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Erbe - Hausanteil verkaufen

| 09.02.2015 20:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sebastian Scharrer, LL.M., Dipl.-Jur.


Vater und Sohn erben als Erbengemeinschaft von der verstorbenen Ehefrau/Mutter ein Haus, welches bisher als Ferienhaus bzw. Zweitwohnsitz vom Vater und der Mutter genutzt wurde. Im Grundbuch ist
ein Nießbrauch auf die 84 jährige Großmutter (Mutter der verstorbenen Ehefrau) eingetragen.
Der Sohn hat kein Interesse am Haus und möchte seinen Anteil am Haus dem Vater verkaufen. Der derzeitige Wert des Hauses dürfte bei ca. EUR 120000,00 liegen, eine
Bewertung liegt jedoch nicht vor.
Vater und Sohn wohnen schon seit Jahren nicht mehr unter einem Dach, jedoch war der Kontakt untereinander als normal zu bezeichnen, bis vor wenigen Wochen auch die Mutter des Vaters verstarb und das von Vater und dessen Mutter gemeinsam bewohnte Haus nun auch dem Vater gehört.
Der Kontakt zum Vater brach ab und der Sohn erhielt nur noch sporadisch Mitteilungen vom Vater per SMS.
Da ja, wie bereits erwähnt, der Sohn kein Interesse am von seiner Mutter geerbten Haus hat, wurde dem Vater schriftlich mitgeteilt, dass er den Hausanteil vom Sohn erwerben
könne, andernfalls möchte der Sohn auf eine generelle Veräußerung des Hauses bestehen und der Erlös auf beide Erben verteilt wird. Leider reagiert der Vater auf keinerlei Anschreiben des Sohnes.
Wichtig zu wissen ist evtl. auch, dass der Sohn über keinerlei Schlüssel oder sonstige Unterlagen über das geerbte Haus von Vater erhalten hat.
Gibt es die Möglichkeit, dass hier ein Anwalt ein entsprechend formuliertes Schreiben an den Vater schickt und diesen auf die Ernsthaftigkeit hinweist?
Welche Schritte könnte der Sohn evtl. sonst noch unternehmen um an seinen Anteil zu kommen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe hier davon aus, dass der Vater in eine schwere Krise durch den Tod seiner Frau und seiner Mutter geraden ist. Daher rate ich hier dazu, mit dem Vater ein persönliches Gespräch zu führen. Dies ist in der Regel der schnellere Weg, um das Ziel des Sohnes zu erreichen, nämlich das Ferienhaus zu verkaufen.

Rechtlich gesehen kann hier mit einer Teilungsversteigerung angedroht und ggf. durchgeführt werden. Hierdurch wird aber die Immobilie höchstwahrscheinlich unter Wert veräußert. Auch entstehen hierdurch erheblich Kosten. Von diesem Schritt, wie dem Anschreiben durch einen Rechtsanwalt möchte ich hier ausdrücklich warnen. Hierdurch würde die Beziehung zwischen Vater und Sohn restlos zerstört werden.

Hier bietet sich nach einer gewissen Wartezeit an, ein Mediationsverfahren (Streitlöseverfahren) einzuleiten. Hierbei vermittelt ein Mediator zwischen den Parteien, so dass diese ein gemeinsamen Weg suchen können. Ob hierzu aber derzeit der Vater fähig ist, kann nicht beurteilt werden. Ich muss daher dringend dazu raten, zunächst einmal ein persönliches Gespräch mit dem Vater zu suchen.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 11.02.2015 | 20:04

Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Der Vater steckt jedoch definitiv nicht in einer Krise, da
zwischen dem Tod der Ehefrau und dem Tod der Mutter 3 Jahre liegen. Das Gespräch wurde gesucht, jedoch reagiert der
Vater weder auf Telefon noch Brief.
Wie ist die Tatsache, dass der Sohn keinerlei Zugangsmöglichkeit
zum geerbten Haus hat, der Vater sämtliche Schlüssel hat und dort auch zeitweise wohnt, zu bewerten?
Welche Schritte (ohne Anwalt) kann der Sohn noch einleiten um zu einer vernünftigen Lösung zu kommen? Wie ist ein Mediator zu finden?
Herzlichen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2015 | 20:18

Sehr geehrter Fragesteller,

leider habe ich erst jetzt Ihre Nachfrage gesehen.

Grundsätzlich darf das Erbe nur gemeinschaftlich genutzt werden. Da hier der Vater den Sohn vom Besitz am Erbe ausschließt, muss hier der Mitbesitz vom Sohn gegenüber dem Vater gefordert werden. Ggf. schuldet hier der Vater aufgrund der Nutzung des Ferienhauses auch einen anteiligen Nutzungsersatz.


Die beste Möglichkeit ohne Anwalt hier weiter zu kommen ist die Einschaltung eines Mediators. Ein Verzeichnis, in dem sämtliche Mediatoren in Ihrer Stadt verzeichnet sind, existiert leider nicht. Mediator darf sich jeder nennen, der eine Mediationsausbildung hat. Ich empfehle daher die Suche per Internet nach einem Mediator, der am wahrscheinlichsten hier die Parteien aufgrund seiner Vorbildung unterstützen kann. Auch können Sie sich an das für Sie zuständige Amtsgericht wenden. In der Regel kann das Gericht Mediatoren vorschlagen. Auch gibt es Gerichte mit ausgebildeten Richter, die auch Mediationen durchführen. Dies ist aber von Gericht zu Gericht unterschiedlich.

Alternativ können Sie einen gemeinsamen Bekannten bitten, zu vermitteln. Ob dies erfolgreich ist, kommt auf den Bekannten und dem jeweiligen Verhältnis zu dem Sohn bzw. den Vater an. Es muss hier eine besonderes Vertrauensverhältnis bestehen oder entstehen können. Die Aufgabe des Dritten ist hierbei nicht eine Lösung zu finden, sondern den Parteien bei der Konfliktlösung zu helfen, indem eine sachliche Diskussion herbeigeführt wird.


Ich hoffe, dass ich Ihnen weiter helfen konnte.

Bewertung des Fragestellers 14.02.2015 | 12:36

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