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Fahrerflucht nach unbemerkter Spiegelberührung

| 10.05.2015 18:28 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


02:41
Guten Tag,

Heute habe ich eine sehr enge 30ger-Straße befahren um eine Freundin Zuhause abzusetzen, ich war aufgrund von Gegenverkehr sehr langsam unterwegs ~20kmh.

Nach zirka 100m hielt ich Regelkonform an Straßenrand um meine Begleiterin abzusetzen.
Ich konnte hören wie ein Fahrzeug rückwärts auf mich zusteuerte. Der Fahrer hielt neben mir, deutete an die Scheibe zu senken und sprach mich mit den Worten an

"Ey, dir is schon kla das de da nen Spiegel gerammt has, ab is dir egal nä?"

Etwas genervt und mir keiner Schuld bewusst antwortete ich, nachdem ich einen Blick auf meinen Beifahrer-spiegel geworfen hatte, welcher nicht eingeklappt o.ä. war,:
"Ich habe nix gerammt, auch wenn die hier bescheuert parken, fahr weiter!" und kurbelte mein Fenster hoch.

Der andere Autofahrer setzte seine Fahrt fort, hielt jedoch an der Einfahrt der Straße und bliebt dort stehen. Meine Beifahrerin überprüfte noch kurz meinen Spiegel und konnte keine Schäden o.ä feststellen.

Ich verließ die Straße auf dem selben weg wie ich hinein gefahren war und ließ dabei meinen Blick über die parkenden, angeblich beschädigten Fahrzeuge schwenken: nichts zu sehen (Nicht angeklappt, keine Scherben). Etwas perplex setzte ich meine Fahrt fort, nur um ca 3std einen Anruf meiner Eltern zu erhalten, auf die das Auto gemeldet ist, sie hätten Besuch von der Polizei, ich hätte ein Fahrzeug beschädigt und Fahrerflucht begangen.

Sogleich habe ich Kontakt mit meiner Beifahrerin aufgenommen und sie gebeten sich die parkenden Fahrzeuge einmal genau anzusehen, tatsächlich findet sich an einem Fahrzeugspiegel etwas lack (ca 1cm Kratzer) in meiner Wagenfarbe. Wir können uns beide nicht erklären wie das passieren konnte, und wie es sein kann, so etwas nicht zumindest minimal zu hören, da nicht einmal Musik im Fahrzeug lief. Verwunderlich ist außerdem wie ein mir entgegenkommendes Fahrzeug das auf Höhe der Parkenden Fahrzeuge genau auf Höhe meines Fahrzeuges war, dies mitbekommen haben kann.

Meine Eltern haben, verständlicherweise keinerlei Aussagen getätigt, weder zu mir als Fahrer, noch zu Sonstigem.

An meinem Spiegel habe ich nach einer Reinigung eine mögliche Aufprallmacke entdeckt, ohne jeglichen Fremdlack.

Die Polizei hat mich noch nicht ermittelt, hat aber eine Personenbeschreibung des anderen Autoführers erhalten.

Bitte sagen Sie mir wie ich mich verhalten sollte, um mit der Anklage der Fahrerflucht umzugehen und welche Angaben meine Eltern im kommenden Befragungsbogen tätigen sollten. Ist es wirklich sinnvoll sich innerhalb von 24std bei der Polizei zu melden, dies hört man ja immer wieder, warum?

Eingrenzung vom Fragesteller
10.05.2015 | 18:32
10.05.2015 | 19:01

Antwort

von


(2207)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben zwei Möglichkeiten:

1) Meldung bei der Polizei mit der Maßgabe, dass ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet wird, wobei die eigene Meldung strafmildernd ausgelegt würde und sich eine Verfahrenseinstellung in Betracht käme, wobei hier auch die Strafbarkeit bezweifelt werden darf, wenn Sie und Ihre Beifahrerin beide nichts mitbekamen und vor Ort auch nachgeschaut haben.

2) Sie sitzen das aus und haben eventuell ein Familienmitglied , welches Ihnen ähnlich sieht, sodass die Chance der Nichtermittlung besteht, wenn der Zeuge Sie nur kurz gesehen hat.

Grundsätzlich, und wenn Sie noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sein sollten, rate ich zu Alternative 1, wobei die besten Chancen mit der gleichzeitigen Beauftragung eines Anwaltes bestehen, der zuvor Akteneinsicht nehmen kann und eine schriftliche Stellungnahme abgibt (Kosten 458,00 Euro für das Ermittlungsvefahren).

Das Risiko einer nachträglichen Entdeckung ist bei Variante 2 ziemlich hoch, wenn Sie keinen gleich aussehenden Bruder haben sollten, sodass eine eigene Anzeige bei der Polizei die Chance auf eine Einstellung des Verfahrens deutlich erhöht.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 10.05.2015 | 20:27

Danke für Ihre ausführliche Antwort,

bitte geben Sie mir doch noch Ihre Einschätzung welchen Schritt ich jetzt unternehmen sollte:

Sollte ich, mit dem Wissen das es etwas Lack an einem Fahrzeug vor Ort gibt der meiner sein könnte und mit der Person die mich vor Ort "doof angemacht" hat, weiter dabei bleiben das wir die Berührung nicht mitbekommen habe und ich ausschließlich aus diesem Grund den Ort verlassen habe, was nun mal die Wahrheit ist.

Falls JA: Sollte ich trotzdem Kontakt mit der Polizei aufnehmen und mich sozusagen melden "ohne zu wissen worum es geht" um eine Aussage zu machen?

Oder sollte ich jetzt noch (innerhalb der 24std Frist) zur nächsten Polizeiwache fahren und tätige Reue üben, also die Schuld eingestehen? Gäbe es dann noch irgendeine Chance das die Anklage wegen Fahrerflucht fallen gelassen wird?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.05.2015 | 02:41

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sollten, wenn Sie keinem Familienmitglied ähnlich sehen sollten, zur Polizei gehen, erst einmal Akteneinsicht nehmen und dort den Sachverhalt schildern, wie er passiert ist und am Besten gleich auch Ihre Beifahrerin mitnehmen.

Das ist die beste Möglichkeit ohne Verteidiger, aus der Sache herauszukommen, ohne dass es eine Anklage gibt.

Der sicherere Weg wäre die Beauftragung eines Verteidigers, der zwar Kosten verursacht, allerdings sicherstellen kann, dass im Rahmen der Aussage keine noch belastenden Indizien hinzukommen. Dies ist aber wie gesagt eine Kostenfrage und der beste Weg ist zunächst mit der Polizei Kontakt aufzunehmen, ohne die Schuld einzugestehen, sondern den Sachverhalt so zu erzählen, wie er sich zugetragen hat.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 13.05.2015 | 20:48

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