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Umsatzsteuer: Beratertätigkeit in Deutschland, Rechnung in die Schweiz


01.04.2007 13:48 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA




Freiberufler F ist von Juli 2005 bis März 2007 für Unternehmensberatung U in einer Bank B Vollzeit als Berater tätig. F, U und B sind alle im Rhein-Main-Gebiet ansässig.

Bis Dezember 2007 schreibt F monatliche Rechnungen mit ausgewiesener MwSt. an U. U bittet F ab Januar 2007 die Rechnung direkt an ein Partnerunternehmen S zu stellen. S ist in der Schweiz ansässig.

Was muss F im Hinblick auf die korrekte Ausweisung und Abrechnung der Mehrwertsteuer ab Januar 2007 berücksichtigen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Ort der Leistung ist in Ihrem Falle die Bank B welche im Rhein-Main-Gebiet gelegen ist. Insoweit ist die Leistung in Deutschland steuerbar und unterliegt der Umsatzsteuer.

Die Rechung an S ist demnach mit der entsprechenden Umsatzsteuer von 19 % auszuweisen und von Ihnen in der Umsatzsteuervoranmeldung anzugeben.

Zu beachten wäre zudem die Verordnung zur Durchführung des Außenwirtschaftsgesetzes. Danach sind Zahlung von Gebietsfremden über € 12.500,- der Bundesbank zu melden.

Ich hoffe Ihnen einen entsprechenden Überblick verschafft zu haben. Im Rahmen der Nachfragefunktion stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Mit besten Grüßen
RA Schröter

§ 59 Meldung von Zahlungen
(1) Gebietsansässige haben Zahlungen, die sie
1.
von Gebietsfremden oder für deren Rechnung von Gebietsansässigen entgegennehmen (eingehende Zahlungen) oder
2.
an Gebietsfremde oder für deren Rechnung an Gebietsansässige leisten (ausgehende Zahlungen),
zu melden.
(2) Absatz 1 findet keine Anwendung auf
1.
Zahlungen, die den Betrag von 12.500 Euro oder den Gegenwert in anderer Währung nicht übersteigen,
2.
Zahlungen für die Wareneinfuhr und die Warenausfuhr
3.
Zahlungen, die die Gewährung, Aufnahme oder Rückzahlung von Krediten (einschließlich der Begründung und Rückzahlung von Guthaben) mit einer ursprünglich vereinbarten Laufzeit oder Kündigungsfrist von nicht mehr als zwölf Monaten zum Gegenstand haben.
4.
(weggefallen)


Nachfrage vom Fragesteller 01.04.2007 | 15:25


Vielen Dank für die schnelle Beantwortung.

"Die Rechnung an S ist demnach mit der entsprechenden Umsatzsteuer von 19 % auszuweisen und von Ihnen in der Umsatzsteuervoranmeldung anzugeben."

In welchem Paragrafen und in welchem Gesetz kann ich die obige Aussage selbst nochmal nachlesen und wie erhält der S die gezahlte Umsatzsteuer zurück, nachdem er sie mit seiner eigenen Vorsteuer verrechnet hat?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.04.2007 | 22:44

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Regelungen finden sich in § 1 Abs. 1 Nr.1, § 3 Abs. 5a, § 3a Abs. 3 und 4 UstG.

Zuständig für Vergütung der Umsatzsteuer an ausländische Unternehmen ist das:
Bundesamt für Finanzen
Außenstelle Schwedt
Passower Chaussee 3 b
D-16303 Schwedt/Oder
Tel.-Nr.: +49(0)18 88-4 06-0
Fax-Nr.: +49(0)18 88-4 06-47 22

Die Vergütung muß mindestens € 250 betragen. Der Vergütungsantrag ist zwingend spätestens binnen sechs Monaten nach Ablauf des Kalenderjahres zu stellen, in dem der Vergütungsanspruch entstanden ist. Bei Rechnungen, die nach Ausführung der
Leistung erstellt werden, ist das Datum des Rechnungserhaltes maßgeblich.

Dem Antrag ist eine Bescheinigung des Ansässigkeitsstaates beizufügen, die nachweist, dass das Unternehmer S unter einer Steuernummer eingetragen ist (Unternehmerbescheinigung).
Zudem sind die jeweiligen Eingangsrechnungen im Original beizufügen. Der Antrag auf die Vergütung von Vorsteuerbeträgen muss zwingend mittels amtlich vorgeschriebenem Vordruck erfolgen.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

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