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Einlassung vor der Polizei wegen unbemerkter Fahrerflucht

| 13.08.2012 15:31 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Guten Tag

Folgender Sachverhalt:

Vor ein paar Tagen klingelte abends die Polizei an der Wohnungstür meiner Tochter. Die Beamten teilten ihr mit, dass sie beim Einparken das hinter ihr stehende Fahrzeug beschädigt haben soll. An beiden Fahrzeugen sind leichte Schrammen zu erkennen, die als Beweis angenommen werden. Zeugen für den behaupteten Vorgang gibt es keine. Die Halterin des anderen Fahrzeuges hat die Schrammen entdeckt und daraus geschlossen, dass meine Tochter Verursacherin sein muss.

Meine Tochter sagt aber, dass sie einen Beschädigungsvorgang nicht bemerkt hat, auch keine Erschütterungen im Auto während des Einparkens, die auf einen Zusammenstoß hätten hinweisen können. Dies hat sie auch den Polizisten vorort gesagt.

Vorsorglich hat sie den Sachverhalt ihrer Kfz-Versicherung mitgeteilt, auch, dass sie sich keiner Schuld bewußt ist.

Nun kam von der Polizei ein Schreiben, in dem ihr mitgeteilt wurde, das von Rechts wegen gegen sie wegen Unfall mit Fahrerflucht ermittelt wird und sie sich schriftlich zur Sache aüßern kann.

Hierzu habe ich folgende Fragen:

Soll meine Tochter ihre bereits mündlich abgegebene Äußerung, nämlich das sie nichts bemerkt hat und sie sich zu unrecht beschuldigt sieht, wiederholen und abwarten was passiert oder soll sie jetzt schon einen Anwalt einschalten?

Wenn nach ihrer Aussage ein Strafbefehl erfolgt oder die Mitteilung, dass gegen sie ein Verfahren eröffnet worden ist, kann sie doch noch immer einen Anwalt einschalten, oder ist es dann evtl. schon zu spät?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten.



Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.

Wenn man beschuldigt wird, eine Straftat begangen zu haben, gilt als oberster Grundsatz: Keine Aussage bei der Polizei!

D. h., im vorliegenden Fall kann ich Ihrer Tochter nur dringend raten, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Der Rechtsanwalt wird sich für Ihre Tochter bestellen und Akteneinsicht beantragen. Nach erfolgter Akteneinsicht wird der Rechtsanwalt prüfen, ob es sinnvoll ist, eine schriftliche Einlassung zu fertigen.

Die denkbar schlechteste Verfahrensweise wäre es, auf den Anhörungsbogen nicht zu reagieren.

2.

Sollte ein Strafbefehl erlassen werden, hat man die Möglichkeit, gegen den Strafbefehl Einspruch einzulegen. Natürlich kann man auch dann noch einen Rechtsanwalt einschalten, jedoch ist es weitaus besser, schon im Vorfeld zu versuchen, ggf. eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.08.2012 | 17:05

Vielen Dank für die Antwort, Herr Raab.

Können Sie uns noch etwas zu den möglichen Kosten für das Einschalten eines Anwaltes sagen und ob ohne Zeugen und ohne Geständnis meiner Tochter der Vorwurf einer Strafbarkeit nach §142 StGB überhaupt haltbar ist?

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.08.2012 | 17:21

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Die Höhe des Rechtsanwaltshonorars hängt vom Umfang der Tätigkeit ab. So sind die Kosten höher, wenn z. B. eine Verteidigung in der Hauptverhandlung erforderlich ist, als bei außergerichtlicher Tätigkeit.

Das Honorar des Rechtsanwalts richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

Es würde den Rahmen dieser Anfrage allerdings sprengen, für alle denkbaren Fallkonstellationen das Honorar zu berechnen.

Deshalb zur Orientierung soviel: Wird der Anwalt außerhalb des Gerichtsverfahrens tätig, fallen Gebühren in Höhe von etwa 400 EUR an.


2.

Eine Verurteilung wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ist auch ohne Geständnis und Zeugen denkbar.

Wenn man die beiden Fahrzeuge einander gegenüber stellt, kann ein Sachverständiger feststellen, ob die Beschädigungen miteinander korrespondieren. Sodann kann man aus der Schwere der Beschädigungen die Schlußfolgerung ziehen, ob man den Zusammenstoß bemerkt haben muß. Umgekehrt heißt das, je geringfügiger der Schaden ist, umso weniger kann man sagen, daß der Zusammenstoß bemerkt werden mußte.

Auch äußere Umstände, wie Straßenlärm, können eine Rolle spielen. Ebenso kommt es für das Bemerken auf die Art des Anstoßes an. Fährt man z. B. frontal gegen ein anderes Fahrzeug, ist es unwahrscheinlich, daß man das nicht bemerkt. Anders sieht es dagegen aus, wenn man ein anderes Fahrzeug nur leicht streift.

An diesen Punkten setzt die Arbeit des Rechtsanwalts ein. Er klärt die Umstände des Falls und wird vor diesem Hintergrund die Einlassung fertigen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 13.08.2012 | 17:34

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 13.08.2012 5/5,0
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