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Hausfinanzierung


18.08.2007 10:39 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Grema



Wir hatten den Traum vom Bauen, wußten aber das es finanziell zunächst nicht machbar war.Bis wir 2005 angerufen wurden und zur Besichtigung in ein Musterhaus eingeladen wurden.Informiert haben wir uns schon immer etwas, warum also nicht auch dieses mal?! Das Ende dieses Besuches war, das mit einem Hausvertrag in der Tasche heimfuhren. Ein Herr von einer Bank, sowie der Herr vom MH erklärten uns, trotz unserer finanziellen Lage ist dies realisierbar, legten eine Aufrechnung vor, die sehr plausibel schien. Klärten auch über die Kosten auf, die vor dem Bau fällig würden, wie zB Notar, Makler.....zumindest dachten wir sie hätten alles gesagt, leider war es nur ein Bruchteil was die beiden Herren erwähnt hatten.Wir haben in unserer Naivität und dem Wunsch nach einem eignen Häuschen, den Vertrag unterschrieben trotz laufender Kredite und null Eigenkapital.
Bei der Bank wurde dann das Darlehen beantragt, was alles ohne größere Probleme ging, nur stellten wir wenig später fest, das es bei weitem nicht ausreichte, nicht einmal um das Haus überhaupt zu stellen! Als "Lösung" bot uns der Finanzberater einen weiteren Kredit an! Das wäre dann Nummer 4 gewesen! Wir lehnten das ab. Infolgedessen kam ein neuer Finanzberater (unabhängig). Der suchte eine neue finanzierende Bank, da die andere nicht bereit war, nachzufinanzieren. Im Frühjahr 2007 hatte er dann auch eine gefunden. Bis dahin sind aber viele Rechnungen aufgelaufen. Das Grundstück wurde von der ersten Bank noch gezahlt. Wir erfuhren später, das bei einem Kaufvertrag ohne Auflassung eine Finanzierung gar nicht zulässig ist, aber so geschehen!
Kosten entstanden nun durch die Wasserwirtschaft, Stromanbieter, Vermesser.........und natürlich wurde auch die Grunderwerbssteuer fällig. Da wir diese nicht zahlen konnten wurden unsere Konten gesperrt. Um leben zu können lieh uns der neue FB 300,-Euro.Für die Rückzahlung wurde vereinbart, das er das Geld aus der Auflösung des Bausparers bei der ersten finanzierenden Bank, bekommt.
Es kam wie es kommen mußte - es zögerte sich alles imme weiter heraus was das neue Darlehen anging und so mußten wir doch einen Zwischenkredit machen um die Kosten zu decken. Dies ist geschehen über so eine Art Bausparer von dem ein Teil vorausgezahlt wurde.
Nun war es dann soweit das die Grundschuld bestellt wurde, eine Löschung der alten Bank und die Eintragung der neuen beantragt wurde. Nun fehlt uns noch bis zur "Freigabe" des Darlehens die vollstreckbare Ausfertigung der Grundschuldurkunde. Um diese zu bekommen müssen wir erst die Notarrechnung zahlen (661Euro). Dieses Geld ist im Darlehen eingerechnet, aber wir kommen nicht ran. Mittlerweilehaben wir ja nun 3 laufende Kredite und bei dem Baudarlehen fielen erste Bereitstellungszinsen an. Der neue bot an die Notarkosten zu übernehmen, er bekäme sie ja aus dem Darlehen wieder. Diese Aussage ist nun 5 ! Wochen her, in dieser letzten Zeit wurden wir von ihm pausenlos betrogen, hingehalten und am Anfang August dann auch noch erpreßt! Zahlreiche Versuche ihn zu erreichen schlugen fehl, er ging nicht ans Telefon, ließ sich verleugnen, reagierte nicht auf Rückrufbitten. Unsere Telefonrechnung wurde dementsprechend hoch, da wir fast jedes mal die mailbox dran hatten!
In dem Schreiben vom 1.8.07 steht, das eine Neuüberweisung der Notarkosten nur gegen Unterschrift dieses Dokumentes erfolgt, mit den folgenden Zahlungsverpflichtungen:
Barauszahlung : 300,-Euro
Notarkosten : 660,-Euro
Zinsen : 50,-Euro
Auslagen : 400,-Euro (keine Ahnung wofür!)
Die Zahlung sollte innerhalb 2 Monate nach Ausreichnung des Darlehens erfolgen.
In unserer Not unterschrieben wir (am 2.8.), aber seitdem ist nichts passiert! Im Gegenteil, per SMS teilte er uns mit, das er nicht mehr mit der Hausfirma zusammenarbeiten würde und auch uns nicht mehr betreut!
Bei der Beantragung des Darlehens hat er "getrickst" um die Summe zu bekommen, für jegliche Auszahlungen, sowie die Planungsänderung während der Bauphase (er hat wohl ein größeres Haus beantragt??, genau wissen wir das nicht!) brauchen wir ihn.
Er selbst sagte, er würde unsere gesamten Unterlagen bis 15.08.70 an uns senden, auch das ist nicht geschehen. Per Fax teilten wir mit, er solle die Unterlagen bis spätestens 18.08.07 schicken, auch dies ist wieder nicht passiert! Er zögert wissentlich den ganzen Vorgang heraus und treibt uns somit immer weiter in den Ruin, denn über unsere Finanzen weiß er genauestens Bescheid!
Ich wende mich nun an Sie in der Hoffnung einen Rat zu bekommen, was wir bezüglich des FB und der Hausfirma machen können. Wir fühlen uns betrogen und ausgenutzt, wissen aber das wir natürlich einen Teil der Schuld tragen da wir unterschrieben haben.
Wir sind finanziell am Ende, unsere Existenz steht auf dem Spiel, das Wohl unserer Kinder gefährdet, wenn nichts passiert. Ich weiß nicht wie ich einen Anwalt bezahlen soll und hoffe hier trotz geringem Einsatz eine Antwort zu bekommen.
Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen
DianaK
Sehr geehrte Fragestellerin,

unter Berücksichtigung der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen, beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Zunächst empfehle ich Ihnen dringend, einen Anwalt zu konsultieren der die ganze Angelegenheit für Sie prüft. Ohne professionelle Hilfe werden Sie aus dieser Situation nicht mehr herausfinden.

Hier kommen diverse Beratungsfehler, sowohl von der Bank und der MH (Beratung bzgl. der auf Sie zukommenden Kosten und der möglichen Finanzierung), als auch von dem Finanzberater in Betracht. Ihnen stehen dann unter Umständen entsprechende Schadensersatzansprüche (z.B. käme auch eine Rückabwicklung in Betracht) zu. Unter Umständen könnte so ein finanzieller Schaden für Sie vermieden werden.

Hinzu kommt, dass der Finanzberater offenbar falsche Angaben gegenüber der zweiten Bank gemacht hat. Hier sollte umgehend mit der Bank Kontakt aufgenommen werden um die Dinge richtig zu stellen. Der Berater hat sich möglicherweise sogar strafbar gemacht. Jedenfalls wird die Bank die Möglichkeit haben, sich von dem Darlehensvertrag zu lösen.

Sollte Ihnen die Bank das Darlehen dennoch weiterhin zur Verfügung stellen wollen, so haben Sie zunächst einen Vertrag mit dem Finanzberater abgeschlossen, dass dieser die Notarkosten vorschießt. Durch die SMS und durch Ihr Fax in dem Sie Ihm mitgeteilt haben, dass er alle Unterlagen spätestens bis zum 18.08. an Sie zurückschicken soll, haben Sie das Vertragsverhältnis mit ihm aber wohl einvernehmlich aufgelöst. Der FB ist verpflichtet Ihnen die Unterlagen herauszugeben. Dieser Anspruch kann auch notfalls gerichtlich durchgesetzt werden.


Ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass Sie für eine erste Beratung bei einem Anwalt in Ihrem Fall vermutlich Beratungshilfe in Anspruch nehmen können. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht. (s. hierzu auch folgenden Link: http://c-g-w.de/Artikel/op=show/kid=8.html).

Eine umfassende Beratung kann im Rahmen dieser Plattform leider nicht erfolgen. Ich mache Sie auch darauf aufmerksam,dass schon geringe Abweichungen von dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt zu einem anderen rechtlichen Ergebnis führen können. Ich hoffe dennoch, Ihnen mit dieser ersten rechtlichen Einschätzung weitergeholfen zu haben. Für eine weitergehende Tätigkeit stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Grema
Rechtsanwalt

C-G-W Rechtsanwälte
Tel: 07251/3924430 Fax:07251/3924431
Mail: info@c-g-w.de
www.c-g-w.de

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