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Habe ein Auto angefahren, Verdacht auf Fahrerflucht.

03.06.2013 22:06 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff


Eben stand bei mir die Polizei vor der Tür und hat mich darauf hingewiesen, dass ich heute ein Auto angefahren habe.—Das Ganze soll sich beim Ausparken ereignet haben, ich habe davon nichts gemerkt.

Zusammen mit der Polizei konnte ich das Ganze auch nachvollziehen. Ich bin anscheinend rückwärts aus der Parklücke rausgefahren und bin mit meiner Stoßstange einem anderen Auto in den Kotflügel gefahren. Danach bin ich "einfach" weggefahren, da ich wie gesagt davon nichts gemerkt habe.

Bei mir am Auto ist so gut wie kein Schaden zu sehen, an einer Stelle ist das Plastik der Stoßstange ca. einen cm eingedrückt, bei dem anderen Auto ist hingegen der Kotflügel ziemlich verdellt, laut dem Sachberater kann sich der Schaden ca. auf 1000–3000 Euro belaufen.

Am Freitag muss ich zur Polizei gehen um den Schaden an meinem Auto aufnehmen zu lassen und meine Stellungsname dazu abzugeben.

Das größte Problem ist, dass das Auto, welches ich gefahren bin meiner Mutter gehört und ich nicht als Fahrer eingetragen bin, da ich das Auto normalerweise nicht fahre.
Sowie besteht natürlich der Verdacht auf Fahrerflucht, da ich einfach weitergefahren bin (wie gesagt, ich habe nichts bemerkt und der Schaden an unserem Auto wäre mir auch nicht aufgefallen)

Wie gehe ich jetzt am besten vor? Also, was mache ich mit der Versicherung, ich bin ja quasi nicht versichert, und muss den Schaden selbst begleichen, oder gibt es da Ausnahmen?

Wird das Verfahren vermutlich eingestellt?–und noch wichtiger, was soll/muss ich am besten bei der Polizei angeben?

Zu meiner Person: Ich bin 18, fast 19 Jahre alt, habe den A1 Führerschein seit ich 16 bin und den B seit 17, bin also aus der Probezeit drausse.


Vielen Dank für Ihre Antworten!

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die gestellte Frage.

Ich hatte erst vor kurzem einen Mandanten in einem ähnlichen Fall vertreten, wo die Kollision auf einem Parkplatz vom Fahrer ungemerkt geblieben ist. Das Strafverfahren wegen Fahrerflucht wurde zwar eingeleitet, aber in der hauptverhandlung wurde mein Mandant freigesprochen. Wer nicht merkt, dass er einen Unfall verursacht hat, ist grundsätzlich wegen vorsätzlicher Fahrerflucht nicht zur Verantwortung zu ziehen. In dem konkreten Fall wurde ein Sachverständiger bestellt, der beurteilen musste, ob die Kollision zu merken war- nicht jeder zusammenstoss, erst recht bei geringer Geschwindigkeit wird vom Fahrzeugführer auch bemerkt.

Hinsichtlich der Versicherung besteht natürlich das Problem, dass Sie als nicht versicherte Person gefahren sind. Sie können überlegen, den Schaden nicht zu melden und aus eigener Tasche zu bezahlen- sie können dem Unfallgegner die Selbstregulierung anbieten und den Fall nicht melden. Es ist zudem sehr fraglich, ob Ihre Versicherung den Schaden regulieren würde.

Das das verkehrsrechtliche Verfahren gegen Sie ohne weiteres eingestellt wird, ist erstmal unwahrscheinlich. Dazu muss der Staatsanwalt erstmal überzeugt werden, wobei ein guter Anwalt Ihnen helfen kann. Bei der Polizei müssen Sie allerdings gar nicht erscheinen und in keinster Weise aussagen. Bei polizeilichen Vernehmungen besteht immer Gefahr, etwas zu Protokoll zu geben, was man später bereut. Sie können den Termin guten Gewissens absagen, oder aber erscheinen, dort aber nur - und wirklich nur- angeben, dass Sie nichts gemerkt haben. Weitere Ausführungen und Angaben zur Sache würde ich zum jetztigen Zeitpunkt nicht empfehlen. Eins kann ich Ihnen jetzt noch mitteilen, die Bearbeitungsdauer solcher Fälle kann durchaus viele Monate in Anspruch nehmen, so dass Sie sich darauf schon einstellen können.Auswirkungen auf den Führerschein hat das bis zum rechtskräftigen Abschluss der Sache erstmal nicht.

Ich wünsche in der Sache viel Erfolg und stehe Ihnen natürlich auch im Weiteren zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen aus Bielefeld
T.Asthoff

Ergänzung vom Anwalt 03.06.2013 | 22:46

Sehr geehrter Fragesteller,

betr. der Versicherung ist noch zu unterscheiden, ob eine Kasko oder Haftpflicht vorliegt. Die Versicherung kann zwar u.U. den Schaden regulieren, wird dann aber einiges wegen dem nicht gemeldeten Fahrer zurückfordern.Oft stehen im Versicherungsvertrag entsprechende Passagen.

Ergänzung vom Anwalt 03.06.2013 | 22:46

Sehr geehrter Fragesteller,

betr. der Versicherung ist noch zu unterscheiden, ob eine Kasko oder Haftpflicht vorliegt. Die Versicherung kann zwar u.U. den Schaden regulieren, wird dann aber einiges wegen dem nicht gemeldeten Fahrer zurückfordern.Oft stehen im Versicherungsvertrag entsprechende Passagen.

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