Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Einkommen bei Bezug von ALG I

| 13.06.2008 00:04 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske


Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt!

Ich beziehe in Kürze "Arbeitslosengeld I bei Weiterbildung" (ich absolviere eine berufliche Reha/Umschulung in einem Betrieb). Träger ist die zuständige Arbeitsagentur. Es handelt sich um eine Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben, ich erhalte aber kein Übergangsgeld, sondern wie gesagt ALG I.

Frage 1: Würde die Rente einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung auf das ALG I angerechnet werden? Wenn ja, gibt es einen Freibetrag?

Frage 2: Falls der Umschulungsbetrieb eine Vergütung zahlt, habe ich einen Freibetrag von 400,- Euro.
Falls nicht, muß ich eventuell zur Aufstockung meines Einkommens eine Nebentätigkeit aufnehmen. Ich habe diesbezüglich gelesen, dass es bei Einkommen aus einer Nebentätigkeit nur einen Freibetrag bis zur Höhe von 165,- Euro gibt.
Gilt dies auch bei ALG I bei Weiterbildung? Oder ist der o. g. Freibetrag von 400,- Euro maßgeblich?
Im Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit ist aufgeführt, dass unter bestimmten Voraussetzungen ein individuell höherer Freibetrag gelten kann. Wovon ist das abhängig?

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

eine Anrechnung einer privaten Berufsunfähigkeitsrente auf das ALG 1 ist nicht vorgesehen.

Die Anrechnung von Nebeneinkommen regelt § 141 SGB 3 (-> http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__141.html). Dem ALG 1- Bezieher kann nach jedem Absatz des § 141 ein eigener Freibetrag zustehen, so dass ggf. auch mehrere Freibeträge nebeneinander in Anspruch genommen werden können.

Für Leistungen, die Sie wegen der Teilnahme an der Maßnahme von Ihrem Arbeitgeber oder dem Träger der Maßnahme erhalten, gilt nach Abs. 4 der Freibetrag von 400,-- Euro.

Einkommen aus einer Beschäftigung oder Tätigkeit, die der Arbeitslose während der Arbeitslosigkeit aufgenommen hat, ist ansonsten nach Abs. 1 anzurechnen (auch auf ALG 1 bei Weiterbildung). Hierfür gilt ein Freibetrag von 165,-- Euro.

Für eine geringfügige Beschäftigung, die der Arbeitslose bereits in den letzten 18 Monaten vor der Entstehung des ALG-Anspruches neben einem Versicherungspflichtverhältnis mindestens zwölf Monate ausgeübt hat, gilt Abs. 2. Anrechnungsfrei ist hier das Durchschnittsarbeitsentgelt der letzten 12 Monate, mindestens aber 165,-- Euro.

Das Gleiche gilt nach Absatz 3 für Arbeitseinkommen aus einer selbstständigen Tätigkeit oder Tätigkeit als mithelfender Familienangehöriger, die der Arbeitlose in den letzten 18 Monaten vor der Entstehung des ALG-Anspruches neben einem Versicherungspflichtverhältnis mindestens zwölf Monate ausgeübt hat.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.
Soweit ansonsten aus dem Bereich frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Guter Überblick und verständlich dargestellt."