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Gleichbehandlung?

04.04.2009 08:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


Hallo,
nach einer Operation war ich 3 Monate Krankgeschrieben, nachdem ich mit einem Wiedereingliederungs Antrag wieder an meinem Arbeitsplatz zurückgekehrt bin, hat man mich mit den Worten "das machen wir bei uns nicht" nach Hause geschickt. Ich musste Urlaub nehmen da mein Arzt meinte, ich soll dann normal wieder arbeiten.
Nun ist ein anderer Kollege der ebenfals wegen einer OP lange Krank war, wieder im Betrieb und erstaunlicherweise wird bei diesem Kollege die Wiedereingliederung durchgeführt.Und auch bei einem anderen Mitarbeiter wurde dies im letzten Jahr durchgeführt.
Geht das?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Hinsichtlich der Frage, ob ein Arbeitnehmer im Falle einer Erkrankung Anspruch auf stufenweise Wiedereingliederung in das Arbeitsverhältnis hat, ist zunächst zwischen schwerbehinderten und den Schwerbehinderten gleichgestellten Menschen auf der einen Seite und nicht schwerbehinderten Menschen auf der anderen Seite zu differenzieren.

Während schwerbehinderte und den Schwerbehinderten gleichgestellte Menschen einen Rechtsanspruch auf stufenweise Wiedereingliederung haben, hat ein nicht behinderter Arbeitnehmer gegen seinen Arbeitgeber grundsätzlich leider keinen Anspruch darauf, stufenweise wieder eingegliedert zu werden.

So handelt es sich in dem Wiedereingliederungsverhältnis nach § 74 SGB V um eine therapeutische Maßnahme, die nicht vom Arbeitgeber erzwungen werden kann.

Ob in der Beschäftigung der Kollegen zur Wiedereingliederung ein Verstoß gegen den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz liegt, kann allein anhand der vorliegenden Informationen nicht beurteilt werden.

Hierzu wäre Voraussetzung, dass Ihr Arbeitgeber vergleichbare Arbeitnehmer ohne sachliche Rechtfertigung unterschiedlich behandelt.

Um dies beurteilen zu können, wäre zunächst einmal zu klären, unter welchen körperlichen Einschränkungen die Kollegen von Ihnen zu leiden hatten.

Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass Sie – sofern Sie keinen Grad der Behinderung von mindestens 30 haben- grundsätzlich keinen Anspruch auf eine Wiedereingliederung haben.

Je nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung könnte jedoch möglicherweise ein Antrag auf Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft dienlich sein. Hierzu sollten Sie sich ergänzend von Ihrem Hausarzt beraten lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch ein angenehmes Wochenende und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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