es jedoch zum Neubeginn der Verjährung. D.h. die 30jährige Verjährungsfrist begann neu zu laufen, so dass mit der Verjährung der Forderung nicht vor 2019 zu rechnen ist.

Auch bei Anwendung der früheren Verjährungsvorschriften (vor 2001) ergibt sich kein anderes Ergebnis.

2. Betroffen von der langen 30jährigen Verjährungsfrist ist jedoch nur die Hauptforderung.

Für die Zinsen gilt die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren (§ 197 Abs. 2 BGB).

Sie müssen sich gegenüber dem Inkassounternehmen in Bezug auf die Zinsen auf Verjährung berufen.
In dem Fall können neben der Hauptforderung nur die Zinsen für die letzen 3 Jahre gefordert werden. Die übrige Zinsforderung ist dann verjährt.

Ich hoffe, Ihnen eine rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.07.2014 | 13:50

vielen Dank für die hilfreiche Antwort. Bezüglich der Zinsen möchte ich noch fragen, ob die Höhe angemessen ist ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.07.2014 | 13:56

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gern wie folgt:

Die Verzugszinsen betragen gesetzlich 5 Prozentpunkte über Basiszinssatz - Zinseszinsen sind nicht zulässig.

Sie sollten eine neue Forderungsaufstellung beim Inkasso-Büro anfordern. Angesichts des Niedrigzinses der letzten Jahre sind 12 % Zinsen nicht nachvollziehbar.


Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage hiermit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

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