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Wohnentgelt bei Partnertrennung im gemeinsamen Haus

27.07.2014 16:26 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: zur geschuldeten Nutzungsentschädigung nach der Trennung bei einer gemeinsamen Immobilie

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich und mein Partner (nicht verheiratet) haben vor 2 Jahren zusammen ein Haus gekauft . Einen Bungalow am Hang mit Einliegerwohnung im Untergeschoß, Gesamtwohnfläche 130 m². Wir stehen je zu 50% im Grundbuch. Den Kaufpreis haben wir nur mit Krediten beglichen .Jeder hat ein Bauspardarlehen auf seinen Namen und ein KFW Darlehen , daß auf meinen Namen steht . Wir sind allerdings in jedem Vertrag Gesamtschuldner .
Jetzt hat mein Partner eine andere Frau kennengelernt und ist ausgezogen . Er zahlt noch die Hälfte der Raten . Die andere Hälfte , Steuern , Versicherungen usw. zahle ich .
Ich nutze die Wohnung im Obergeschoß, die Einliegerwohnung nutze ich nicht , hier stehen nur noch Sachen von ihm. Diese Wohnung könnte er sich einrichten und drin wohnen , was er aber nicht will.

Meine Frage ist : hat er Anspruch auf Wohnentgelt von mir , da ich ja jetzt die obere Wohnung, Garage und großen Abstellraum alleine nutze / unfreiwillig allein nutzen muß Und wie würde sich das berechnen?

Wir beide möchten alles gütlich ohne Gericht regeln. Sollte man das von einem Rechtsanwalt schriftlich absichern lassen?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüßen
Gabi G.

Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Wenn Ihr Partner noch immer die Hälfte der Verbindlichkeiten zahlt, aber das Haus nicht mehr nutzt, steht ihm für seine Hälfte an der Immobilie eine Nutzungsentschädigung zu.

Diese richtet sich nach dem auf dem freien Markt zu erzielenden Kaltmietzins für die von Ihnen benutzen Wohnung einschließlich der benutzen Nebenräume. Die Hälfte dieses Betrages steht ihm als Nutzungsentschädigung für die Nutzung seiner Hälfte zu.

Grundsätzlich ist es möglich, eine solche Vereinbarung auch ohne Inanspruchnahme eines Anwalts schriftlich festzuhalten. Wenn sich allerdings im Zusammenhang mit der Nutzung der Immobilie - auch bezüglich der Frage, wie es langfristig weitergehen soll - weitere Fragen ergeben, halte ich eine anwaltliche Beratung vor Ort für sinnvoll.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 27.07.2014 | 16:57

Sehr geehrte Frau Holzapfel,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Die Einliegerwohnung könnte er ja aber selbst nutzen. Müßte man da nicht die Differenz des Kaltmietzinses von beiden Wohnungen berechnen und ich zahle die Hälfte der Differenz. ich wohne ja nicht freiwillig alleine in der Wohnung , sondern ER will das ja so.

Vielen Dank
Gabi G.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.07.2014 | 17:13

Sehr geehrte Fragestellerin,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Die Tatsache, dass er die Wohnung nutzen könnte, löst keine Nutzungsentschädigung zu Ihren Gunsten aus. Ihre Berechnung wäre richtig, wenn er die Wohnung tatsächlich dauerhaft nutzen würde.

Sie können sich allenfalls darauf verständigen, die Einliegerwohnung zu vermieten und die Miete, die sie erhalten, zu teilen. Sollte er sich weigern, die Wohnung zu vermieten, weil er sie dauerhaft als Abstellraum nutzen will, dann kommt eine Nutzungsentschädigung in Betracht, weil dies auch eine Art der Nutzung darstellt.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

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