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Cateringdesaster bei Hochzeitsfeier - wie viel Preisminderung?


27.08.2006 13:18 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Wir hatten auf unserer Hochzeitsfeier einen Cateringservice und Folgendes ging schief:

-Der vereinbarte Lieferzeitpunkt wurde nicht eingehalten; Buffetbeginn war für 20:30 geplant, aufgrund der verspäteten Anlieferung sollte er sich - laut Caterer - um eine halbe Stunde verschieben (das allein wäre kaum ein Problem gewesen)
Aber:
- Um 21:00 Uhr waren zwei von drei Hauptspeisen noch kalt (sie sollten angeblich eine Stunde zum Durchwärmen brauchen, der Caterer verließ unser Haus um 19:50).

- De facto konnten zwei der drei Hauptspeisen nicht gegessen werden; wir haben zwar versucht, zu retten, was möglich war und das Essen im Backofen und auf dem Herd aufgewärmt, aber so war es nicht vereinbart.

Meine Frage: Wie viel Prozent kann man in einem solchen Fall vom vereinbarten Preis abweichen? (Dass die Feier fast den Bach runter ging, kann man ja leider nicht in Rechnung stellen).



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Sehr geehrter Fragesteller,

in Ihrem Fall spricht man von einer Schlechtleistung. Eine Nachbesserungsmöglichkeit scheidet aufgrund des fixen Leistungszeitpunkt aus, so dass Sie den vereinbarten Preis mindern können.

Die Höhe der Minderung ist in einem solchen Fall natürlich immer Ermesssenssache. Abzustellen ist auf den "Restnutzen" welcher die kalten, von Ihnen selbst erwärten Speisen hatten. Dabei darf nicht nur auf das "satt werden" sondern muss auch auf den "Ambienteverlust" abgestellt werden.

Nachdem zwei von drei Hauptspeisen nicht gegessen werden konnten, würde ich vor dem Hintergrund der erforderlichen Eigenleistung, dem Selbsteerwärmen der kalten Speise, welche zum Aufgabenbereich des Cateringservice gehörte, einen Minderungsbetrag von 75% für angemessen halten, insbesondere, da die Hochzeit und die Hochzeitsfeier emotional einen hohen Stellenwert einnimmt. Ich darf aber hinzufügen, dass der Grad der Minderung in Ihrem Fall auch durchaus abweichend beurteilt werden kann, es ist wie bereits geschildert letztlich eine Ermessensentscheidung.

Sichern Sie deshalb die Beweismittel (Zeugen, Verträge uä.) um im Falle eines Rechtsstreits die Minderungsgründe beweisen zu können.

Mit freundlichen Grüssen und herzlichem Glückwunsch zur Eheschließung

RA O.Martin
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