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Feuchtigkeit nach Hauskauf -Schadenersatz möglich?


26.08.2007 21:27 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Ich habe vor ca. einem Jahr eine Doppelhaushälfte erworben. Das Doppelhaus war ein Bauernhaus, das im Jahre 1908 erbaut wrude. Es wurde im Jahr 2005 bis auf die Aussenmauern voll saniert und die Aussenmauern isoliert.

Nun stelle ich Feuchtigkeit an den Aussenmauern fest.



Kann ich Schadenersatz vom Bauherren in Form eines nachträglichen Preisnachlasses fordern oder kann ich ggf. vom Kaufvertag zurücktreten?



Mit freundlichen Gruß



Ludwig Eibl

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Die Feuchtigkeit an den Außenmauern müsste einen Mangel des Hauses darstellen. Hiervon ist grundsätzlich auszugehen, da Hausmauern nicht feucht sein dürfen, der Istzustand des Hauses also vom fehlerfreien Sollzustand abweicht. Ob die von Ihnen festgestellte Feuchtigkeit aber bei einem fast hundert Jahre alten Bauernhaus vielleicht ausnahmsweise normal sein sollte und folglich doch keinen Sachmangel darstellen sollte, müsste gegebenenfalls durch einen Sachverständigen geklärt werden.

Gesetzt den Fall, es handelte sich um einen Sachmangel, dann könnten Sie Gewährleistungsrechte geltend machen. Zuerst müssten Sie dem Verkäufer die Möglichkeit einer Nacherfüllung einräumen, also Sie müssten dem Verkäufer die Möglichkeit geben, die Ursache der Feuchtigkeit und die Folgen selbst zu beseitigen. Sollte dies fehlschlagen oder der Verkäufer dies verweigern, dann hätten Sie ein Recht auf Minderung des Kaufpreises oder auf Rücktritt vom Kaufvertrag, wie von Ihnen bereits angedacht.

Kompliziert wird die Lage dann, wenn im Kaufvertrag ein Gewährleistungsausschluss vereinbart wurde. Dann könnten Sie den Verkäufer, sofern der Gewährleistungsausschluss wirksam vereinbart wurde, nur dann in Haftung nehmen, wenn der Verkäufer das Auftreten von Feuchtigkeit arglistig verschwiegen hätte oder zugesichert hätte, dass keine Feuchtigkeit im Mauerwerk auftrete.

Lesen Sie also erst einmal den Kaufvertrag durch, inwieweit dort ein Gewährleistungsausschluss oder -beschränkung getroffen wurde. Legen Sie den Kaufvertrag gegebenenfalls einem Rechtsanwalt vor Ort vor und besprechen Sie mit ihm das weitere Vorgehen. Je nach Inhalt des Kaufvertrags können Sie dann den Verkäufer zur Nacherfüllung auffordern oder nicht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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