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Grundstückskauf - Änderung im Grundbuch


| 10.01.2006 14:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

Sachverhalt:
im November 2005 haben mein Mann und ich ein Grundstück gekauft. Bei der notariellen Beurkundung und Vormerkung im Grundbuch war ich nicht mit dabei, was dazu führte, dass nun mein Mann alleine im Grundbuch eingetragen ist.
Kosten des Grundstückes: 103.500 €
Das Grundstück soll ab Mitte Februar 2006 bebaut werden.
Das Grundstück wurde über einen Makler gekauft, für den Maklergebühren angefallen sind.


Frage und Ziel:
Bitte teilen Sie mir mit, wie wir am preisgünstigsten (unter Berücksichtigung der Notariatskosten, Grunderwerbssteuer, etc.)und mit welchen Möglichkeiten eine Änderung/Korrektur im Grundbuch vornehmen können, so dass sowohl mein Mann als auch ich zu je gleichen Teilen im Grundbuch eingetragen sind.

Welche Empfehlung geben Sie und mit welchen Kosten sind zu rechnen?

Besten Dank für Ihre Info.

mfg
DLJ

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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst könnte hier versucht werden, einen sogenannten Grundbuchberichtigungsanspruch nach § 22 Grundbuchordnung zu erzielen, sofern Ihr Mann seine Zustimmung dazu erklärt und das Grundbuch hier tatsächlich unrichtig ist.

Dazu kommt es auf den notariellen Vertrag an. Wurden Sie dort als Käuferin genannt und versehentlich nicht mit eingetragen -was ggfs. auch durch Auskunft des damals beurkundenden Notar nachgewiesen werden könnte - kann dieser Berichtigungsanspruch gestellt werden.

Auch hierzu sollten Sie sich dem dem damaligen Notar in Verbindung zu setzen, um diese kostengünstige Lösung zumindest zu versuchen. Dabei wäre es sogar ev. möglich, die Nichterhebung von Kosten wegen unrichtiger Sachbehandlung zu beantragen, so dass dabei dann keine Kosten anfallen können.

Allerdings wird aus Ihrer knappen Schilderung nicht so ganz deutlich, wie und warum es dazu gekommen ist, dass Sie bei der Beurkundung nicht dabei gewesen sind, noch, ob es sich um ein schlichtes Versehen gehandelt hat.

Ob dieser Berichtigungsanspruch -der dem Grunde nach möglich wäre- daher tatsächlich so durchzusetzen ist, wird sich daher letztendlich nur nach Einsicht in den Vertrag und Stellungnahme des Notars abschließend klären lassen.

Mit diesem sollten Sie daher unbedingt Kontakt aufnehmen, um diese Möglichkeit prüfen zu lassen.


Ist hingegen bei der Beurkundung kein Fehler passiert, ist das Grundbuch richtig und der Berichtigungsanspruch wird schwerlich durchsetzbar sein.

Dann wird eine völlige Neuumschreibung erforderlich sein, wobei die Kosten in etwas 400 - 500 EUR betragen werden. Die genaue Höhe hängt vor einzelnen Faktoren ab, so dass dieses bitte als Richtwert anzusehen ist.

Auch dazu würde ich dann den Notar aufsuchen, um ggfs. auch die Frage der Reduzierung der Gebühr auf die Hälfte der vollen Gebühr zu besprechen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 10.01.2006 | 15:52

Besten Dank für Ihre rasche Antwort.
Leider hat es sich um ein Versehen gehandelt, dass ich nicht dabei war und um Unkenntnis...
Muss bei einer Neuumschreibung nicht auch noch der ursprüngliche Besitzer wieder mit ins Boot? Dieser wohnt aber 600 km weiter weg, hat sich zwar bei uns vor Ort vertreten lassen, musste dort aber ebenfalls einen Notar aufsuchen zur Unterzeichung. Damit würden ja weitere Kosten anfallen.

Wäre hier nicht auch eine weitere die Möglichkeit einer Schenkung der Hälfte des Grundstücks durch meinen Mann möglich?

Danke für Ihre Antwort.

mfg
DLJ

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.01.2006 | 16:11

Der alte Eigentümer muss nicht dabei sein, da Ihr Mann ja im Grundbuch eingetragen ist.

Eine Schenkung wäre zwar möglich, aber mit Sicherheit die teuerste Lösung, da dann ein völlig neues Verfahren kostenintensiv dürchgeführt wird.

Ich würde dazu raten, den Notar aufzusuchen und die (günstigste) Lösung der Grundbuchberichtigung zu versuchen.

Bewertung des Fragestellers |


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