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Familienrecht international: Scheidung im Ausland durch ausländischen Partner.

| 13.05.2015 17:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke


Zusammenfassung: Scheidung von ausländischem Eheparnter, Kindesentziehung

Meine Frau ist Japanerin, ich bin Deutscher (wir haben beide keine weiteren Staatsbürgerschaften).
Wir sind seit 10 Jahren verheiratet (in Deutschland geheiratet, nach deutschem Recht), meine Frau hat eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis für Deutschland. Wir leben seit 10 Jahren zusammen in Deutschland und haben ein 8-jähriges Kind, das beide Staatsbürgerschaften hat.

In unserer Ehe läuft vieles schlecht und ich fürchte, wir werden uns scheiden lassen.

Nun möchte meine Frau im Sommer allein mit dem Kind nach Japan reisen und ich habe Angst, dass sie dort die Scheidung einreicht. Nach allem, was ich hier gelesen habe, hat sie dazu das Recht, da sie die japanische Staatsbürgerschaft besitzt.
Ich fürchte eine Scheidung nach japanischem Recht, weil ich glaube, dass dort der Vater (noch) schlechtere Aussichten auf die Erteilung des Sorgerechts hat als in Deutschland (ob das wirklich so ist, ist nicht Teil der Frage).

Da ist meine Frage: Kann meine Frau in Japan die Scheidung einreichen und evtl. (mit dem Kind!) gar nicht mehr zurückkehren?
Gäbe es eine Möglichkeit, sie davon abzuhalten, in Japan die Scheidung einzureichen – etwa durch einen Vertrag?

Ansonsten muss ich womöglich "präventiv" die Scheidung hier in Deutschland einreichen … 

Vielen Dank für ihre Bemühungen!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Deutsche Rechts ist auf Ihre Ehesache anwendbar, da Sie die Zeit Ihrer Ehe hier verbracht haben, Sie Deutscher sind usw. Für das japanische Recht gibt es zu wenige Anknüpfungspunkte nach Internationalem Privatrecht.

Ich kenne das japanische Recht nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass eine Scheidung ohne Ihre Mitwirkung oder gar Zustimmung möglich sein kann.

Da Sie das gemeinsame Sorgerecht ausüben, können Sie bei begründetem Verdacht, dass Ihre Frau Ihnen das Kind dauerhaft entziehen möchte, Ihre Zustimmung zu einer Reise nach Japan verweigern. Da Sie beide das Sorgerecht innehaben, müssen Sie beide zustimmen, ansonsten darf Ihre Frau nicht reisen.

Notfalls können Sie eine Reise auch durch gerichtlichen Beschluss verhindern. In einem Ehevertrag oder ggf. einer Scheidungsfolgenverinbarung könnten Sie zudem festlegen, dass eine Scheidung nach deutschem Recht in Deutschland erfolgen soll. Hier ist es übrigens so, dass Sie nach einer Scheidung im Regelfall das Sorgerecht für Ihr Kind behalten.

Mit freundlichen Grüßen
Maike Domke
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 20.05.2015 | 17:08

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