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Bewertung - eBay Löschung der unberechtigten Negativ-Bewertung


| 08.04.2007 18:20 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Der Verkäufer hat mir (privat an privat) in o.a. Auktion Microsoft Software verkauft und dabei ganz offensichtlich bewußt gegen die eBay-Bestimmungen verstoßen, in dem er die Software auf CD-R abgeboten hat, dies ist nach den AGB untersagt. Ich selbst konnte diese Illegalität zunächst nicht erkennen, da er zwar beschrieben hatte "Lieferumfang wie Bild", ein Bild bei Gebot bei mir aber nicht angezeigt wurde (Beweis: Hardcopy der Bildschirmseite). Ich mußte (konnte) mich also auf die Angaben der Beschreibung verlassen, die von einer (vollständigen) Lizenz sprach. Microsoft identifizierte dann nach Zusendung des Produkts die Ware als "Fälschung", Beweis liegt vor und kann jederzeit übersandt werden. Wie in den teils nun nicht mehr lesbaren Bewertungen zu finden, hat der Verkäufer nicht zum ersten Male so illegale Software verkauft. Ich habe von Microsoft kostenlosen Ersatz für die Softwarefälschung erhalten, so dass ich keinen wirtschaftlichen Schaden hatte. Natürlich habe ich den Verkäufer deshalb sachlich negativ bewertet. Heute nun habe ich seine Rachebewertung erhalten, die m.E. ebenfalls den eBay-AGB widerspricht, da sie nicht die wirklichen Tatsachen enthalten, sondern meinen Leumund zu Unrecht schädigen. Die Bewertung enthält die Aussage "Erst gucken", dann kaufen! Dies suggeriert einen Fehler bei mir, der aber nicht vorliegt, denn es gab nichts "zu gucken", ein Bild, an dem man die Fälschung hätte sofort erkennen können, wurde bei Gebot nicht angezeigt. Dies war dem Verkäufer auch bekannt, wie dem als Beweis vorliegenden Mailverkehr eindeutig zu entnehmen ist. Ich fühle mich deshalb in meiner Ehre unzulässig beschädigt und habe den Verkäufer zur Rücknahme der unzulässigen Bewertung aufgefordert. Bei Fristverstreichung wurde die Option der juristischen Konsequenz aufgezeigt. Die freche Antwort lautete: "Viel Spass"!
Ich möchte dem Verkäufer deshalb gerne diesen "Spass" machen und bitte um Vorprüfung, ob nach den geschilderten Fakten eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit besteht, einen solchen Titel zum Löschen dieser Bewertung zu erstreiten und die entstehenden Kosten auf den Verkäufer abzuwälzen. Dabei bitte ich auch die Variante zu bewerten, zunächst ggf. Strafanzeige zu erstatten. Der Verkäufer wohnt in Dortmund, weitere Angaben mache ich gerne nach Aufforderung. Die genannten Fakten sind chronologisch nachweisbar. Sollte ein mit dem Thema versierter Anwalt, vorzugsweise aus dem Raum Dortmund, den Fall übernehmen wollen, wäre mir eine direkte Kontaktaufnahme sehr recht.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

da Sie nach Ihrer Schilderung Ihren Part (Bezahlung) anstandslos erfüllt haben, liegt kein sachlich gerechtfertigter Grund für eine Negativ-Bewertung vor. Allein deshalb liegen die Chancen, die Zustimmung zur Löschung der unberechtigten Negativ-Bewertung durchzusetzen, gut.

Sicherlich kann man in dem Zusatzkommentar auch eine herabwürdigende und unsachliche Äußerung sehen, so dass auch deshalb die Chancen der zivilrechtlichen Klage gut sind.

Hier sollten Sie aber VORAB noch einmal schriftlich mit Einschreiben/Rückschein der Verkäufer mit einer Frist von 14 Tagen auffordern, die Zustimmung zur Löschung zu erteilen, um ihn damit ordnungsgemäß in Verzug zu setzen. Erst danach sollte dann der Rechtsanwalt eingeschaltet werden, da DANN die Kosten als Verzugsschaden erstattungsfähig sind.


Sollte das Verfahren dann durchgeführt werden, werde ich Sie gerne an einen in Dortmund tätigen Kollegen verweisen.


Daneben besteht zwar die Möglichkeit, auch strafrechtlich gegen den Verkäufer vorzugehen; dabei müssen Sie aber bedenken, dass die dadurch entstehenden Kosten NICHT erstattungsfähig sind (Sie sie also selbst tragen müssen) und dass Verfahren aller Voraussicht nach eingestellt werden wird (Bezüglich der Beleidigung wird die Einstellung sicherlich erfolgen; bezüglich eines Betruges wird die Einstellung wegen des letztlich nicht eingetretenen wirtschaftlichen Schadens wohl erfolgen).

Daher würde ich von einen Strafverfahren abraten, zumal davon auszugehen ist, dass Microsoft ebenfalls direkt gegen den Verkäufer vorgehen wird.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 09.05.2007 | 19:09

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Thule-Bohle,
ich habe Ihren Rat befolgt und meinen Kontrahenten per Einschreiben mit Rückschein und Fristsetzung in
Verzug gebracht, eine Reaktion von ihm blieb aus.
Wie kann ich nun meine Interessen durchsetzen?
Sie signalisierten die mögliche Verweisung an einen in Dortmund tätigen Anwalt! Die dortige Kanzlei Jeromin-Kraft, die auch hier im Forum aktiv ist und an die ich mich selbst gewandt hatte, möchte mich nicht vertreten! Kennen Sie einen versierten Kollegen?
MfG
DB

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.05.2007 | 20:07

Sehr geehrter Ratsuchender,

es bleibt Ihnen nur noch die gerichtliche Auseinandersetzung.

Ich werde mich morgen mit Ihnen in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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