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Erbrecht/ Erbstreit

03.01.2016 19:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


23:49

Meine Großmutter ist im Oktober 2015 verstorben und nun gibt es einen "Erbstreit" zwischen meiner Mutter und ihrem Bruder (beides Kinder der verstorbenen). Bereits im Vorfeld wurden meinem Onkel und seiner Frau der Hof und die dazu gehörigen Ländereien überschrieben. Im Testament ist festgehalten, dass dies der komplette Erbanteil ist, der meinem Onkel zukommen soll. "Alle nicht an den Hof fest gebundenen Vermögenswerte" (so steht es original im Testament) sollen meiner Mutter zukommen.
Jetzt ist es in der Zwischenzeit so gewesen, dass mein Onkel die Wohnung meiner Großeltern "geplündert" hat und sich für ihn interessante Dinge wie Besteck, Geschirr, den Fernseher, das Telefon, Schmuck und auch Möbelstücke etc. einfach genommen hat. Dies war mit meiner Mutter nicht abgesprochen. Es stellt sich nun also die Frage wie diese besagten Vermögenswerte juristisch definiert werden. Was genau zählt dazu? Und haben wir einen Anspruch darauf, dass der Onkel die entwendeten Gegenstände wieder aushändigen muss/ dies vor Entwendung mit uns absprechen muss?
Weiterhin hat meine Oma eine Sterbeversicherung auf meinen Onkel abgeschlossen. Ebenfalls im Testament ist festgehalten, dass dieser davon ihre Beerdigung zahlen soll (mein Opa war zuvor bereits verstorben). Meine Mutter hatte schon seit je her eine Vollmacht für die Konten meiner Großeltern, da diese sich u.a. um diese Belange meiner Großeltern gekümmert hat. Da die Sterbeversicherung nicht sofort gezahlt hat, die Beerdigung jedoch bezahlt werden musste, war meine Mutter so "kurzsichtig" und hat das Geld vom Sparkonto meiner Großeltern verwendet. Hat sie nun den Anspruch darauf das Geld der Versicherung von meinem Onkel zu bekommen?
Überdies haben die besagten Verwandten in der Nachbarschaft das Gerücht verbreitet, dass meine Oma nur gestorben sei, weil wir sie eine Woche vor ihrem Versterben mit zu meiner standesamtlichen Hochzeit genommen haben. Sie hatte zu der Zeit in der geriatrischen Abteilung in einem Krankenhaus gelegen aufgrund von mit dem ALter einhergehender Schwäche. Sie wurde für die Feier in Heimatnähe für ein paar Stunden beurlaubt, dies war mit dem Arzt abgesprochen. Kurz gesagt: Sie hatte keine Erkrankung welche eine Beurlaubung vom Krankenhausaufenthalt nicht möglich gemacht hätte. Der Grund ihres Versterbens war ein anderer (ich weiß das, ich habe mit dem zuständigen Arzt gesprochen und bin selber Ärztin). Lohnt es sich wegen dem besagten Sachverhalt einen Anwalt aufzusuchen? Ist die rechtlich schon üble Nachrede? Kann ich juristisch gegen diese Form der Lästerei vorgehen?
Vielen Dank!

03.01.2016 | 20:30

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

1.

Die von Ihrem Onkel an sich genommenen Gegenstände wie Besteck, Geschirr, den Fernseher, das Telefon, Schmuck und auch Möbelstücke etc. gehören nach meiner Auslegung des Wortlauts "Alle nicht an den Hof fest gebundenen Vermögenswerte" nicht zu an den Hof fest gebundenen Vermögenswerte, weil es sich hier ausschließlich um bewegliche Gegenstände handelt.

Es besteht insoweit ein Herausgabeanspruch.


2. Sterbeversicherung

Ja, hier besteht ebenfalls ein Auszahlungsanspruch gegenüber Ihrem Onkel.


3. Lohnt es sich wegen dem besagten Sachverhalt einen Anwalt aufzusuchen? Ist die rechtlich schon üble Nachrede? Kann ich juristisch gegen diese Form der Lästerei vorgehen?

Hier käme möglicherweise ein Unterlassungsanspruch in Betracht. Da es sich aber um ein Gerücht handelt, sehe ich hier grundsätzlich Beweisprobleme, so dass nicht empfohlen werden kann, hiergegen vorzugehen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 03.01.2016 | 22:44

Gibt es denn die Möglichkeit diesen Begriff der "Vermögenswerte" anders auszulegen? Ich habe schon im Internet recherchiert, jedoch keine eindeutige rechtliche Definition gefunden. Man fragt sich bei dem Begriff ja schon irgendwie wo Vermögenswerte anfangen? Gibt es einen gewissen Wert ab dem Diese Vermögenswerte definiert werden? Oder zählt dazu alles Bewegliche aus dem Haushalt, egal welchen Wert es noch hat?
Ist es denn grundsätzlich rechtmäßig was mein Onkel getan hat, einfach diese Sachen aus der Wohnung zu holen. Grundsätzlich ist es doch, soweit ich das weiß, so,dass wenn kein Testament vorliegt das Erbe geteilt wird, in dem Falle durch 2. Da kann es doch auch eigentlich nicht rechtmäßig sein, dass sich einer bereits ohne Absprache alles aus dem Hinterbliebenen holt was er will und ihm zusagt. Das muss doch eigentlich auch "gerecht" aufgeteilt werden, oder nicht? Bedarf so etwas nicht einer Absprache?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.01.2016 | 23:49

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Die von mir bevorzugte Auslegung dürfte die naheliegendste sein. Insgesamt müsste das Testament in Augenschein genommen werden.

Gemeint sind alle beweglichen Gegenstände im Haushalt.

Das Verhalten des Onkels ist jedenfalls rechtswidrig, weil er gegen den Willen der Erblasserin handelt.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

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