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Bin ich jetzt nicht mehr unterhaltspflichtig gegenüber meiner 10-jährigen Tochter, die 50.000 EUR ge


| 27.02.2006 20:39 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,

meine Tochter aus erster Ehe ist 10 Jahre und ich zahle den Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle.

Jetzt hat meine Tochter ca. EUR 50.000,- geerbt. Sie lebt bei der Mutter in Brasilien und das Geld wird auch dort angelegt.

Bin ich jetzt nicht mehr unterhaltspflichtig oder reduziert sich der Unterhalt lediglich um die monatlichen Zinsen ?

Sie wird vermutlich noch mehr erben. Gibt es eine Vermögensgrenze, ab der ich kein Unterhalt mehr zahlen muss ?

Vielen Dank.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

die Antwort auf Ihre Frage ergibt sich aus § 1602 BGB.

"(1)Unterhaltsberechtigt ist nur, wer außerstande ist, sich selbst zu unterhalten.

(2)Ein minderjähriges unverheiratetes kind kann von seinen Eltern, auch wenn es Vermögen hat, die Gewährung des Unterhalts insoweit verlangen, als die Einkünfte seines Vermögens und der Ertrag seiner Arbeit zum Unterhalt nicht ausreichen."

Ihre Tochter kann daher nicht darauf verwiesen werden, den Stamm Ihres Vermögens anzugreifen. Sehr wohl sind aber die anfallenden Zinsen in Abrechnung zu bringen. Ihre Unterhaltspflicht mindert sich insoweit.

Mit freundlichen Grüßen

Kamil Gwozdz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.02.2006 | 20:07

Vielen Dank.

Aktuell bezahle ich mtl. ca. 257,00 Euro Unterhalt.

Wieviel weniger muss ich dann in Zukunft bezahlen, wenn das Geld (50.000,-) für meine Tochter für 8 Jahre fest angelegt wird ?

Welcher Zinssatz ist maßgebend ?
Wer darf bestimmen, wo das Geld angelegt wird?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.03.2006 | 12:30

Ihre Leistungspflicht mindert sich um die tatsächlichen monatlichen Zinserträge. Der Leistungsempfänger ist verplichtet diese darzulegen und zu belegen.
Wie das Geld angelegt wird, bestimmt der Sorgerechtsberechtigte. Falls das Sorgerecht beiden Elternteilen zusteht, müssen diese sich einigen oder die Entscheidung dem Familiengericht überlassen.

Im Übrigen ist anzumerken, daß Ihr Selbstbehalt nunmehr bei 1.100 EUR liegt und nicht mehr bei 890 EUR im Einklang mit § 1603 II 3 BGB. Nur aus den über diesem Betrag liegenden Einkünften schulden Sie Unterhaltszahlungen.

Bewertung des Fragestellers |


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