Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.122
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eigenheimzulage, nachträgliche Herstellungskosten


12.04.2006 17:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag,
ab 1996 haben wir Eigenheimzulage für den Einbau eines Bades im Erdgeschoss unseres Einfamilienhauses bekommen. 1999 haben wir eine Dusche in das Bad eingebaut und dafür bis 2001 Eigenheimzulage bekommen. 2001/2002 haben wir ein weiteres zweites Bad in das Obergeschoss unseres Hauses eingebaut und auch dafür Eigenheimzulage für den verbleibenden Förderzeitraum bis 2003 beantragt.

Das Finanzamt hat inzwischen den Antrag auf Änderung des Bescheides über Eigenheimzulage ab dem Jahr 2001 abgelehnt mit der Begründung: Die Baumaßnahme in den Jahren 2001/2002 (Badezimmer im anderen Geschoß) dient nicht mehr der Ergänzung oder Vervollständigung des Bestehenden (im Jahre 1996 ausgebautes Badezimmer) Eine räumliche oder bautechnische Verbindung ist nicht ersichtlich. Es handelt sich damit nicht um nachträgliche Herstellungskosten für den bereits geförderten Ausbau. Die Annahme nachträglicher Herstellungskosten für die Errichtung eines Anbaus, Ausbaus oder einer Erweiterung setzt zumindest eine räumliche, wenn nicht sogar eine bautechnische Beziehung der nachträglichen Herstellungsarbeiten zu dem Objekt voraus, das sie ergänzen oder vervollständigen sollen (BMF- Schreiben vom 21.12.2004, BStBl 2005 I S.305, BFH vom 10.07.2002, BStBl 2003 II S. 461).

Nach Ansicht des Finanzamtes steht der Ausbau des Bades im Obergeschoss nicht im Zusammenhang mit dem geförderten Objekt (Bad im Erdgeschoss). Wesentlich scheint hier auch das zeitliche Auseinanderfallen zu sein, da bei einem Einbau beider Bäder auf einmal die Eigenheimzulage für beide Bäder gewährt worden wäre.

Eine räumliche oder bautechnische Verbindung beider Badezimmer besteht für mich darin, dass Sie im gleichen Haus übereinander liegen (Die Decke des Bades im Erdgeschoss ist der Fußboden des Bades im Obergeschoss). Das weitere Bad war auch wegen der Anzahl der Benutzer erforderlich.
Steht uns die Eigenheimzulage für das weitere Bad im Obergeschoss für den restlichen Förderzeitraum bis 2003 zu, soll Widerspruch eingelegt werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben sehe ich derzeit keine erfolgversprechende Möglichkeit, gegen den Ablehnungsbescheid vorzugehen.

Begünstigt bei der Eigenheimzulage ist die Herstellung oder Anschaffung einer Wohnung in einem im Inland belegenen eigenen Haus oder einer im Inland belegenen eigenen Eigentumswohnung
Mit dem zweiten Badezimmer haben Sie aber keine neue Wohnung geschaffen, so daß eine Förderung nur möglich ist, wenn Sie hierdurch die bestehende Wohnung ausgebaut haben. Dies ist jedoch nur förderfähig, wenn (1) das Badezimmer zur Wohnung zählt. Eine gemeinsame Decke zwischen den beiden Badezimmern reicht hierfür nicht aus. Aber selbst wenn das zweite Badezimmer noch zur Wohnung zählen sollte (die Kriterien hierzu haben Sie in Ihrer Frage selbst zitiert), müßte dieser Ausbau (2) innerhalb von zwei Jahren erfolgen. § 8 EigZulG bestimmt insoweit, dass Bemessungsgrundlage für den Fördergrundbetrag nach § 9 Abs. 2 die Herstellungskosten oder Anschaffungskosten der Wohnung sind zuzüglich der Anschaffungskosten für den dazugehörigen Grund und Boden sowie die Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von zwei Jahren nach der Anschaffung an der Wohnung durchgeführt werden. Diese Frist haben Sie jedoch in ihrem Fall auf jeden Fall überschritten. Selbst wenn das FA daher seine Meinung hinsichtlich der Zugehörigkeit zur Wohnung revidieren sollte, bliebe es wegen der Überschreitung dieser Frist gleichwohl bei einer Ablehnung.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Auskunft geben zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER