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Arbeitsrecht / Kündigung durch Arbeitnehmer mit ärztlichem Attest

| 23.05.2018 14:10 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Beendigung eines Arbeitsverhältnisses während Wiedereingliederung

Guten Tag,

ich befinde mich nach längerer Krankheit aktuell in der Wiedereingliederung (Hamburger Modell, noch bis 30.06.2018). Meine Neurologin rät mir dringend ab, meine jetzige Tätigkeit im Vertriebsaußendienst wieder aufzunehmen. Sie ist der Meinung dass ich wieder ganztags arbeiten kann, aber nicht mehr in meiner derzeitigen Tätigkeit. Dies sehe ich genau so.

In meinem jetzigen Unternehmen ist ein Wechsel in einen anderen Arbeitsbereich nicht möglich. Das habe ich schon geklärt. Ebenfalls möchte ich in ein anderes Bundesland umziehen, da dort meine Familie lebt und dies perspektivisch, mit meiner chronischen Erkrankung, sinnvoller ist.

Ich werde also selbst kündigen, mit Attest meiner Ärztin. Nun zu meiner Frage/n:

Wie gehe ich "auf der Zeitschiene" am besten vor?

Ich würde gern noch die Wiedereingliederung komplett abschließen (30.06.) um keine Schwierigkeiten mit der Krankenkasse zu bekommen.
Kündigen möchte ich zum 30.09.2018. Ich habe noch 40 Tage Urlaub (Aug. und September) und es ist mein persönlicher Wunsch eine saubere Übergabe zu machen, und alle offenen Fälle abzuwickeln. Dies könnte ich im Juli erledigen.

Kann ich jetzt schon kündigen, während der Wiedereingliederung, ohne dass mir hier Schwierigkeiten entstehen (Krankenkasse, Arbeitsamt)?
Soll ich besser bis 01.07. warten, also den ersten Tag an dem ich wieder "Arbeitsfähig" bin, oder macht das keinen Unterschied?

Meine Ärztin hatte mir auch angeboten die Wiedereingliederung abzubrechen und mich weiter krank zu schreiben. DAs möchte ich aber nicht, ich möchte statt dessen noch 3 Monate "offiziell" in dem Unternehmen arbeiten und Gehalt beziehen (Tatsächlich sind es nur 5 Wochen, wegen des ganzen Urlaubes)

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

„Kann ich jetzt schon kündigen, während der Wiedereingliederung, ohne dass mir hier Schwierigkeiten entstehen (Krankenkasse, Arbeitsamt)?
Soll ich besser bis 01.07. warten, also den ersten Tag an dem ich wieder "Arbeitsfähig" bin, oder macht das keinen Unterschied?"

Wenn Sie die Weidereingliederung vollständig beenden möchten, dann sollten Sie danach kündigen. Wenn Sie erneut arbeitsunfähig geschrieben werden ist dies unbeachtlich. Insbesondere in Bezug auf die Arbeitsagentur ist die Variante günstiger um eine Sperrzeit zu verhindern. Denn nach Ablauf der Wiedereingliederung und einem ärztlichen Attest, dass auch die Wiedereingliederungsmaßnahme nicht dazu geführt hat, dass Sie die Tätigkeit weiterhin ausüben können, ist davon auszugehen das Sie keine Sperrfrist von der Agentur für Arbeit erhalten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.





Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)




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Bewertung des Fragestellers 23.05.2018 | 17:48

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