Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erben und waffG


| 05.12.2006 11:13 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Hallo, hier meine Frage:
Bedeutet "erben" in Sinne des §20 WaffG tatsächlich erben,
oder gibt es Alternativen zum Erben ? z.B. Voraberbe,vorgezogene
Erbfolge, Überlassung zu Lebzeiten des Erblassers usw.
Sinn der Frage: Kann ein WBK-Besitzer zu Lebzeiten die rechtmäßig
erworbenen Waffen auf einen potentiellen Erben übertragen ?
Wenn ja, wie ?

m.f.G.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

die rechtmäßig erworbenen, erlaubnispflichtigen Waffen dürfen weiterverschenkt oder verkauft werden, wenn der Erwerber eine berechtigte Person i. S. d. § 34 Abs. 1 WaffenG ist, also eine Erlaubnis zum Erwerb der Waffen hat.

Der potentielle Erbe ist zum Erwerb und anschließenden Besitz dieser Waffen berechtigt, wenn er für beides eine Waffenbesitzkarte oder eine entsprechende Eintragung in eine bereits vorhandene Waffenbesitzkarte erhalten hat (§ 10 WaffenG). Der Erwerb und Besitz von Munition bedarf einer gesonderten Erlaubnis.

Eine Erlaubnis für den Erwerb oder für den Besitz einer Waffe setzt nach § 4 Abs. 1 WaffenG i. d. R. voraus, dass der Erwerber das 18. Lebensjahr vollendet hat, die erforderliche Zuverlässigkeit und persönliche Eignung besitzt, die erforderliche Sachkunde nachgewiesen hat und ein Bedürfnis für den Erwerb und Besitz nachgewiesen hat. Die Waffenbesitzkarte kann versagt werden, wenn der Antragsteller noch nicht seit mindestens fünf Jahren in Deutschland wohnt. Ein Bedürfnis für den Erwerb und Besitz einer Waffe können insbesondere Jäger, Sportschützen, Brauchtumsschützen, Waffen- oder Munitionssammler, Waffen- oder Munitionssachverständige, gefährdete Personen, Waffenhersteller oder -händler oder Bewachungsunternehmer haben.

Werden die einst vom Erblasser rechtmäßig erworbenen Waffen erst infolge des Erbfalles erworben, so wird die Erlaubnis zum Erwerb und Besitz unter den erleichterten Bedingungen des § 20 Satz 2 WaffenG erteilt. Die Antragstellung ist fristgebunden, sie muss innerhalb eines Monats nach Erwerb der Waffen bzw. Annahme der Erbschaft erfolgen. Der Erwerber muss dann nur das 18. Lebensjahr vollendet haben, zuverlässig und persönlich geeignet sein.
Der Wortlaut des § 20 WaffenG ist aber eindeutig. Er gilt nur für den Erwerb infolge eines Erbfalls durch den Erben oder auch durch einen Vermächtnisnehmer oder einen durch eine Auflage Begünstigten. Der Erbfall tritt erst mit dem Tode einer Person ein. Zu Lebzeiten des Vorbesitzers kann die Erlaubnis zum Erwerb und Besitz seiner Waffen also nicht unter den erleichterten Voraussetzungen des § 20 WaffenG erteilt werden, sondern nur unter den "normalen" Voraussetzungen des § 4 WaffenG. Die erleichterten Bedingungen für die Erbenwaffenbesitzkarte gelten auch nicht für den Erwerb oder Besitz von Munition.

Eine Erlaubnis zum Führen der Waffe und zum Schießen ist mit der Erteilung einer Waffenbesitzkarte nicht verbunden.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke. "
FRAGESTELLER 4/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER