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Erbschaft in der Wohlverhaltensphase

| 10. November 2021 18:13 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Nachtragsberteilung Erbschaft

Ich habe während der Wohlverhaltensphase eine Erbschaft in einer Erbengemeinschaft erhalten. Da es sich um eine Immobilie handelt und diese logischerweise nicht zu gleichen Teilen aufgeteilt werden konnte, und weil ein Erbe auch nicht bereit war auszuziehen, hat sich der Verkauf bis kurz vor Ende meiner Wohlverhaltensphase hingezogen. Da es weiterhin Streit wegen Verbindlichkeiten aus dem Erbe gibt, konnte noch kein Geld ausbezahlt werden. Dadurch habe ich den Anteil an den Insolvenzverwalter noch nicht bezahlen können. Das Gericht wollte oder konnte nicht mehr weiter abwarten und hat nun den Beschluss wegen Restschuldbefreiung gestellt. Ich habe mich immer an alle Vorgaben gehalten, auch die Gehaltspfändungen liefen immer problemlos. Kann mir dadurch jetzt ein Nachteil entstehen? Gibt es eine Möglichkeit dieses Problem zu "heilen"?

Mit freundlichen Grüßen

10. November 2021 | 20:13

Antwort

von


(1515)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 06032/9353573
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die Erteilung der Restschuldbefreiung ergeht nach Ablauf der Wohnverhaltensphase mit Beschluss des Insolvenzgerichtes, § 300 Abs. 1 INsO

§ 300 Abs. 1 BGB
1) 1Das Insolvenzgericht entscheidet nach dem regulären Ablauf der Abtretungsfrist über die Erteilung der Restschuldbefreiung. 2Der Beschluss ergeht nach Anhörung der Insolvenzgläubiger, des Insolvenzverwalters oder Treuhänders und des Schuldners.

D.h die Erteilung der Restschuldbefreiung kann auch während des laufenden Verfahren erfolgen, so dass das eigentliche Insolvenzverfahren noch weiter läuft.

Aufgrund der besonderen Situation, dass Insolvenzverfahren wurde bereits beendet, muss der Treuhänder oder ein Gläubiger eine Nachtragsverteilung für den Zufluss aus der Erbschaft bei dem zuständigen Insolvenzgericht beantragen.

2. Ein solcher Antrag ist auch während der Wohlverhaltensphase möglich, BGH, Beschl. v. 18.12.2014, IX ZB 50/13.

Im Rahmen der Nachfragemöglichkeit bitte ich insoweit nochmal um Mitteilung, welchen Beschluss das Gericht gefasst hat, ggfs stellen Sie den Beschluss als Datei hier ein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 10. November 2021 | 22:30

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Wenn ich richtig verstanden habe, kann man mir die Restschuldbefreiung aus diesen bekannten Gründen nicht verweigern.
Es wird auch nicht mehr gepfändet, allerdings muss ich, sobald ich das Geld habe, dem Verwalter dies melden und den entsprechenden Betrag an diesen bezahlen.

Dazu möchte ich noch mitteilen, dass nach Bezahlung meines Anteils sowieso alle Gläubiger den kompletten geschuldeten Betrag erhalten.

Leider kann ich hier keine Datei einstellen, deshalb habe ich es abgeschrieben.

Beschluss
1. Nach Beendigung der Abtretungsfrist ist gem. §300 Abs. 1 InsO über die Erteilung der Restschuldbefreiung zu entscheiden.
2. Den Insolvenzengläubigern und dem Treuhänder wird hiermit im schriftlichen Verfahren (§5 Abs. 2 S. 1 InsO) Gelegenheit gegeben, bis zum..... Anträge auf Versagung der Restschuldbefreiung gem. §§ 296 - 298 InsO zu stellen.

Innerhalb dieser Frist sind die Tatsachen und Beweismittel vorzutragen bzw. vorzulegen, auf die der Antrag gestützt wird.

Nach Ablauf der gesetzten Frist wird das Gericht ggf. nach Anhörung des Schuldners zu den vorgebrachten Versagungsgründen über die Erteilung der Restschuldbefreiung entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11. November 2021 | 08:27

Vielen Dank für die Rückmeldung.

1. Das Gericht wird durch Beschluss die Restschuldbefreiung erteilen, wenn keine Versagungsgründe vorliegen. Hier von ist nicht auszugehen, wenn die Gläubiger aus dem Zufluss zur Insolvenzmasse aus der Erbschaft befriedigt werden.

2. D.h. im Ergebnis, dass SIe die Restschuldbefreiung erhalten, dass Verfahren aber erst beendet wird, wenn Sie die Zahlung an den Treuhänder vornehmen und dieser die Nachtragsverteilung an die Gläubiger vornehmen kann.

3. Ein Nachteil entsteht Ihnen hierdurch nicht, außer dass das Verfahren etwas länger dauert.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 11. November 2021 | 10:23

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Sehr kompetente, freundliche und schnelle Beratung durch Herrn Schröter. Gerne gebe ich eine Empfehlung.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11. November 2021
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Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Wirtschaftsrecht, Vertragsrecht, Kreditrecht