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Forderung von Inkassounternehmen


19.05.2006 18:55 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Von einer Inkassogesellschaft wurde mir per Post eine Gesamtforderung von 104,08 EUR mit folgender Begründung zugestellt:

"Unser Mandant hat uns mit dem Einzug einer offenen Forderung beauftragt. Er hat am 12.10.2005 folgende Leistung für Sie erbracht:
Setcard 12 Monate bei Modelagentur.de
Für diese Leistung schulden Sie einen Betrag in Höhe von 59,88 EUR. Leider haben Sie auf die bisherigen Mahnungen - zuletzt vom 16.02.2006 - nicht gezahlt. Um weitere Kosten zu vermeiden, fordern wir Sie auf, die ausstehende Summe zzgl. der aufgelaufenen Verzugskosten umgehend zu begleichen.
Nach Ablauf einer Frist von 10 Tagen werden wir uns die Forderung abtreten lassen und ein gerichtliches Mahnverfahren gegen Sie einleiten, wodurch erhebliche Kosten für Gericht und Anwalt, nötigenfalls auch Vollstreckungskosten für den Gerichtsvollzieher auf Sie zukommen.
Ein gerichtliches Vollstreckungsverfahren kann sich ausserdem negativ auf Ihre allgemeine Kreditwürdigkeit auswirken."

Dazu folgende Anmerkungen:
Mir ist der ganze Vorgang vollkommen unerklärlich, denn ich habe zu keiner Zeit einen derartigen Auftrag für eine sog. Setcard ausgelöst (was angesichts meines Alters von 44 Jahren auch etwas lächerlich wäre). Mir wurde bis zur Zustellung dieser Inkassoforderung weder eine Rechnung jener Agentur noch eine Mahnung zugestellt ... ich bin also ziemlich überrascht und unangenehm berührt.
Da ich mich beruflich längere Zeit im Ausland aufhalte, habe ich per Mail (Postweg wäre zwei Wochen) auf diese Inkassoforderung reagiert, Widerspruch eingelegt und darauf hingewiesen, dass ich nicht zahlen werde.

Was können Sie mir raten, wie ich vorgehen sollte, wenn sich damit die Angelegenheit nicht erledigt hat ? Mich ärgert u.a. auch die Androhung, dass sich das Ganze negativ auf meine Kreditwürdigkeit auswirken kann.

Vielen Dank !

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie haben richtig gehandelt. Für eine Leistung, die Sie nicht in Auftrag gegeben haben, sollten Sie auch nichts zahlen.

Auch müssen Sie keine Auswirkungen auf Ihre Kreditwürdigkeit befürchten. Zwar können titulierte Forderungen zu einem entsprechenden Schufa-Eintrag führen. Einen Titel müssen Sie aber nicht fürchten:

Die Gegenseite kann nun einen Mahnbescheid beantragen. Dieser wird Ihnen dann vom Gericht zugestellt. Erst wenn Sie darauf nicht reagieren, wird die Gegenseite einen Vollstreckungsbescheid (= Titel) erwirken können, aus dem die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann.

Keinesfalls sollten Sie deshalb einen Mahnbescheid nicht beachten. Stattdessen sollten Sie, sobald Sie einen Mahnbescheid bekommen, auf dem dafür vorgesehenen Formular innerhalb von 2 Wochen Widerspruch einlegen. Dann kann kein Vollstreckungsbescheid ergehen, sondern der Gegner muss seinen vermeintlichen Anspruch dann vor dem zuständigen Prozeßgericht in Klageform begründen. Das wird ihm, da Sie niemals einen Auftrag erteilt haben und ein Anspruch gegen Sie deshalb nicht besteht, nicht nur nicht leicht fallen, sondern letztlich nicht möglich sein.

Deshalb mein Rat: Bei Eingang eines Mahnbescheides -> Widerspruch einlegen und nach Eingang einer Klagebegründung sofort einen Anwalt mit der Abwehr des nicht bestehenden Anspruches beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt, Köln




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
Sipgate: (0221) 355 333915 / Skype: schwartmann50733
www.rechtsanwalt-schwartmann.de
www.mietrecht-in-koeln.de
www.net-scheidung24.de
www.online-rechtsauskunft.net
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