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Garantie Handwerkerleistung

10.02.2010 08:19 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo,

Sachverhalt: Im Sommer 2009 habe ich an mein Haus mehrere Rolläden nachrüsten lassen.
Jetzt ist einer davon defekt. Der Rolladenpanzer hat sich beim Herunterfahren verkeilt und einige Lamellen sind beschädigt worden.

Rolladen funktioniert über funkgesteuerte Motoren. D.h. ein Bedienungsfehler durch zu schnelles herablassen oder Ruckweises Hochziehen ist ausgeschlossen.

In der Annahme, dass es sich um einen Materialfehler oder Montagefehler handelt, habe ich die Firma beaurftragt, den Rolladen instant zu setzen.
Danach kam eine Rechnung für Anfahrt und Montagelohn. zwei ausgebaute Lamellen hat der Monteur mitgenommen und bisher nicht wieder ersetzt.
Auf meine Nachfrage hiess es, das sein ein Frostschaden der durch Lüften entstanden sei. Durch Lüften würde im/am Rolladen Wasser kondensieren und gefrieren, dass dann den Rolladen blockiert.
Allerdings funktionieren alle anderen Rolläden problemlos!
Bei meiner Nachfrage hat mir die Fa. angeboten, einen anderen Motor einzubauen, der früher abschaltet und so Schäden vermeidet.
Alles in allem ist der KV bei rund 350,-.
Gleich dazu gesagt wurde mir, dass ich das über meine Versicherung abrechnen soll.

folgende Fragen:

1. wenn der Motor bei Blockade nicht abschaltet, liegt dann generell ein Mangel vor?
2. fällt die Reparatur des mangelhaften Rolladens unter Garantie/Gewährleistung? Oder ist die Rechnungstellung durch die Fa. gerechtfertigt?
3. Ist der austausch eines an sich funktionierenden Motors gegen ein "besseres" Modell zu lasten der Versicherung nicht Anstiftung zum Versicherungsbetrug? ( mal abgesehen davon, dass meine Versicherung keine Frostschäden übernimmt )

MFG

Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zu 1. un 2.:
Ein Mangel im Sinne des § 434 BGB ist anzunehmen, wenn der Rolladen nicht die vertraglich vereinbarte Beschaffenheit aufweist, sich nicht für die vertraglich vorausgesetzte Verwendung eignet oder es an einer Beschaffenheit mangelt, die bei einer Sache der gleichen Art üblich ist und erwartet werden kann. Sofern Ihnen bei Vertragsabschluss zugesichert wurde, dass der Rolladen über eine Stopautomatik bei auftretendem Widerstand verfügt, stellt deren Fehlen einen Mangel dar. Wurde eine dahingehende Vereinbarung aber nicht getroffen, handelt es sich meines Erachtens nicht um einen Mangel, da eine solche Automatik meines Wissens nicht zur Standartausführung bei elektrischen Rolläden gehört.
Die Reparatur wäre nur dann vom Handwerker als für Sie kostenlose Nachbesserung im Wege der Gewährleistung vorzunehmen, wenn ein Mangel vorliegt. Wie bereits ausgeführt, stellt allein die Tatsache, dass der Rolladen nicht über eine Stopauomatik verfügt, meines Erachtens keinen Mangel dar. Lässt sich jedoch feststellen, dass die Blockade und die anschließende Beschädigung der Lamellen auf einen Montage- oder Materialfehler zurückzuführen sind, läge ein Mangel vor. Diesen hätte der Handwerker - auf eigene Kosten - im Rahmen der Nachbesserung zu beseitigen. Für das Vorliegen eines Mangels sind Sie jedoch beweispflichtig. Die Ursache für die Blockade wird letztlich nur durch ein Sachverständigengutachten zu klären sein. Ein Laie wird leider kaum beurteilen können, ob es sich tatsächlich um einen Frostschaden oder einen Montagefehler handelt.

Zu 3.:
Hier kommt es auf die konkrete Wortwahl und den sinnlichen Zusammenhang an. Sofern dem Handwerker bewusst war, dass Ihre Versicherung keine Frostschäden abdeckt und er Sie aufforderte gegenüber der Versicherung den funktionierenden Motor als defekt zu melden, könnte eine Anstiftung vorliegen. War dagegen gemeint, den Schadensfall lediglich von der Versicherung - ohne Verfälschung des Sachverhalts - prüfen zu lassen, so kann ich hier keine Anstiftung erkennen.

Für eine abschließende Beurteilung des Sachverhalts empfehle ich, die Rechtslage mit einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens konkreter zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass hierbei weitere Kosten entstehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

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