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Heizkosten 262 Prozent über dem Durchschnitt


| 28.11.2006 19:28 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Das ergab ein Gutachten der co2online gGmbH. Ich habe wegen der überhöhten Heizkosten meiner Wohnungsgesellschaft schriftlich am 11.09.2006 mitgeteilt, daß ich unter Vorbehalt meine weiteren Zahlungen leisten werde und sie aufgefordert, diesen Sachverhalt zu klären und um schriftliche Stellungnahme bis 30.09.2006 gebeten. Eine Antwort habe ich nicht erhalten. Eine fachliche Stellungnahme zum Heizgutachten wurde der Wohnungsgesellschaft am 30.10.2006 zugestellt. Darin wurde der Wohnungsgesellschaft empfohlen von eienm kostenlosen unabhängigem Ingeneurbüro eine Überprüfung der Höhe der Anschlußleistung durchführen zu lassen. Einen Termin zur Offenlegung der Berechnungsunterlagen bei der Wohnungsgesellschaft versuche ich seit 3 Wochen zu erhalten. Bis jetzt konnte ich wegen Urlaub des Sachbearbeiters keinen erhalten. Weiterhin hatte ich die Wohnungsgesellschaft am 30.10.06 gebeten, etwas zu unternehmen, dass die Heizung nicht immer voll aufgedreht sein muß um die Wohnung ausheizen zu können. Es werden grade mal 21° bei voll aufgedrehtem Ventil und es ist noch nicht einmal Winter. Auch darauf kam keine Reaktion. Kann ich die Zahlung der geforderten Heizkosten verweigern und nur einen Durchschnittswert zahlen? In dem Heizgutachten ist ein Durchschnittswert von 6,1 Cent kWh für vergleichbare Wohnungen im Chemnitzer Land angegeben, ich zahle zur Zeit 22,1 Cent kWh. Im Moment zahle ich unter Vorbehalt meine vollen geforderten Heizkosten und leiste noch Nachzahlung von 500.- € für die letzte Heizkostenabrechnung in Raten. Die vorherigen 2 Jahre habe ich ebenfalls Nachzahlungen leisten müssen. Ich bin daduch mit meinen Nebenkosten im Moment bei 190.- € für eine 47 m/2 große Wohnung. Was kann ich unternehmen um die Wohnungsgesellschaft dazu zu bringen nach dem Wirtschaftlichkeitsprinziep zu arbeiten. Ich sehe nicht ein, daß ich für viel Geld eine kalte Wohnung habe, nur weil die Heizkosten vom Vermieter zu hoch akzeptiert werden und die Heizkörper keine Wärme bringen. Mit Wohnqualität hat das dann auch nichts mehr zu tun. Mein Gehalt ist auch nur klein (1100. € Netto), ich bin alleiniger Mieter der Wohnung und kann weitere derartige Zahlungen auf Dauer nicht erbringen.
Sehr geehrte Ratsuchende,


nach Ihren Angaben können Sie hier den Mittelwert zahlen. Da Sie sogar eine fachliche Stellungnahme eingeholt haben, auf die die Gesellschaft nicht reagiert, sollten Sie dann mit Hinweis auf diese Stellungnahme den Mittelwert, aber auch nicht mehr, zahlen.

Sofern ein Dauerauftrag oder eine Einzugsermächtigung vorliegt, sollten Sie dieses schnell abändern und davon auch die Gesellschaft in Kenntis setzen.


Daneben sollten Sie den Vermieter auch anschreiben und den Mangel an der Wärmeleistung schriftlich rügen und die Abhilfe mit einer kurzen Frist rügen. Läßt sich die Temperatur nicht auf 22° Grad in der Zeit von 6:00 -24:00 Uhr erhöhen, sollten Sie dann ein Zurückbehaltungsrecht mit einem Teil der Vorauszahlungen vornehmen.

Bezüglich der Nachzahlungen sollten Sie die Nebenkostenabrechnungen unbedingt überprüfen lassen. Hier hätte ich arge Bedenken, ob Sie überhaupt etwas noch nachzahlen müssen, was aber von vielen Faktoren abhängt, die hier so nicht geprüft werden können.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 29.11.2006 | 15:35

Die Nachzahlungen sind entstanden, weil die Heizkosten schon seit drei Jahren so hoch sind. Ich habe nie nachgerechnet und immer gedacht ich bin noch nicht sparsam genug und muß meine Gewohnheiten ändern. Durch einen Vergleich mit der Abrechnung meiner Eltern haben wir erst einmal mitbekommen wodurch diese Kosten eigentlich entstanden sind. Daraufhin haben wir das Gutachten eingeholt. Gegen die Heizkostenabrechnungen der letzten 2 Jahre bin ich aus genannten Gründen nicht in Widerspruch gegangen. Ich habe beim Bund der Energieverbraucher nachgelesen, dass man 3 Jahre rückwirkend noch Widerspruch einlegen kann, jedoch ohne eine Zahlungsnachforderung stellen zu können. Habe ich jetzt überhaupt noch eine Chance gegen die Abrechnung vorzugehen obwohl ich die vorigen 2 Jahre aus meiner Unwissenheit heraus nichts unternommen habe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.11.2006 | 15:51

Sehr geehrte Ratsuchende,

diese Möglichkeit besteht in der Tat, allerdings derzeit nur für Abrechnungen, denen gegenüber innerhalb von 12 Monaten Einwendungen erhoben werden.

Hier geht es aber nun nicht um Rückforderungen, sondern Sie müssen NACHZAHLEN; dieser Nachzahlung können Sie, auch wenn die Verjährung eingetreten ist, dann mit einer sogenannten Aufrechnung von schon verjährten Rückforderungsansprüchen entgegentreten.

Daher sollten Sie möglichst bald eine individuelle Beratung vornehmen lassen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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