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Dienstleistungen


| 17.10.2005 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag, ich arbeite als Selbständiger Marketing- und Vertriebsreferent für italienische Firmen in Deutschland.

Ich hätte gern folgende Auskunft:
Muss ich auf Rechnungen für italienische Firmen mit Sitz in Italien in Deutschland Umsatzsteuer erheben oder reicht es, eine Nettorechnung auszustellen und dann wird die UST in Italien berechnet?

Und für den Fall einer Nettorechnung: Auf welches Steuergesetz muss ich mich in der Rechnung beziehen?

Meine Dienstleistungen umfassen:

Beratung in Bereich Kommunikation, Marketing und Vertrieb

Realisierung von Marketing- und Kommunikationstätigkeiten :
- Honorar für Anzeigeschaltungen
- Mailingaktionen
- Koordinierung der Teilnahme an deutschen Messen
- Messepräsenz auf deutschen Messen

Realisierung von Vertriebstätigkeit :
- Suche nach Kunden und Vertriebskanälen in Deutschland (B2B)
- Produktvorstellung und Neukundenakquise
- Betreuung deutscher Kunden für italienische Firmen
- Pflege der Geschäftsbeziehungen mit deutschen Kunden

Normalerweise arbeite ich mit einem „Freien Mitarbeter Vertrag“ oder mit einem „Beratervertrag“ in denen ich mich verpflichte, 15 oder 20 Stunden im Monat diese Tätigkeiten auszuüben.
Guten Tag,

das Umsatzsteuerrecht ist ein Dschungel. Die Absicht des Gesetzgebers, im Zusammenhang mit dem EU-Binnenmarkt klare und einfache Regelungen zu schaffen, ist leider vollständig daneben gegangen. Dies wird spätestens klar, wenn man einen Blick auf die zugrunde liegenden Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes wirft.

Deshalb nur folgende Leitlinien, wobei ich bei der Beantwortung Ihrer Frage davon ausgehe, dass sowohl Sie als auch Ihr italienischer Vertragspartner Unternehmer sind, die nicht unter die Kleinunternehmerregelung fallen. Beide Vertragspartner müssen auch, was der Regelfall ist, über eine Umsatzsteueridentifikationsnummer verfügen.

a)
Die von Ihnen geschilderten Dienstleistungen sind sonstige Leistungen im Sinne des Umsatzsteuerrechtes. Diese gelten nach § 3 a Abs. 1 UStG als dort erbracht, wo Sie Ihr Unternehmen betreiben, also in der BRD.

b)
Dies hat zur Folge, dass Sie Ihre Rechnung umsatzsteuerfrei ausstellen. Sie müssen lediglich auf der Rechnung zum einen verzeichnen, dass es sich um eine innergemeinschaftliche Dienstleistung handelt, zum anderen müssen Sie sowohl Ihre Umsatzsteueridentifikationsnummer, als auch die des Rechnungsempfängers aufführen. Der besonderen Bezugnahme auf den Gesetzestext bedarf es dann nicht.

c)
Der italienische Rechnungsempfänger versteuert die von Ihnen ausgestellte Rechnung dann im Empfangsland der Leistungen, also in Italien.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiter geholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Str. 19
26603 Aurich

Tel. 04941-605347
Fax 04941-605348
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 17.10.2005 | 22:02

Danke für die schnelle Antwort. Ich wollte nur eine Bestätigung haben, dass ich Ihre Antwort richtig verstehe.

Wenn ich richtig verstehe, darf ich meine Rechnung umsatzsteuerfrei ausstellen (Punkt b Ihrer Antwort), obwohl die von mir genannten Leistungen als in BRD und nicht in Italien erbracht gelten (Punkt a Ihrer Antwort).

Ich bedanke mich in voraus für Ihre Erklärung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.10.2005 | 08:28

Guten Morgen,

genau so ist es.

Freundliche Grüße,

Michael Weiß

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