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angeblicher, durch Renovierungsarbeiten verursachten Schaden

| 12.06.2015 15:48 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


08:04

Guten Tag,

wir sind in eine unangenehme Situation geraten und möchten gerne einen Rat bei Ihnen holen.

Wir haben im Jahr 2009 (Ende des Jahres) eine sehr renovierungsbedürftige Wohnung in einem Altbau mit vier Parteien (Baujahr 1886) bei einer Wohnungsgesellschaft gekauft.
Nach drei Monaten, im März 2010, dürften wir mit der Renovierung der Wohnung anfangen.
Über einen Handwerker-Portal wurden Handwerker gefunden und dann auch gleich losgelegt.
Es wurden das Bad, die Küche und die Toilette neu gefliest (alte Fliesen entfernt). Das Bad und die Toilette wurden zusätzlich mit neuen Sanitärgeräten ausgestattet. Des Weiteren wurden die Wände in der ganzen Wohnung neu verputzt (alte Putz vorher entfernt), neue Heizkörper montiert, einige Türen entfernt und Durchgänge zugemauert. Eine Wand, keine tragbare Wand, zwischen Speisekammer und Küche wurde mit der Bewilligung des Statikers (der Bericht ist vorhanden) entfernt. Während der Renovierung wurde der Fussboden der gesamten Wohnung nicht erneuert und somit auch nicht renoviert. Die Wohnfläche der Wohnung beträgt ca.160 m².
Am Anfang des Jahres 2013 (nach zwei Jahre) haben wir einen Brief von der Hausverwaltung bekommen mit der Schuldzuweisung, dass durch die in unserer Wohnung in den vergangenen Jahren durchgeführte Renovierungsarbeiten „Schäden" in der untenstehenden Wohnung entstanden sind.
Die Mieterin der unteren Wohnung hatte wohl die Meinung, dass die „Schäden" durch unsere Renovierungsarbeiten hervorgekommen sind.
Daraufhin haben wir die unterstehende Wohnung von der Mieterin besichtigt.
Im Schlafzimmer auf der mehrschichtig tapezierten Decke, ist die erste Schicht von der alten Raufasertapete riss-förmig aufgeplatzt und man sah zwei „risse" nicht länger als 40-45 cm und als 35-40 cm. Die Wohnung von der Mieterin war schon seit vielen-vielen Jahren nicht mehr renoviert, es wurden sowohl keine Schönheitsreparaturen als auch keine Auffrischungen durgeführt.
Die Hausverwaltung des Gebäudes ist eine Dienstleistung der Wohnungsgesellschaft, von der wir die Wohnung gekauft haben. Die Wohnungsgesellschaft ist ebenfalls auch die Eigentümerin von der untenstehenden Wohnung sowie auch von zwei weiteren Wohnungen der gleichen Wohnungsgesellschaft (Altbau mit vier Parteien).
Wir haben unsere Hausverwaltung darüber informiert, dass in unserer Wohnung keine statischen Veränderungen durgeführt worden sind und ihnen auch den Bericht des Statikers zugeschickt. Außerdem haben wir darauf hingewiesen, dass wegen den laufenden Umbauarbeiten in der oberen Dachgeschoss –Wohnung, über uns, in unserer Wohnung tatsächliche Schäden entstanden sind und zwar mehrere Decken- sowie Wandrisse in verschiedenen Zimmern und nun sind auch Vibrationen und Erschütterungen in unserer Wohnung deutlicher zu spüren.

Im Februar 2013 haben wir dann die nächste Mitteilung von der Hausverwaltung bekommen, dass die Wohnungsgesellschaft die „Mängel" selbst beseitigt hat und stellt uns anschließend die Rechnung bereit.
Die Wohnungsgesellschaft, als Eigentümerin, hat eine Maler-Firma beantragt. Für die durgeführten Arbeiten hat die Firma 2.255€ in der Rechnung gestellt. Dabei wurden alte Tapeten entfernt, die Möbel im Schlafzimmer mit der Folie abgedeckt, anschließend die komplette 21 m² Schlafzimmer-Decke mit der neuen Raufasertapeten tapeziert und gestrichen.
Es kommt das Gefühl auf, dass die Wohnungsgesellschaft gerne einen „schwarzen Peter" für die Bezahlung finden möchte. Die unterstehende Wohnung ist gleich groß wie unsere nämlich ca.160 m² und die entstandenen Mängel lokalisieren sich nur im Schlafzimmer. Außerdem ist es aus unserer Sicht sehr verwunderlich, dass es so ein hoher Aufwand betrieben worden ist, da ja nur zwei Tapetenstreifen an der Decke kleine Risse aufwiesen und dafür ist es nicht nötig gewesen die komplette Decke fast schon neu zu „renovieren".
Auf die Mitteilung wegen den Schäden in unserer Wohnung hat die Eigentümerin (Wohnungsgesellschaft) zuerst nicht reagiert, nach der zweiten Mittelung von uns haben wir den Vorschlag zum Ortstermin bekommen. Die Wohnungsgesellschaft wollte sich bei uns melden wegen den Begutachtung von unseren Schaden im November 2013, aber es kam niemand und es wurden auch kein weiteren Kommunikation versuche unternommen seitens der Wohnungsgesellschaft wie es nun mit den Schäden in unserer Wohnung weiter gehen soll.
Die Eigentümerin (Wohnungsgesellschaft) hat die Dachgeschoss-Wohnung am Ende des Jahres 2013 und die unterstehende Wohnung am Ende des Jahres 2014 verkauft.
Wir finden jetzt wieder Briefe (nach zwei Jahre) unter unserer Wohnungstür mit der Mittelung, dass bei uns ist die Summe von 2.255€ noch offen. Briefe sind fast ein Monat früher datiert als wir sie bekommen. Im letzten Brief stand, dass es gegen uns rechtliche Schritte eingeleitet werden, wenn es bis zum bestimmten Datum die Summe nicht bezahlt wird.
Können Sie uns bitte Rat geben was sollen wir in dieser Situation machen? Wie sollen wir auf diese Briefe reagieren? Welche Rechte haben wir in diesem Fall?

12.06.2015 | 16:29

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Grundsätzlich sind sich auch Wohnungseigentümer innerhalb einer WEG untereinander zum Ersatz von Schäden verpflichtet.

Allerdings ist nach ständiger Rechtsprechung der Sonderbeziehung der Wohnungseigentümer untereinander geschuldet, dass erst eine bestehende Gebäudeversicherung in Anspruch zu nehmen ist.

Diese muss für einen Schäden an der Wohnung aufkommen. Erst wenn es diese nicht gab, wäre beim Verursacher Regress zu nehmen.

Es ist aber auch schon fraglich, ob Ihr Verhalten für den Schäden ursächlich war und ob Ihnen der Schäden zugerechnet werden kann. Dies muss die Hausverwaltung beweisen.

Darüber hinaus tragen Sie vor die Wohnung 2009 gekauft zu haben und dann sogleich renoviert zu haben. Etwaige Ansprüche gegen Sie dürften daher verjährt sein.

Was können Sie tun: zählen Sie nicht auf die Rechnung und machen Sie gegenüber der Hausverwaltung die Einrede der Verjährung geltend.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 15.06.2015 | 13:03

Hallo,

Dankeschön für Ihre prompte Antwort.

Ich habe wegen der Verjährung ein paar Fragen.
Wir haben die Wohnung am 23.12.2009 gekauft. Die Renovierung haben wir am 01.03.2010 begonnen, weil am 01.03 2010 die Schlüsselübergabe stattgefunden hat. Es wurde von der Wohnungsgesellschaft so geregelt, dass Wohnungsschlüssel nur nach der Vorzahlung von 25% der Gesamtsumme übergeben werden.
Der ersten Brief von der Hausverwaltung haben wir am 16.01.2013 erhalten.
Können wir trotzdem die Einrede der Verjährung schreiben?

Ich möchte mich noch wegen Schaden in unserer Wohnung erkundigen. Wie können wir in diesem Fall vernünftig handeln, damit Schaden beseitigt werden?


Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.06.2015 | 08:04

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Die Verjährung wäre in Ihrem Fall am 31.12.2013 eingetreten. Nur ernsthafte Verhandlungen hemmen die Verjährung. Ein Brief der Hausverwaltung, von Ihnen unbeantwortet, hemmt die Verjährung nicht.

Melden Sie Ihre Schäden der Hausverwaltung. Die Gebäudeversicherung wies diesen Schäden regulieren. Die Hausverwaltung ist zur Kooperation verpflichtet.

Im äußersten Fall wäre der Verursacher über Ihnen in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

Bewertung des Fragestellers 16.06.2015 | 12:17

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