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Güterstand Zugewinngemeinschaft - Scheidung

04.11.2020 10:49 |
Preis: 60,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


12:25

Folgende Situation: Ich bin seit 10 Jahren mit meiner Frau verheiratet und es sieht u.U. nach einer Trennung aus. Wir haben zwei Kinder im Alter von 5 und 10 Jahren. Wir leben im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, d.h. wir haben keinen Ehevertrag geschlossen.

Ich hatte vor unserer Heirat alleine ein schuldenfreies Haus, welches ich nach unserer Heirat für 300.000 Euro verkauft habe. Dann haben wir ein anderes Haus gemeinsam zu je 1/2 gekauft und für insg. 500.000 Euro umgebaut. Eingeflossen sind meine 300.000 Euro und 200.000 Fremdmittel durch Finanzierung am Haus abgesichert.

1. Frage: Wenn wir jetzt eine Scheidung hätten, würden meiner Meinung nach die 300.000 nicht als Zugewinn gelten, richtig? Das würde bedeuten, wenn ich die 200.000 Schulden übernehme müsste ich das Haus behalten dürfen?

1.1 Wenn meine Frau das Haus behalten wollte, müsste Sie die Schulden übernehmen und mir die 300.000 Euro auszahlen?

2. Frage: Wenn ich jetzt (verheiratet, vor einer Scheidung) durch meine Eltern noch eine weitere Immobilie im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge überschrieben bekomme, wäre das u.U. Teil einer Zugewinn-Auseinandersetzung mit meiner Frau oder bliebe die übertragene Immobilie ausschließlich mir ohne Anspruch auf Zugewinnausgleich?

Vielen Dank für eine Antwort.

04.11.2020 | 11:23

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Grundsätzlich sind der Zugewinn und die Vermögensauseinandersetzung bezüglich der gemeinsamen Immobilie auseinanderzuhalten:

Wenn nur die jeweilige Immobilie im Anfangs- und Endvermögen zu bewerten ist und es keine anderen Vermögenswerte gibt, sieht der Zugewinn wie folgt aus:

Im Endvermögen hat jeder von Ihnen eine halbe Immobilie im Wert von 250.000 € abzüglich der Hälfte der noch valutierenden Schulden, wobei ich unterstelle, dass der derzeitige Verkehrswert der gesamten Immobilie bei 500.000 € liegt. Bei Ihrer Frau stellt der Saldo den Zugewinn dar, weil sie kein Anfangsvermögen hatte.

Bei Ihnen ist kein Zugewinn erwirtschaftet worden, weil Ihr Anfangsvermögen höher war (300.000 €) als Ihr Endvermögen.

Ihr Zugewinnausgleichsanspruch gegen Ihre Frau ist daher die Hälfte des Zugewinns (hier: Endvermögens) Ihrer Frau. Wenn der Kredit mit 200.000 € noch voll valutiert, hätten Sie einen Zahlungsanspruch von 75.000 €.

Im Gegenzug müssten Sie Ihrer Frau die Haushälfte abkaufen, und zwar für 250.000 €. Wenn Sie die Hälfte der Schulden, die Ihre Frau betreffen, übernehmen, reduziert sich der Zahlbetrag entsprechend. Bei 200.000 € Schulden insgesamt beliefe sich der Kaufpreis auf 150.000 €.

Die Zahlungen für Kaufpreis und Zugewinn könnten verrechnet werden, wenn insofern Einverständnis besteht.

Schenkungen von Eltern werden, auch wenn sie erst während der Ehe erfolgen, dem Anfangsvermögen hinzugerechnet, so dass der Wert der Schenkung im Zugewinn nicht auszugleichen ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


Rückfrage vom Fragesteller 04.11.2020 | 11:38

Hallo Frau Holzapfel,

vielen Dank für Ihre Erklärung - das überrascht mich etwas, aber dafür sind Sie ja auch Fachfrau.

Eine Nachfrage: Das erste Haus, welches für 300.000 Euro verkauft wurde, war vor Eheschließung auch eine Schenkung meiner Eltern. Ändert das etwas an der Sachlage?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.11.2020 | 12:25

Sehr geehrter Fragesteller,

nein, das ändert nichts. Die Immobilie wird als Anfangsvermögen gewertet, weil sie bei der Eheschließung bereits vorhanden war, so dass sie aus diesem Grunde schon nicht ausgeglichen wird. Deshalb kommt es auf die Schenkung nicht an. Sie kann nicht "doppelt" abgezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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