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Neue Schulden bei eingetragenem Gläubiger während der Wohlverhaltensphase

| 10.09.2019 11:22 |
Preis: 52,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Neue Schulden in der Wohlverhaltensphase

Hallo,

ich bin in der WVP und war arbeitssuchend gemeldet, sprich das Jobcenter hat meine Krankenkasse bezahlt. Ich wurde wohnungslos und konnte eine Zeit lang (ca. 16 Monate) keine Krankenkassenbeiträge zahlen. Nun ist es aber so, dass meine Krankenkasse als Gläubiger mit in der Insolvenz ist und ich quasi "neue" Schulden bei einem Gläubiger aus der Insolvenz gemacht habe. Ich habe mittlerweile einen Wohnsitz und Arbeit und möchte die "neuen" Schulden gerne in Raten zurückzahlen, unabhängig von dem was in der Insolvenz ist. Hab ich da Chancen oder muss ich jetzt um meine komplette Insolvenz fürchten, Stichwort Restschuldbefreiung? Ich bin mir nicht sicher, weil ich ja Gläubiger eigentlich nicht bevorzugen darf.

Freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Neue Verbindlichkeiten während eine laufenden Insolvenzverfahren oder Wohlverhaltensphase unterliegen nicht der Restschuldbefreiung und sind daher gesondert zu begleichen. D.h. Sie können mit dem Sozialversicherungsträger eine Vereinbarung zur Rückzahlung treffen. Wichtig ist, dass nur die Verbindlichkeiten beglichen werden, die nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens angefallen sind. Sollte der Sozialversicherungsträger keine Vereinbarung schließen wollen, zahlen Sie den entstandenen Rückstand im Rahmen Ihrer Möglichkeiten trotzdem zurück. Achten Sie bei der Überweisung darauf, dass im Verwendungszweck nur die Neuforderung angeführt ist, damit die Krankenkasse keine Verrechnung auf die Insolvenzforderung vornimmt.

2. Neue Schulden in einem laufenden Insolvenzverfahren können nach § 290 Abs. 1 Nr. 4 InsO durchaus einen Versagungsgrund für die Restschuldbefreiung darstellen. Voraussetzung ist aber, dass Sie vorsätzlich gehandelt haben. Dies dürfte bei Ihnen nicht der Fall sein. Trotzdem sollten Sie die neuen Verbindlichkeiten so schnell wie möglich ausgleichen.

3. Vorsorglich sollten Sie im Rahmen einer Vereinbarung mit der Krankenkasse den Treuhänder informieren und diesem die Vereinbarung in Kopie übersenden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 11.09.2019 | 14:01

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