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Handwerker verursacht Schaden bei der Reperatur eines Warmwassertanks

| 19.07.2009 21:59 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Hallo,

wir haben einen Firma (Firma 1) beauftragt unsere Wärmepumpe (Ventilator defekt) am Warmwasserspeicher zu reparieren.

Die Firma hatte den Ventilator schon einmal innerhalb von 2 J ausgetauscht, insofern sollte es der Gewährleistung unterliegen.

Nach dem Austausch des Ventilators, habe ich festgestellt, dass das Wasser nicht erwärmt wurde. Der Wärmetauscher war warm und das Wasser kalt, sollte normalerweise genau anders herum sein.

Ich reklamierte sofort.

Die Firma entsendete mir einen weiteren Monteur, der feststellte, dass nun die Wärmepumpe defekt war (Monteurbericht liegt vor). Der Monteur riet mir, dass ich einen Ortsansässigen Handwerker zum Tausch der Pumpe beauftragen sollte, da es sich bei seiner Firma um eine Spezialfirma handelte.

Ich habe einen Ortsansässigen Handwerker beauftragt (Firma 2). Der stellte umgehend fest, dass die Pumpe nicht funktionierte, weil der Wasserkreislauf nicht durch Firma 1 entlüftet wurde, Pumpe lief trocken. Er entlüftete den Wasserkreislauf und baute eine neue Pumpe ein.

Ich kürzte den Rechnungsbetrag der Firma 1 um den Rechnungsbetrag der Firma 2, sowie um die Kosten des Ventilators, da er ja unter Gewährleistung war.

Nun mahnt Firma 1 den vollständigen Geldeingang an und fordert die Zusendung der Pumpe an. Die Pumpe wurde aber durch Firma 2 nach 14 Tagen verschrottet.

Bitte teilen Sie mir mit, wie meine Chancen sind Firma 1 nicht zahlen zu müssen und welche Wege eingeschalgen werden müssen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Kosten des Ventilators

Hier handelt es sich um in Gewährleistungsfall, so dass der Rechnungsbetrag entsprechend zu kürzen ist. Hier wäre es ratsam, die ursprüngliche Rechnung der Firma 1 für den Ventilator vorzulegen, um den Gewährleistungsfall zu dokumentieren. Entsprechende Mängelbeseitigungsrechte richten sich nach §§ 437, 438 BGB bzw., §§ 634, 634a BGB.

2. Kosten der Firma 2

Ein Anspruch gegen Firma 1 in Höhe der Rechnung der Firma 2 ist dann gegeben, wenn der Schaden schuldhaft verursacht wurde. Bei dem Schaden an der Wärmpumpe handelt es sich um einen Mangelfolgeschaden, der durch das unterlassene Entlüften verursacht wurde.

Für Mangelfolgeschäden ist als sonstiger Schaden in § 280 Abs. 1 BGB geregelt. Nach Ihren Angaben und den Angaben des Handwerkers bestand ein entsprechender schuldhaft verursachter Mangelfolgeschaden.

Problematisch ist hier für Sie die Beweisführung. Daher sollten Sie sich von Firma 2 eine entsprechende schriftliche Bestätigung geben lassen, dass zum einen die Wasserpumpe als defekt entsorgt wurde und das der Schaden aufgrund der fehlenden Entlüftung verursacht wurde.

Können Sie einen solchen Nachweis nicht führen, können Sie Ihren Gegenanspruch – Reduzierung der Rechnung – jedenfalls gerichtlich nicht durchsetzen. Ggfs. besteht hier die Möglichkeit einer Einigung.

Sollte die Firma 1 den Anspruch gerichtlich einfordern, empfehle ich einen Kollegen zu beauftragen. Für diesen Fall wäre der Handwerker der Firma 2 als Zeug zu hören, soweit es auf die Beweisbarkeit des Manglfolgeschadens ankommt.

Ich hoffe Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 21.07.2009 | 12:02

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