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Gläubiger bei Insolvenzmasse vergessen

| 16. Oktober 2019 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


12:45

Zusammenfassung:

Restschuldbefreiung auch für nicht angemeldete Forderung

Guten Tag.
Vor fast 6 Jahren wurde durch Anwalt (Schuldenberater) Insolvenzverfahren eröffnet. Es ging um einen Bildungskredit beim Bundesverwaltungsamt (BVA) und BAföG auch beim BVA, aber mit anderen AZ. Ich befinde mich in der Wohlverhaltensphase und im April soll es dann zur Restschuldbefreiung gehen.
Jetzt erhielt ich ein Schreiben der BVA mit AZ vom Bafög dass sie zwischenzeitlich erfahren haben dass ich Insolvenzverfahren hatte und ich vorsätzlich diese Schulden nicht angegeben habe und drohen mich nach Ende der Wohlverhaltensphase auf Schadensersatz und Zwangsvollstreckung zu verklagen. Ich hatte nur einmal Post mit Zahlungsaufforderung mit Mahnung von denen erhalten im Januar 2018 und da ich davon ausgegangen bin dass der Bafög Betrag auch auf der Liste steht bin ich von einem Fehler auf deren Seite ausgegangen und widersprach dem Schreiben mit Hinweis auf das Verfahren und den AG Beschluss und leitete das auch an Insolvenzverwalter weiter. Dann hörte ich nichts mehr von keinem der beiden.
Ich kann leider nicht nachweisen dass der damalige Anwalt von mir den zweiten Betrag nicht angab und ich dachte außerdem dass es ja ein und derselbe Gläubiger ist, trotz unterschiedlicher AZ.
Wie soll ich auf das Schreiben reagieren? Habe ich grob fahrlässig gehandelt? Soll ich das AG darüber informieren? Kann es sein dass alles wieder von vorne losgeht? Meine finanzielle Lage hat sich nicht gebessert, es würde eine erfolglose Zwangsvollstreckung sein.
Vielen Dank vorab für Ihre Mühe.

16. Oktober 2019 | 09:55

Antwort

von


(1515)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 0176/61732353
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Sie haben dem Gläubiger in 2018 über das Insolvenzverfahren informiert, so dass dieser Gelegenheit hatte seine Forderung zur Insolvenztabelle anzumelden. Da der Gläubiger auch von dem Treuhänder entsprechend angeschrieben seine Forderung zur Insolvenztabelle anzumelden, ist Ihnen die fehlende Forderungsanmeldung nicht zum Vorwurf zu machen. Dass es sich um zwei Forderung bei einem Schuldner handelt, muss der Gläubiger bei seiner Forderungsanmeldung entsprechend berücksichtigten.

2. Ein vorsätzliche Nichtangeben der Forderung ist nicht belegt, so dass diese Ausführung zu bestreiten sind. Im weiteren ist es aus meiner Sicht eine Nachlässigkeit des Gläubigers, wenn dieser nur eine Forderung zur Insolvenzmasse anmeldet, obgleich der von Ihnen und dem Treuhänder über das laufende Verfahren informiert wurde.

3. Im weiteren ist zu beachten, dass die Restschuldbefreiung nach § 301 Abs. 1 InsO auch gegenüber Gläubigern wirkt, die ihre Forderung nicht zur Insolvenztabelle angemeldet haben.

4. Zur weiteren Vorgehensweise sollten Sie das Schreiben an Ihren Treuhänder senden. Im weiteren widersprechend Sie den Ausführungen, wonach Sie vorsätzlich die Angabe der Forderung unterlassen haben, da Sie mit der Schuldenbereinigung einen Rechtsanwalt beauftragt hatten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 16. Oktober 2019 | 10:25

Bieten Dank. Es war 2018 bereits zu spät diesen zweiten Betrag noch mit anzufügen. Kann der Gläubiger, da er ja mit dem ersten Kredit in der Insolvenzmasse vertreten ist, die Versagung der Restschuldbefreiung beantragen und welche Folgen hätte dies? Bzw. Hat er noch andere Mittel mich zu belangen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16. Oktober 2019 | 12:45

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Ein Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung richtet sich nach den Vorgaben des § 296 Abs. 1 InsO . Danach müssen Sie gegen Obligenheitsverpflichtungen verstoßen haben, im Zeitraum der Wohlverhaltensphase.

Die von dem Gläubiger vorgworfene Pflichtverletzung liegt aber vor diesem Zeitraum, so dass formell schon ein Antrag auf Restschuldbefreiung keinen Erfolg haben wird.

Zudem muss sich der Insolvenzgläubiger vorwerfen lassen, dass seine Organisationsstruktur nicht in der Lage ist zwei verschiedene Forderung in einem Insolvenzverfahren zur Insolvenztabelle anzumelden. Daher sehe ich hier den Fehler bei dem Gläubiger und nicht bei Ihnen. Jedenfalls wird Ihnen kein vorstzliches Handeln vorwerfbar sein, so dass eine Versagung der Restschuldbefreiung aus meiner Sicht nicht zu berürchten ist.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen weiter.
Für eine Bewertung bin ich dankbar.

mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17. Juni 2022 | 11:10

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